Projekte der Mittelhochdeutschen Begriffsdatenbank (MHDBDB)

Mittelalterliche Kochrezeptliteratur

Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der germanistischen Mediävistik sowie des ZIM-ACDHs (Zentrums für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities) der Universität Graz wird an einem systematischen Ausbau eines Textkorpus für mittelalterliche Kochrezeptliteratur in der MHDBDB gearbeitet. Beratende Funktion haben außerdem die Mitglieder der Arbeitsgruppe Kochbuchforschung, die mittels einer Mailingliste von der Universität Gießen (Eigentümer des Mailingportals: Thomas Gloning) kommunizieren. Dies umfasst u.a. Hilfsmittel zu Textbearbeitung und Textverständnis (z.B. Links zu historischen Wörterbüchern, Glossare, paläografische Werkzeuge etc.). Gegründet wurde der Arbeitskreis auf Initiative einer Kooperation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Salzburg, Graz und Gießen. Zum Kochbuch-Korpus der MHDBDB zählen beispielsweise das bekannte Buoch von guoter spîse, das Kochbuch aus der Stiftsbibliothek Michaelbeuern, das Inntal-Kochbuch sowie das Salzburger Kochbuch MI 128. Das MHDBDB-Projekt Mittelalterliche Kochrezeptliteratur gliedert sich in folgende Teilbereiche:

  • Vollständige Lemmatisierung und Disambiguierung aller edierten, handschriftlich überlieferten Kochrezepttexte bis etwa 1500 durch Katharina Zeppezauer-Wachauer. Die bisher durchsuchbaren Kochrezepttexte wurden der MHDBDB von Helmut Klug (ZIM-ACDH) als Rohdaten zur Verfügung gestellt. Von diesem facheinschlägigen, bis dato lexikografisch wenig beachteten Wortmaterial in der MHDBDB profitieren vor allem die Nahrungs- und Kochbuchforschung sowie die interdisziplinäre Mediävistik – gerade auch im Hinblick auf den damit auf digitalem Wege ermöglichten Vergleich mit der poetischen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.·        

  • Die Einrichtung/Aufrechterhaltung einer gegenseitigen Verlinkung zwischen der MHDBDB und dem von Helmut W. Klug betriebenen digitalen Portal der Pflanzen des Mittelalters/Medieval Plant Survey (MPS), einer Sammlung von im Mittelalter bekannten Pflanzen, die im medizinischen und kulinarischen Bereich Verwendung fanden. Klug verwendet eine webbasierte Forschungsplattform zur Analyse und Interpretation historischer Quellen (Texte, Bilder, Realien, archäologischer Daten) sowie zur Sichtbarmachung der verwendeten Forschungssekundärdaten. Der Pflanzen-Datenpool beinhaltet derzeit ca. 12.000 Pflanzennamen in verschiedenen historischen und aktuellen Sprachen sowie pharmazeutische Drogenbezeichnungen und botanische Pflanzennamen (darunter 1.970 mhd. und fnhd. Lemmata).·         

  • Die erstmalige Edition einer deutschsprachigen Kochrezepttextsammlung aus dem 15. Jahrhundert (Er2/Erlangen, UB, B 37, 45r-103r) wird im Rahmen eines Seminars von Andrea Hofmeister-Winter und Helmut W. Klug durch Studierende der Universität Graz und der Universität Bamberg (Joint Master's Degree Deutsche Philologie des Mittelalters und der Frühen Neuzeit Graz/Bamberg) durchgeführt. Ziele sind die Edition (unter Zuhilfenahme der Transkriptions- und Texterkennungsplattform TRANSKRIBUS von der Universität Innsbruck), die Erschließung und eine umfassende Interpretation unter Berücksichtigung von Parallelüberlieferungen sowie der mittelalterlichen Gesundheitslehre und Diätetik. Die fertigen digitalen bzw. elektronischen Texte werden in den Textkorpus der MHDBDB und des MPS eingespeist und somit der Forschung erstmals zur Verfügung gestellt.·         

  • Dissertationsprojekt von Katharina Zeppezauer-Wachauer mit dem Titel „Nahrhafte Dichtung. Enzyklopädisches Glossar zum Begriffsfeld 'Speise' in der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters mit exemplarischen Analysen zu seiner Poetisierung“.

 

 

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    Die Salzburger Hochschulwochen finden unter dem Titel „ANGST?“ vom 30. Juli bis 5. August in der Großen Aula sowie in Hörsälen der Theologischen Fakultät statt.
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    Im Jahr 2018 fördert die Europäische Kommission über alles Wissenschaftsdisziplinen hinweg 42 Masterstudiengänge im Programm Erasmus+. Fünf davon werden von österreichischen Universitäten koordiniert, gleich zwei von der Universität Salzburg: Digital Communication Leadership und Digital Earth
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    Vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung. Eine Ausstellung des Verbandes Botanischer Gärten 2018
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