Zentrum für Neurokognitive Forschung
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Das Zentrum institutionalisiert die Zusammenarbeit von Kognitionswissenschaft und Neurologie in der Erforschung von "Geist und Gehirn". Die Integration von Kognitions- und Neurowissenschaft (Cognitive Neuroscience) ist eines der am schnellsten wachsenden Forschungsgebiete und verspricht ein tieferes Verständnis geistiger und sprachlicher Kompetenzen, aber auch ein fundierteres Verständnis kognitiver Störungsbilder.

Salzburg bietet für die Integration dieser Forschungsbereiche günstige Voraussetzungen. Zum einen sind die Leiter der beteiligten Forschungsbereiche international ausgewiesen, zum anderen sind die apparativen Voraussetzungen für funktionelle neurologische Forschung durch die Magnetresonanztomographie und Transkranielle Magnetstimulation an der Landesklinik für Neurologie und durch Labore für Augenbewegungsforschung, für Elektroenzephalographie und für Schlafforschung im Fachbereich Psychologie gegeben. Darüberhinaus verfügt der Fachbereich Linguistik über die apparativen Voraussetzungen für Blickbewegungs- und Stimmregistrierung. 

Neben Grundlagenforschung in spezifischen Feldern (Gedächtnis, Mentalisierung, Sprache, Zahlenverarbeitung) wird im Zentrum die neurofunktionelle Verursachung spezifischer Störungsbilder beforscht: Lernstörungen bei Kindern, kognitive Störungen bei neurologischen Patienten und deren Rehabilitation, Demenz im Alter, spezifische Sprachentwicklung bei Kindern mit Cochlea-Implantat. Mit dem Schwerpunkt auf Störungsbildern ist für Studierende eine breite forschungsbezogene Anwendungsperspektive in verschiedenen Praxisfeldern wie Neuropsychologie, Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie oder Entwicklungsneuropsychologie gewährleistet. Dies gilt insbesondere auch für die Universitätslehrgänge "Klinische Linguistik" und "Speech and Language Facilitation".

Seit seiner offiziellen Begründung im Jahre 2004 wächst und gedeiht das Zentrum für Neurokognitive Forschung und dürfte heute bereits einer der führenden neurokognitiven Forschungseinrichtungen in Österreich sein. Die Forschungsarbeit des Zentrums ist auch international anerkannt, was durch zahlreiche internationale Publikationen der Mitglieder des Zentrums wie auch durch die Einwerbung von internationalen Drittmitteln eindrucksvoll belegt wird. 

Eine wesentliche Aufgabe des Zentrums besteht in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, speziell der DoktorandInnen-Förderung. Dies geschieht im Moment durch zahlreiche erfolgreich eingeworbene Drittmittelprojekte und Stipendien im Rahmen des Zentrums, die die Finanzierung und Förderung vieler DoktorandInnen ermöglichen. Allerdings ist hier in Betracht zu ziehen, dass die Einarbeitung in die anspruchsvollen Auswerteverfahren von kognitiven EEG-,  fMRT-, TMS- und Augenbewegungsstudien an eine längerfristige zeitliche Perspektive für DoktorandInnen bzw. Post-docs gebunden ist. Angestrebt wird die Einrichtung eines DoktorandInnen- und Post-doc-Programms für neurokognitive Forschung.

 

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