Bestehen in modernen Arbeitswelten (BimA): Leben und Arbeiten 4.0


Industrielle Revolutionen haben in den letzten 250 Jahren alle Bereiche des Lebens und Arbeitens grundlegend verändert. Durch neue Produktionsweisen veränderte sich das Arbeiten nicht nur an sich, sondern auch die Organisation der Arbeit und die erforderlichen Qualifikationen für die Arbeit. Die Bildung neuer Berufe und Branchen, eine Veränderung der Gesellschaftsstrukturen, des Selbstverständnisses der sich herausbildenden Klassen und der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen waren die Folgen. Gegenwärtig stehen wir wieder an der Schwelle der industriellen Revolution 4.0. Ausgelöst durch leistungsfähigere IT-Systeme, hochentwickelte Robotik und Sensorik, 3-D-Drucker, Clouds und große Datensammlungen in Form von „Big Data“ wird sich lt. Zukunftsforschung das Leben und Arbeiten grundsätzlich wandeln und sowohl Chancen als auch Risiken hervorbringen. Im Rahmen des DSP-Kollegs „Bestehen in modernen Arbeitswelten (BimA):  Leben und Arbeiten 4.0“ ist es das Ziel, Probleme dieser modernen Arbeitswelt interdisziplinär aufzugreifen und mögliche Lösungen zu erarbeiten. In den ersten vier Jahren werden dabei folgende Fragestellungen im Rahmen von neun Dissertationen basierend auf psychologischen und wirtschaftswissenschaftlichen Theorien und Modellen bearbeitet:

  • Angesichts der vielfältigen Anforderungen an und Überforderungen von Erwerbstätigen ist der Bedarf an arbeitsbezogener Beratung groß und vielfältige Beratungsformate haben sich entwickelt. Welche sind jedoch überhaupt für welche Berufssituation wirkungsvoll? Und welche Prozesse können für eine positive Wirkung ausgemacht werden?
  • Das Ausmaß an psychischen Belastungen nimmt lt. Trendstudien deutlich zu. Auch wenn vielfältige Ursachen diskutiert werden, sind sich verändernde Arbeitsbedingungen eine wichtige Quelle für eine deutliche Erhöhung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz. Welche Prozesse spielen hierfür eine Rolle und welche Interventionen könnten helfen, den Trend abzumildern?
  • Hochspezialisierte Arbeitskräfte werden im zukünftigen Arbeitsmarkt benötigt, was die Notwendigkeit nachhaltiger Personalauswahl und -entwicklungsmaßnahmen erhöht. Psychologische Leistungstests finden zunehmend Eingang in berufsbezogene Eignungsbeurteilungen. Die Fairness und die Akzeptanz dieser Verfahren sind jedoch nicht immer gegeben. Wie können spezifische Benachteiligungen bei berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen vermieden werden?
  • Neben fairen Personalauswahlinstrumenten wird es notwendig sein, geeignete Personalentwicklungsmaßnahmen zur Verfügung zu haben, die ein lebenslanges Lernen ermöglichen. Wie sollten diese konzipiert werden unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Erwerbstätigen und kognitiver bzw. motivationaler Prozesse, die für das Lernen relevant sind?
  • Die weiter voranschreitende Globalisierung und internationale Vernetzung macht es notwendig, mit Personen aus unterschiedlichen Gruppen zusammenzuarbeiten. Welche bewussten und unbewussten Prozesse erschweren die Zusammenarbeit in multikulturellen Teams? Wie können negative Dynamiken durchbrochen werden und mögliche Auswege aussehen?
  • Ein zentraler demographischer Aspekt, der auf unterschiedlichen Ebenen und durch verschiedene Mechanismen das Arbeitsleben beeinflusst, ist das Geschlecht. Änderungen in rechtlichen Rahmenbedingungen haben zwar erhebliche Veränderungen für die (beruflichen) Möglichkeiten von Frauen und Männern bewirkt, dennoch finden sich nach wie vor erhebliche Ungleichbehandlungen und Machtasymmetrien zwischen den Geschlechtern. Welche Kontextfaktoren in Interaktion mit welchen organisationalen und individuellen Verhaltensweisen und Charakteristiken können zur Auflösung von Chancenungleichheiten zwischen den Geschlechtern beitragen?
  • Digitalisierung ist ein allgegenwärtiges Phänomen in industrialisierten Ländern, das das (Erwerbs)leben maßgeblich beeinflusst. Möglichkeiten wie vom Arbeitsplatz losgelöstes Arbeiten, hohe Verfügbarkeit von Information oder die Möglichkeiten von Big Data eröffnen völlig neue Wege für das Arbeiten und das Management von Humanressourcen. Welche Chancen und Gefahren ergeben sich sowohl aus Perspektive der Erwerbstätigen als auch der Organisationen durch die industrielle Revolution 4.0? Und welche Rolle kann das Management von Arbeit darin einnehmen?
  • Aufgrund veränderter Erwerbsbiographien wird es zunehmend schwieriger, eine soziale Absicherung für das Alter zu erreichen. Daher wird neben der ersten (staatlichen) Säule des österreichischen Pensionssystems die zweite (betriebliche) und dritte (private) Säule an Bedeutung gewinnen. Allerdings bleibt gerade die betriebliche Altersversorgung in Österreich hinter ihren Erwartungen zurück. Welche Ursachen sind hierfür auszumachen? Wie müsste das System steuerpolitisch reformiert werden?

 

Neben der Erstellung von exzellenten Doktorarbeiten mit hohem wissenschaftlichem Impact verfolgt das eingereichte DSP-Kolleg das Ziel, den assoziierten Doktorand/inn/en eine hohe Qualifikation für Wissenschaft und Praxis zu bieten.

 

 

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    Univ.-Prof. Dr. Nicola Hüsing wurde für ihre bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet und für die EURASC nominiert.
    Dr. Lorenz Aglas, senior scientist der Arbeitsgruppe Ferreira im Fachbereich Biowissenschaften, ist Gewinner des AK-Wissenschaftspreises der Arbeiterkammer Salzburg.
    Für den 8. Paris Lodron Ball sind keine Karten mehr erhältlich. Die genehmigte Gästezahl für die Alte Residenz ist erreicht. Danke! www.uni-salzburg.at/ball
    Become an expert in EU politics, law and economics
    Von 17.-19.Oktober 2018 wurden wieder die Media Literacy Awards (MLA) verliehen. Damit zeichnet das Bundesministerium alljährlich die innovativsten medienpädagogischen Projekte an europäischen Schulen aus. Diesmal ging der Award in der Kategorie „Multimedia“ an das Projekt „Speak OUT“, ein Speaking VLog den Mag. Julia Weißenböck, MSc, BA, Fachdidaktikerin für Englisch an der Universität Salzburg, gemeinsam mit ihrer 3. Klasse in Englisch umgesetzt hat.
    An der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät erfolgten am 27. November 2018 die Antrittsvorlesungen der Professoren für Journalistik, Rudolf Renger, und für Geschichts- und Politikdidaktik, Christoph Kühberger.
    Stella A. Berger und Jens C. Nejstgaard halten am 18. Januar 2019 um 14:00 Uhr im HS 436 der NW-Fakultät jeweils einen Gastvortrag zum Thema "Novel research tools: ice control in lake enclosures & deep-learning imager reveal fine-scale plankton patterns". Der Fachbereich Biowissenschaften lödt herzlich dazu ein!
    Podiumsdiskussion, 19.01.2018, 16:00 Uhr, Unipark Nonntal, HS Thomas Bernhard (E.001). Anschließend Netzwerkphase im Foyer im 1. UG - im Anschluss an HUMANS
    "Wer neue Antworten will, muss neue Fragen stellen." (Johann W. Goethe) - Gelegenheit dazu haben Sie im Unipark Nonntal, 18.1.2019, 08:00-15:30 Uhr
    Mit Entschließung vom 18. Juni 2018 wurde dem längst dienenden Lehrbeauftragten am FB Altertumswissenschaften der PLUS, Univ.-Lektor Lic. phil. Dr. h.c. Dr. phil. Günther E. Thüry vom Bundespräsidenten der Berufstitel „Professor“ verliehen.
    Mo 21.1.2019, 17.15 Uhr, HS E.001 (Unipark) - Dr. Louise Hecht (Wien, Potsdam) - Inklusions- und Exklusionsstrategien der jüdischen Aufklärung (Haskalah)
    Gastvortrag von Frau PD Dr. Katharina Meinecke (Deutsches Archäologisches Institut, Abt. Rom) am Dienstag, 22.1.2019, 18:30 Uhr, Residenzplatz 1, Abguss-Sammlung SR E.33
    INTERNATIONALE TAGUNG // Mi 23.1., 18.30h LESUNG Kathrin Röggla (Berlin): "Revision", Moderation: Bettina Hering (Leitung Schauspiel, Salzburger Festspiele) // Do 24.1., 18.30h W&K-FORUM: PODIUMSDISKUSSION mit Ulrike Hatzer, Hans-Werner Kroesinger, Kathrin Röggla und Christine Umpfenbach. Moderation: Christoph Lepschy // Fr 25.1. 19.00h THEATER "Röggla hat Angst. Ein Trimm-dich-Pfad für Angsthasen". Theater im KunstQuartier, Paris-Lodron-Straße 2a // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik
    Am Donnerstag, 24. Jänner 2019 geht ab 19.00 Uhr in Kooperation mit der ÖH Salzburg in der Hauptbibliothek bereits die achte Nachtschicht@UBS über die Bühne.
    Do 24.1., 18.30h PODIUMSDISKUSSION mit Ulrike Hatzer (Regisseurin / Mozarteum), Hans-Werner Kroesinger (Regisseur), Kathrin Röggla (Autorin) und Christine Umpfenbach (Regisseurin). Moderation: Christoph Lepschy (Mozarteum) // Theater im KunstQuartier, Paris-Lodron-Str. 2a // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
    Ein Szenenstudium nach Texten von Kathrin Röggla / 19 Uhr Theater im KunstQuartier | Paris-Lodron-Straße 2a | 5020 Salzburg // Eintritt frei, Zählkarten unter: +43 662 6198-3121 (Mo-Fr, 9-12h), schauspiel@moz.ac.at // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
    Die Schriftstellerin Cécile Balavoine verbrachte ein Erasmusjahr an der Universität Salzburg. Ihre Begeisterung für die Stadt Salzburg und die Musik Mozarts ist auf jeder Seite ihres ersten Romans MAESTRO spürbar.
    Einladung zur Tagung NEUERE ENTWICKLUNGEN IM EUROPÄISCHEN ASYLRECHT
    Am 31. Januar 2019 kommt Professorin Nadine Marquardt (Bonn) für einen Gastvortrag zum Thema "Armut und Strafe" nach Salzburg.
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  • 18.01.19 HUMANS
    22.01.19 Knöchelspielende Kinder und streitende Knaben. Die Londoner Beißergruppe und ihr Umfeld
    23.01.19 Kathrin Röggla: Dokumentarisches Schreiben
    23.01.19 Lesung: Kathrin Röggla ('Revision')
    24.01.19 Pflege und Betreuung – Who cares?
    24.01.19 Kathrin Röggla und die „Recherchegespenster“. Realitäten in Prosa und Theater der Gegenwart
    24.01.19 "Go International" - Praktikum im Ausland
    24.01.19 W&K Forum: Podiumsdiskussion - Documentality!? Realitäten im Theater der Gegenwart
    24.01.19 8. Nachtschicht@UBS - Zurück zum Schreibtisch!
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