Forschungsprojekt: Kritische Gesamtausgabe  des Nachlasses von Ferdinand Ebner Projektleitung: Univ. Prof. Dr. Heinrich Schmidinger Dipl. Ing. Dr. Richard Hörmann    

Das Projekt „Kritische Gesamtausgabe des Nachlasses von Ferdinand Ebner" besteht seit dem Jahr 1998 und wurde auf Initiative des Rektors der Universität Salzburg, Prof. Dr. Heinrich Schmidinger, und des ehemaligen Leiters und Gründers des Forschungsinstitutes Brenner-Archiv, Prof. Walter Methlagl, begonnen. Es wurde bisher von der Österreichischen Nationalbank und in drei Etappen vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) bewilligt. Seit 1. Oktober 2009 ist es ein Forschungsprojekt der Universität Salzburg.

Das Projekt wurde von Anfang an als Hybridedition angelegt, bestehend aus einer wissenschaftlich-kritischen elektronischen Gesamtausgabe und einer Reihe von als Studien- und Leseausgaben konzipierten Werken im Druck.

In der aktuellen Form umfasst die elektronische Edition 26 Schriften Ferdinand Ebners, darunter philosophische Werke wie das Hauptwerk „Das Wort und die geistigen Realitäten" (WgR), die Aufsätze für die Tiroler Literaturzeitschrift „Der Brenner", sowie Aphorismenbände und Tagebücher aus dem Zeitraum von 1912 bis 1931. Dazu kommt eine Transkription des Briefwechsels, den Ebner zwischen 1913 und 1931 geführt hat. Alle Schriften sind textkritisch bearbeitet (z.B. die 4 Textstufen von WgR) und mit einem Einzelstellenkommentar ergänzt, der laufend ausgebaut wird. Die von Ebner in den Texten erwähnten Personen und Werke sind in einer Biographien- und Bibliographien-Datenbank, die geographischen Angaben in einem Ortsverzeichnis gesammelt.

Die Druckausgabe besteht derzeit aus drei Bänden (s. Publikationen) mit den Originaltexten in normalisierter Form und dem Einzelstellenkommentar aus der elektronischen Edition. Zudem enthalten die Bände Vor- und Nachwörter der Herausgeber bzw. namhafter Ebner-Forscher, eine Sammlung von Kurzbiographien, ein Verzeichnis der von Ebner erwähnten Schriften, einen Editorischen Bericht sowie ein Personen- und Sachregister.

In Bezug auf die wissenschaftliche Bearbeitung des Nachlasses wurde von Anfang an einer synchronen Bearbeitung und Herausgabe der Texte gegenüber einer diachronen der Vorzug gegeben. Damit sollen Nachteile der diachronen Arbeitsweise umgangen werden. Diese bestehen u. a. darin, dass die in relativ großen Zeitabständen herausgegebenen Werke jeweils nur auf dem zum Zeitpunkt der Herausgabe vorhandenen Wissensstand beruhen, während der Inhalt anderer, noch nicht bearbeiteter Werke unberücksichtigt bleibt. Eine synchrone Arbeitsweise versucht diesem Mangel zu begegnen, indem sie zunächst einen möglichst großen Textbestand zu bearbeiten sucht, um den dabei gewonnenen Wissenstand in die dann in kurzen Zeitabständen in Druck gehenden Ausgaben einfließen lassen zu können.

2006 wurde damit begonnen, das Projekt auf den XML-basierten, international anerkannten Textauszeichnungsstandard TEI (Text Encoding Initiative) umzustellen. Damit wird der Nachlass Ferdinand Ebners mit den derzeit modernsten technischen Mitteln der Editionsphilologie bearbeitet, die eine langfristige Sicherung und Lesbarkeit der Materialien gewährleisten.

Mitarbeiter des Projekts sind zur Zeit:

Markus Flatscher (Rotunda, University of Virginia)

Ernst Pavelka (Innsbruck)

Krzystof Skorulski (Innsbruck)

Michael Schorner (Innsbruck)

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    Am DO 4.5., 17.30 h, Ringvorlesung der Kommunikationswissenschaft und des Center for ICT&S mit einem Vortrag von Rudolf Mosler zu "Arbeit 4.0 – Rechtliche Rahmenbedingungen neuer Arbeitsformen". Ort: Hörsaal 381, Rudolfskai 42.
    Kritische Wissenschaft in der Migrationsgesellschaft
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