Mediensozialisation

Methodological Workshop together with the Interdisciplinary Research Team on Internet and Society – IRTIS, Brno

On January 12th and 13th 2017 the team of the "Mediensozialisationsstudie", led by Ingrid Paus-Hasebrink, has organised a methodological workshop on online-research. Together with colleagues from the Interdisciplinary Research Team on Internet and Society – IRTIS, led by David Šmahel, latest research results were presented and discussed. Furthermore, challenges, opportunities, new ways of doing online research (together with different partners and stakeholders) and standards for excellent practices were subjects of the debates.

IRTIS is part of the Institute for Research on Children, Youth and Family (Faculty of Social Studies, Masaryk University in Brno). 15th Cyberspace Conference will take place in Brno in the end of November.

Thanks to all participants who have contributed to this event and made a go of the workshop, in particular to our guests from Brno: Andreas Oberlinner, Cornelia Grobner, David Šmahel, Hana Macháčková, Ingrid Paus-Hasebrink, Jasmin Kulterer, Lenka Dědková, Maria Zehner, Martina Černíková, Mihael Djukic, Monika Hoppenthaler, Philip Sinner, Sascha Trültzsch-Wijnen and Stefan Gadringer (in alphabetical order).

In the section below you may find all presentations of the workshop available for download.

 

Bredowcast 21 - Wir erforschen was mit Medien: Zu Gast ist Ingrid Paus-Hasebrink

Univ.-Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink (Universität Salzburg und Gastwissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut in Hamburg) ist zu Gast bei Daniela Friedrich. Beide unterhalten sich über die Langzeitstudie zur (Medien-)Sozialisation von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen.

Herzlich willkommen auf der Homepage der Langzeitstudie (2005 bis 2017)
„Zur Rolle von Medien in der Sozialisation sozial benachteiligter Heranwachsende“


Univ.-Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink

Die Langzeitstudie „Zur Rolle von Medien in der Sozialisation sozial benachteiligter Heranwachsende“ ist im Sinne von Norbert Elias als „engagierte Sozialforschung“ angelegt; neben dem wissenschaftlichen hat sie zugleich ein soziales Anliegen. Als Ausgangspunkt der Studie dienten Analysen, die auf die zunehmende soziale Kluft in der Gesellschaft hinweisen; die Schere zwischen Arm und Reich wird größer. Was bedeutet dies für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrer Sozialisation? Stehen sie in der Gefahr, tendenziell an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden, denn Armut bzw. Armutsgefährdung ist häufig eng verbunden mit schlechten Startbedingungen von Kindern insgesamt, mit Gesundheitsproblemen und mangelnder Partizipation sowie speziell auch mit schlechteren Bildungschancen? Und welche Rolle spielen Medien bei der Identitätskonstruktion, dem Aufbau von Wissen, den Partizipationsmöglichkeiten und der Wertevermittlung für sozial benachteiligte Heranwachsende?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Langzeitstudie, einer qualitativen Panelstudie, die im Jahr 2005 unter dem Titel „Analyse des Wandels von Sozialisation: Veränderung von Kindheit in sozial schwächeren bzw. anregungsärmeren Milieus im Kontext des Wandels der Medien“ startete. Dieses erste vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank geförderte Projekt umfasste zwei Panelwellen (2005 und 2007) mit insgesamt 20 Familien (nunmehr 18 Familien). Im Jahr 2009 wurde ein Folgeprojekt (2010 bis 2012) beantragt und genehmigt, das die zu Beginn der Studie fünf bis sechs Jahre alten Kinder bis an der Schwelle zum Jugendalter begleitete. Nach einem dritten erfolgreichen Projektantrag wird die Studie seit März 2014 nunmehr mit dem Augenmerk auf die Lebensphase Jugend bei sozial benachteiligten Heranwachsenden noch bis Februar 2017 weitergeführt. Mittlerweile ist die 6. Panelwelle abgeschlossen.


EbenenmodellTheoretisch basiert die Studie auf einem praxeologischen, integrativen Ansatz. Danach ist die Sozialisation eines Menschen als ein lebenslanger Prozess zu verstehen, der sich in verschiedenen sozialen Zusammenhängen vollzieht, an denen das Individuum beteiligt ist. Im Mittelpunkt der praxeologischen Perspektive steht die Frage nach dem sozialen Milieu und den Habitus-Ausprägungen von Individuen, in diesem Fall jenen von Kindern und Eltern in ihrer Familie. Zentral ist, wie sie im Kontext ihrer je spezifischen Lebensbedingungen auch mit Hilfe von Medienangeboten einzelnen Vorgängen in ihrer Umgebung Sinn zu geben suchen, um ihre persönliche und soziale Identität so gut wie möglich zu sichern bzw. auszubauen, ihr Kohärenz zu geben und den Alltag lebbar zu gestalten. Ins Visier gefasst wird dazu die je individuelle, aber dennoch über die subjektive Repräsentation hinaus weisende Lebensumfeld und die jeweilige darin eingelagerte Lebensführung. Der Blick gilt den Heranwachsenden in ihrem Alltag, wie sie in ihren sozialen Räumen, die ihnen tatsächlich oder symbolisch zur Verfügung stehen und in denen sie ihre ‚Kapitalien‘ einsetzen, Sinn im Alltag herzustellen versuchen und Handlungskompetenz erwerben.

AuswertungsschritteIm Mittelpunkt der Erhebungsmethoden stehen qualitative Leitfadeninterviews mit je einem Elternteil und einem Kind der Familie. Die Interviews werden jeweils parallel in unterschiedlichen Räumen in der Wohnung der Familie durchgeführt, um gegenseitige Einflussnahmen auszuschließen. Darüber hinaus werden die Jungen jeweils von männlichen, die Mädchen von weiblichen Personen interviewt. Ergänzend zu den Leitfadeninterviews kommen standardisierte Fragebögen zum Einsatz, in denen z.B. das Einkommen, die Anzahl der Personen im Haushalt, der Bildungsgrad und die Wohnsituation abgefragt werden, um diese Daten über die Zeit möglichst einfach vergleichbar zu halten. Nach den Interviews halten die Interviewer darüber hinaus ihre Beobachtungen zum Familienklima, der Ausstattung der Wohnung und weitere Eindrücke in Beobachtungsprotokollen fest. Seit der fünften Erhebungswelle werden die Heranwachsenden zudem gebeten, Mindmaps zur ihren Beziehungsstrukturen und ihrer Mediennutzung zu zeichnen, Fotos ihres jeweils präferierten Ortes für Hausaufgaben und Mediennutzung sowie ihres Lieblingsplatzes zu erstellen und im Rahmen von lautem Denken ihr Profil im von ihnen bevorzugten Social Media-Angebot vorzustellen. Die Auswertung erfolgt in mehreren Phasen und Teilschritten; siehe dazu Abbildung "Auswertungsschritte" und folgenden Link: Vortrag Auswertungsstrategien einer Langzeitstudie.

Vorträge und Präsentationen

Vortrag vor dem Forschungskomitee des Hans-Bredow-Instituts (Foko)

Kolloquium an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Wissenschaft und Theorieentwicklung leben vom aktiven Diskurs und dem kritischen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen: Am 3. und 4. März 2016 nahm Ingrid Paus-Hasebrink am Kolloquium der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schwerpunktprogramms (SPP) „Mediatisierte Welten" teil, das an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster stattfand. Im Rahmen der Posiumsdiskussion am 3. März 2016 sprach Ingrid Paus-Hasebrink zur 'Praxistheorie‘ am Beispiel des Ansatzes der Praxeologischen (Medien)Sozialisationsforschung und diskutierte diesen Ansatz mit anwesenden Dissertanten und Post-Docs. Als zweiter Diskutant war Prof. Dr. Udo Göttlich geladen.

Publikationen (Auswahl)

Methodische Umsetzung des zweiten Folgeprojektes

Forschungsüberblick Mediensozialisationsforschung

Das folgende PDF-Dokument gibt einen Gesamtüberblick zur projektrelevanten Literatur. Eingeordnet werden darin all jene aktuellen Studien, die das komplexe Feld der Mediensozialisationsforschung (bei Heranwachsenden) berühren. Erfasst werden Arbeiten in deutscher und englischer Sprache im Zeitraum von 2013 bis 2015 (bei Langzeitstudien seit 2005 & 2008). (Stand: Dezember 2016)

Literaturstudie Mediensozialisationsstudie 2015 Teil 1

An dieser Stelle besteht ebenfalls die Möglichkeit, direkt auf die einzelnen im Rahmen der Literaturstudie erfassten Studien zuzugreifen. Für jede Studie ist ein Kurzsteckbrief hinterlegt, der folgende Informationen umfasst: Titel, Laufzeit, Land/Länder als Untersuchungseinheit, Forschungsdesign, Link zur Seite der Studie, Thema und Zusammenfassung.

(Stand: Dezember 2015)

Arbeitsgruppe Mediensozialisationsforschung: Projektphase Jugend

Folgende Personen sind an der Langzeitstudie zur Mediensozialisationsforschung bei sozial benachteiligten Heranwachsenden (derzeit Projektphase Jugend) beteiligt:

  • Projektleitung

Univ.-Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink, M.A.

  • Wissenschaftliche Mitarbeiter

Andreas Oberlinner, M.A.

Philip Sinner, M.A.

Mag. Jasmin Kulterer

  • Das Team wird unterstützt von

Monika Hoppenthaler

Josefine Golla, B.A.

Matthias Falkinger, B.A.

Julia Sophie Fraunberger, B.A.

Daniel von Reinersdorff-Paczensky-Tenczin, B.A.

Ramona Halder

Maria Zehner

Benedikt Berger

Felix Berlet, B.A.

Thomas Gröbner, M.A.

  • Ehemalige Mitarbeiter

Anna Bramböck, B.A.

Fabian Prochazka, M.A.

Mag. Michelle Bichler

10 Jahre Mediensozialisationsstudie


Univ.-Prof. Dr. Ingrid Paus-HasebrinkWie viel schauen Kinder fern? Wie intensiv spielen sie Computerspiele? Wo und wie lang surfen sie im Internet? Welche Relevanz kommt den Medien für die Identitätskonstruktion und den Aufbau von Wissen und Wertevermittlung zu? Bereits seit dem Jahr 2005, also genau zehn Jahre lang, begleitet die Salzburger Kommunikationswissenschaftlerin Univ.-Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink mit ihrem Team zunächst zwanzig (heute noch 18) sozial benachteiligte Familien in Stadt und Land Salzburg.

Es ist bisher weltweit die längste derartige Studie. Sie wurde unlängst mit Fördermitteln aus dem Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank um drei weitere Jahre verlängert. 2014 ist das neue Buch zur Studie erschienen (Ingrid Paus-Hasebrink/ Jasmin Kulterer (2014): Praxeologische Mediensozialisationsforschung. Langzeitstudie zu sozial benachteiligten Heranwachsenden. Unter Mitarbeit von Philip Sinner. Baden-Baden: Nomos). Ziel der Studie ist es nicht nur den Umgang sozial benachteiligter Kinder und ihrer Eltern mit Medien zu analysieren und die Bedeutung anderer Sozialisationsagenten zu erforschen. Vielmehr soll auch Aufmerksamkeit für die Mediensozialisation armutsgefährdeter Heranwachsender geweckt und so geeignete Wege für die Verbesserung von Erziehungs- und Medienkompetenzvermittlungsprogrammen gefunden werden, bis hin zu einer Förderung der allgemeinen Alltagskompetenz der Familien.

... Infoblatt

... Artikel im standard.at vom 20. März 2015

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    Am 22.3. fand die erste „Alumni Lecture“ im Rahmen der Salzburger Vorlesungen statt. Dabei werden herausragende Absolventinnen und Absolventen der Universität Salzburg eingeladen, zu aktuellen Themen Stellung zu nehmen.
    Bart Simpsons Hintern, die drei Schweinchen und sogar eine Live-Ultraschalluntersuchung waren auf der Bühne zu erleben. In der wieder restlos ausgebuchten ARGEkultur reichte das Themenspektrum von Anthropologie über Neurolinguistik bis zur Holzchemie. Unser Konsumverhalten wurde ebenso analysiert wie unsere Sprechwerkzeuge. Dazu war ein gut erhaltenes und höchst informatives Haushaltsbuch aus Mozarts Zeit und ein Bild von Bansky im Einsatz.
    Das Design of Trade Agreements (DESTA) Projekt der Politikwissenschaft an der Uni Salzburg erhält den ersten Preis der International Political Economy Society (IPES) für den besten Datensatz im Bereich Internationale Politische Ökonomie.
    Freitag, 24.3.17, 14-21 Uhr, und Samstag, 25.3.17, 9.30-22 Uhr, Kleines Studio, Universität Mozarteum Salzburg, Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg. ReferentInnen: Katharina Anzengruber, Achim Bornhöft, Silke Egeler-Wittmann, Klaus Feßmann, Simone Heilgendorff, Anna-Maria Kalcher, Jan Kopp, Wolfgang Lessing, Martin Losert, Ludwig Nussbichler, Carolin Ralser, Karen Schlimp, Matthias Schlothfeldt, Helmuth Schmidinger und Helmuth Zapf
    Gastvortrag am Montag, 27.3.2017, 18.30 Uhr, Residenzplatz 1, Abguss-Sammlung SR E.33, Klassische und Frühägäische Archäologie, Vortragender: Univ.-Prof. Dr. Helmut Reimitz, University of Princeton (New Jersey); Department of History
    Pinzgauer! Helden - Narren - Pioniere / Portraits aus der Provinz
    Bei den W&K-Veranstaltungen werden ExpertInnen eingeladen, die Wissenswertes rund um das Thema vermitteln.
    In vier Blöcken, 14:30 - 18:00 Uhr im HS 103 der Katholisch-Theologischen Fakultät (Universitätsplatz 1, Salzburg, 3. OG) die Frage nach dem spezifisch Theologischen der Theologie erörtert. Nächster Termin: DI 4.4.17.
    W&K-Forum. Di, 4. April 2017, 19-20.30 Uhr, DAS KINO, Gewölbe, Giselakai 11, Salzburg. Filmscreening & Gespräch mit dem Künstler Oliver Ressler. Gesprächspartnerin: Karolina Radenković, Galerie 5020. Auseinandersetzungen mit Migration und Flucht spielen in zeitgenössischen künstlerischen Positionen eine zentrale Rolle, so auch im Werk des österreichischen Künstlers und Filmemachers Oliver Ressler.
    Prof. Christian Neuhäuser (TU Dortmund) wird am 5. April 2017 am Zentrum für Ethik und Armutsforschung einen öffentlichen Vortrag zum Thema "Anhaltende Armut und die Grenzen des Wohlfahrtsstaates" halten.
    Ausgangspunkt des Gastvortrags im Rahmen der Philosophischen Gesellschaft in Salzburg in Kooperation mit dem Salzburger Arbeitskreis für Psychoanalyse (SAP) ist eine simple Feststellung und eine komplexe Frage.
    Der Universitätskammerchor Collegium Musicum Salzburg lädt am FR 7.4.17, 19.30 Uhr, zum Passionskonzert in die Stadtpfarrkirche Itzling ein.
    Daniel Hebenstreit hält am 10. April 2017 um 16 Uhr im Grünen Hörsaal (403) der NW-Fakultät einen Gastvortrag zum Thema "The modern single life: stochastic modelling of individual cells and molecules". Der Fachbereich Molekulare Biologie lädt herzlich dazu ein!
    Symposium. Mi, 17. Mai 2017, 14-19.30 Uhr, W&K Atelier. Organisation & Moderation: Siglinde Lang/Sandra Chatterjee. Die eigene Lebenswelt aktiv mitgestalten zu können gilt als zivilgesellschaftliches Grundrecht- und umfasst dabei auch das Bürgerrecht auf kulturelle Teilhabe. Doch wird dieses auch genutzt und in Anspruch genommen?
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  • 24.03.17 Anregen – Vertiefen – Ausbilden. Komponieren im didaktischen Kontext
    25.03.17 Anregen – Vertiefen – Ausbilden. Komponieren im didaktischen Kontext
    27.03.17 "Being Co-wife in the Eye of Media"
    27.03.17 Als die Bayern Bayern wurden
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