Transnationalisierung und Justizialisierung von Wohlfahrt (TransJudFare)

TransJudFare untersucht zwei Entwicklungen, die die Wohlfahrtstaaten in der Europäischen Union (EU) herausfordern: die Transnationalisierung sozialer Rechte von UnionsbürgerInnen sowie die Justizialisierung der Politik. Europäisches Richterrecht hat den Zugang für wirtschaftlich nicht-aktive Personen zu beitragsunabhängigen, wohlfahrtsstaatlichen Leistungen erheblich verbreitert. Während diese Rechte und ihr Potenzial breit diskutiert werden, gibt es bislang keine systematische Untersuchung über ihren tatsächlichen Einfluss auf die nationalen Wohlfahrtsstaaten – eine Lücke, die das Projekt schließen soll.

TransJudFare untersucht Sozialhilfemaßnahmen und Studienbeihilfen und fragt danach, wie die EU-Mitgliedstaaten auf das europäische Richterrecht in diesen Bereichen reagieren, auf der Ebene nationaler Gerichte, der Verwaltung und sowie der Gesetzgebung. Gemeinsam werden Politik- und RechtswissenschaftlerInnen diese Reaktionen in fünf westlichen EU-Mitgliedstaaten erfassen und analysieren. Österreich, Dänemark, Deutschland, die Niederlande und das Vereinigte Königreich wurden für die Fallstudien ausgewählt, da sie allesamt Ziele innereuropäischer Zuwanderungsströme sind, sich aber sonst in wichtigen Aspekten unterschieden, etwa hinsichtlich ihrer Wohlfahrts- und Rechtssysteme. Indem nationale Reaktionen auf das Richterrecht erfasst und erklärt werden, leistet TransJudFare einen Beitrag zur politikwissenschaftlichen Literatur zur Europäisierung sowie zur rechtswissenschaftlichen Analyse des europäischen Gerichtsverbunds.

TransJudFare spricht Kernthemen der "Welfare State Futures"-Ausschreibung an: soziale Bürgerrechte, die gewachsene Heterogenität unter den EU-Mitgliedstaaten sowie die potenzielle Verlagerung wohlfahrtsstaatlicher Verantwortung auf die europäische Ebene.

TransJudFare wird im Rahmen des NORFACE-Programms "Welfare State Futures" finanziert, einem Netzwerk von 15 Forschungsprojekten, welche sich alle mit grundlegenden Fragen zum Wohlfahrtsstaat im 21. Jahrhundert beschäftigen. NORFACE - New Opportunities for Research Funding Agency Co-operation in Europe - ist eine Partnerschaft zwischen Forschungsförderungsinstitutionen aus 17 europäischen Staaten, um die Zusammenarbeit im Bereich der Forschung in Europa zu fördern.

Kooperationspartner: SCEUS; Vrije Universiteit Amsterdam; Universität Bremen; Universität Kopenhagen

Projektlaufzeit: 1.1.2015-30.08.2018
Projektleiter: Assoz.-Prof. Dr. Michael Blauberger (SCEUS)
Projektmitarbeiterin: Dr. Anita Heindlmaier (Postdoc, SCEUS)
Projektwebsite: http://transjudfare.eu.

  • News
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    Am Dienstag, dem 1. Oktober 2019 findet um 17.15 Uhr im HS 3.348 (Unipark, 3. Stock, Fachbereich Romanistik) eine Info-Veranstaltung statt, die sich in erster Linie an alle Neuinskribierten des Masterstudiums richtet. Darüber hinaus sind aber auch alle anderen Studierenden des Fachs sowie sonstige Interessierte herzlich eingeladen.
    Für seine Verdienste um die Stadt Salzburg hat Bürgermeister Harry Preuner am Dienstag, 17. September 2019, dem scheidenden Rektor der Universität Salzburg, Prof. Heinrich Schmidinger, das Stadtsiegel in Gold verliehen.
    Die Universität Salzburg vergab in Kooperation mit der Kaiserschild-Stiftung erneut die Dr. Hans-Riegel-Fachpreise im Bundesland Salzburg, heuer im Gesamtwert von 5400 Euro. Jury­koor­dina­tor Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Maurizio Musso von der Universität Salzburg betont: „Mit mittler­weile 5 Fachbereichen ist der Preis in diesem Jahr um eine Kategorie reicher, wobei für die Fach­jury der Universität Salzburg die engagierte Arbeit der jungen Talente immer eine neue Bereicher­ung ist.
    Dr.in Therese Wohlschlager wird am 25. September 2019 im Rahmen der 18. Österreichischen Chemietage 2019 in Linz mit dem Feigl Preis der Österreichischen Gesellschaft für Analytische Chemie ausgezeichnet.
    Vom Arbeitsmarkt bis zur Zuwanderung. Wie haben sich in Österreich Einstellungen und Lebensformen in den letzten Jahrzehnten verändert? Das wird vom 26.- 28. September 2019 an der Universität Salzburg beim Kongress „Alles im Wandel? Dynamiken und Kontinuitäten moderner Gesellschaften“ eines der Schwerpunktthemen sein. Veranstaltet wird der Kongress von der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie.
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    Um Studienanfänger*innen den Einstieg ins Studium zu erleichtern, bietet die Universität Salzburg in der letzten Septemberwoche den Orientierungstag an. An diesem Tag erhalten Studienanfänger*innen Informationen über zentrale Einrichtungen unserer Universität rund um Studium, Einführung in die IT-Infrastruktur und vieles mehr.
    Holz-/Linolschnitte und Ölmalerei • Franz Glanzner
    Wichtige Termine und Informationen zur Anmeldung für die Kurse am Sprachenzentrum im Wintersemester 2019/20
    Die Universitätsbibliothek Salzburg (Hauptbibliothek und Fakultätsbibliothek für Rechtswissenschaften) öffnet Tür und Tor für die Öffentlichkeit und bietet ein vielfältiges Programm.
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    In einer spannend besetzten Veranstaltung diskutieren Markus Hinterhäuser/Intendant der Salzburger Festspiele und Christophe Slagmuylder/Intendant der Wiener Festwochen unter Moderation von Dorothea von Hantelmann/Professorin am Bard College Berlin, über das „Festival Kuratieren Heute“
    Demokratie und Rechtsstaat scheinen in Europa schon bessere Zeiten erlebt zu haben. Die jüngsten Entwicklungen in vielen Staaten weisen auf einen Abbau von Rechtsstaatlichkeit, Grundrechten und Demokratie hin.
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