Barbara Denicolò

Fachbereich Geschichte
Hauptbetreuerin Univ. Prof. Dr. Christina Antenhofer
Nebenbetreuer Univ. Prof. Dr. Thomas Ertl (FU Berlin)
Kontakt barbara.denicolo(at)sbg.ac.at
Thema der Dissertation "Von Speis zu kochen". Kochbüche rund Rezeptsammlungen als Quellen für die Kulturgeschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit. Analyse - Vergleich. 
Abstract Essen und Trinken sind nicht nur menschliche Grundbedürfnisse, sondern mit sozialen, kulturellen, religiösen oder gesundheitlichen Vorstellungen verbunden. Die Fragen, was, wie, warum und mit wem wir essen, sind stark vom jeweiligen Zeitgeist geprägt und ein wichtiges Merkmal der persönlichen und gesellschaftlichen Identität. Daher sind historische Kochbücher und Rezeptsammlungen aussagekräftige Quellen für unterschiedliche kultur- und sprachgeschichtliche Fragestellungen. Die Dissertation untersucht insgesamt siebzig überwiegend handschriftlich überlieferte Rezeptsammlungen aus dem oberdeutschen Sprachraum von der zweiten Hälfte des 14. bis zur ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Alle Nennungen von Zutaten, Gerätschaften, Zubereitungsarten sowie Herkunftsbezeichnungen werden zunächst digital erfasst, um zum einen synchrone Vergleiche der einzelnen Handschriften untereinander, zum anderen diachrone Vergleiche innerhalb des genannten Zeitraums zu ermöglichen. Denn die Handschriften sind in einem Zeitraum von zwei Jahrhunderten entstanden und weisen daher auch Unterschiede in Aufbau, Sprache, Schrift und Inhalt auf. Die Arbeit geht von der Prämisse aus, dass Kochrezepte als „Seismographen“ der mittelalterlichen Lebenswelt bezeichnet werden können und mehr über die Vergangenheit aussagen als nur über die Verwendung bestimmter Lebensmittel und Gewürze in spezifischen Kontexten. Sie sind vielschichtige Quellen für viele Aspekte mittelalterlicher Kultur, aus denen verschiedene geschichtswissenschaftliche Disziplinen einen Nutzen ziehen können, etwa die Wirtschafts-, Handels- und Technikgeschichte, die Alltags- und Kulturgeschichte, die Realienkunde oder die Medizin-, Körper- und Geschlechtergeschichte. Daher untersuche ich die Rezepte bzw. Sammlungen auf ihren Aussagegehalt zu verschiedenen Teilbereichen der Kulturgeschichte, etwa zu Natur und Umwelt, Körper und Geschlecht oder Identität und Alterität. Durch das breit angelegte Untersuchungskorpus und die kulturgeschichtlichen Forschungsfragen möchte ich mit dieser Arbeit eine Forschungslücke schließen, denn bisher fehlt eine größere, überblicksartige Untersuchung aus dem Bereich der Geschichtswissenschaften, welche die bislang edierten und nicht edierten deutschen Kochbücher berücksichtigt, vergleicht und Fragen, etwa nach Auftraggeber*innen, Benutzer*innen, Aufbau usw. diskutiert.
  • News
    Noch nie waren in Österreich so viele forensische Patient*innen untergebracht wie zum Stichtag 1. Oktober 2020. Eine Entlastung des Maßnahmenvollzugs, also die Behandlung geistig höhergradig abnormer Rechtsbrechender, ist dringend erforderlich und unumgänglich.
    In der sozialpädagogischen Praxis sehen sich Mitarbeiter*innen (Akteur*innen) mit vielerlei Herausforderungen in komplexen, offenen sozialen Problemsituationen konfrontiert, denen es „fachlich“ und „qualitätsvoll“ zu begegnen gilt.
    Das Chinazentrum veranstaltet zu diesem Thema ein Online-Symposion am 12. und 13. November 2020. Menschen mit sichtbarer asiatischer Herkunft sind in Europa und den USA – vor allem seit COVID19 – verstärkter Diskriminierung ausgesetzt. Doch was steckt hinter dieser Angst und wie kann diese Form des Rassismus wirkungsvoll bekämpft werden?
    DO 9.30-SA 13h // Was haben Homer, Francisco de Goya und Maria Theresia von Paradis gemeinsam? Sie sind ein Dichter, ein Maler und eine Musikerin, deren Werke kaum losgelöst vom Gebrechen des/der Künstler*in rezipiert wird. Vorstellungen, die sich um die Gebrechen von Kunstschaffenden gruppieren, stehen im Fokus dieser Tagung. // https://w-k.sbg.ac.at/figurationen-des-uebergangs/
    Die Digitalisierung hat zu einer enormen Verbreitung verschiedener Formen mobilen Arbeitens geführt. Corona hat hier einen zusätzlichen Schub gebracht und Homeoffice in Bereichen und für Tätigkeiten eingeführt, die vorher kaum vorstellbar waren.
    Die virtuelle internationale Tagung „Die Medialität des Briefes – diplomatische Korrespondenz im Kontext frühneuzeitlicher Briefkultur” findet am 29./30./31. Oktober mittels Webex statt.
    Im Rahmen eines sechsjährigen Laserscan-Monitorings in den Hohen Tauern haben Geowissenschaftler aus Österreich, Deutschland und der Schweiz (GEORESEARCH, Universität Salzburg, TU München, Universität Bonn, Universität Lausanne) den Zusammenhang zwischen aktuellem Gletscherrückgang und Steinschlagaktivität untersucht.
    Buchneuerscheinung der MINT und Medien Didaktik der Universität Salzburg beim Waxmann Verlag.
    Der Fachbereich Slawistik lädt zusammen mit dem Kulturzentrum DAS KINO und dem Russlandzentrum zur fünften Kinoreihe mit ost- und mittelosteuropäischen Filmen ein. Im Rahmen des Filmklubs „Slawistyka, Slavistika, Cлавистика“ werden preisgekrönte aktuelle polnische, russische und tschechische Filme mit gesellschaftlicher und politischer Thematik gezeigt.
    Bis zum 31. Oktober ist die Bewerbung auf zwei Dissertationspreise (dotiert mit jeweils 2.000 Euro) möglich:
    Frequently Asked Questions (FAQ) zum Corona-Semester
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