Gordana Jovetic

Fachbereich Kunst-, Musik- und Tanzwissenschaft
Hauptbetreuer Assoz. Prof. Dr. Nicole Haitzinger
Nebenbetreuer Univ.-Prof. Dr. Nils Grosch
Beginn SS 2016
Kontakt gordana.jovetic(at)stud.sbg.ac.at
Thema der Dissertation Dancescape: Tanzzone und communitas am Beispiel der hybriden Praxis des live-Bollywood-Tanzes

Bollywood als ein Gesamtphänomen (Film, Musik, Tanz, Fan-Kultur, Konsumwaren etc.) ist an der Schnittstelle zwischen Tradition, Populärkultur, Kunst, Kommerzialisierung, Medien, Gesellschaft und Politik zu verorten. Als Tanzform befindet sich der Bollywood-Tanz zwischen Kunst und Unterhaltung, Professionalität und Amateurismus sowie ‚Freiheit‘ und Institutionalisierung. Stilistisch gesehen ist er ein wandelbarer, hybrider Tanz, der wegen der medialen Präsenz der Filme und dem ‚offenen', flexiblen Charakter des Tanzes (mixing, Aneignung) weltweit so populär und beliebt geworden ist (und das auch in Teilen der Welt, in denen indische Diaspora- oder Fan-community keine bedeutende Rolle spielt). Bei dieser zeitgenössischen Entwicklung hat die Populärkultur zunehmend eine alte indische narrative Tradition (Bhava-Rasa) abgelöst bzw. deterritorialisiert und in ein globales Phänomen hervorgebracht. Als zentraler Punkt meiner Forschung ermöglicht der live-Bollywood-Tanz (losgelöst von der filmischen Vorlage der song&dance-Sequenzen) einen Rahmen für lokale Tanz-Praktiken, die wiederum die globale Praxis des Tanzes vorantreiben. Dieser von mir erforschte transmediale Vorgang (mediale Migration von Narration bis zum Bildschirm und zurück) stellt eine Verbindung zwischen den live-Bollywood-Tanz-AkteurInnen als aktiven, kreativen und innovativen GestalterInnen ihrer eigenen Drehbücher und den Gruppenchoreografien (im Sinne von Victor Turners communitas) mit einer globalen teilnehmenden Populärkultur. So stellt der live-Bollywood-Tanz für viele einen multiplen Ort des Ausdrucks, der Begegnung und eine On- und Offline Kommunikationsplattform dar. In diesem Zusammenhang steht auch der von mir initiierte Begriff dancescape, der als ein pluraler und grenzübergreifender Tanz-Kontext oder eine Tanz-Zone zu sehen ist, der zahlreiche Tanzwelten subsumiert. Er versteht sich als ein realer, symbolischer und imaginativer Raum, der sich in einem permanenten, dichten Austausch mit den Elementen anderer ‚scapes' (Artscape, ethnoscape, mediascape, ideoscape/Appadurai, Bollyscape/Mader, mythscape/Overing) befindet. Dancescape wird in meiner Arbeit anhand der Analyse einer ‚glokalen' Praxis des live-Bollywood-Tanzes und seiner Wirkung, Rezeption und Entwicklung global und lokal in Wien (vor allem im Rahmen des ImPulsTanz Vienna International Dance Festivals) weiter entwickelt. Der Ausgangspunkt meiner Forschung sind die ImPulsTanz-Bollywood-Workshops, gehalten von mittlerweile auch international anerkannten indischen Choreographen und Tänzer Terence Lewis.   “Yes, all these hand postures have names, but you will need only a few of them. And along comes metaphor once again, now bridging the continents. "Just imagine a pony”, he says. There we have the basic step. On the fifth and last day, Terence Lewis has turned into a teacher entirely. He just goes through the moves in front of the group, checking himself and them in the mirror. The group is familiar with some basic steps. The language of the hands has been simplified further to get them through longer sequences, slaves to the Asian rhythm. Like highly motivated ponies, they are riding themselves into the sunset of the new globalized entertainment culture“(Zakravsky 2008).

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    Die Salzburger Hochschulwochen finden unter dem Titel „ANGST?“ vom 30. Juli bis 5. August in der Großen Aula sowie in Hörsälen der Theologischen Fakultät statt.
    Ass. Prof. Dr. Susanne Auer-Mayer vom Fachbereich Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität Salzburg wurde von Bundespräsident Alexander van der Bellen mit dem Herbert Tumpel Preis für ihre Habilitationsschrift „Mitverantwortung in der Sozialversicherung“ gewürdigt. Der Preis wird im Rahmen des Theodor Körner Fonds vergeben.
    Tanja Angelovska und Dietmar Roehm (beide von der PLUS) sind als einzige österreichische Wissenschaftler als assoziierte Mitglieder des internationalen Forschungszentrums CARILSE (Centre for Applied Research and Innovation in Language Sciences and Education) an der University of Portsmouth nominiert worden.
    Im Jahr 2018 fördert die Europäische Kommission über alles Wissenschaftsdisziplinen hinweg 42 Masterstudiengänge im Programm Erasmus+. Fünf davon werden von österreichischen Universitäten koordiniert, gleich zwei von der Universität Salzburg: Digital Communication Leadership und Digital Earth
    Bundesminister Heinz Faßmann zeichnete kürzlich die Didaktik der Naturwissenschaften (Universität Salzburg - School of Education) für ihre hohe Qualität aus. Die Arbeitsgruppe erhielt wiederholt die Auszeichnung „Regional Educational Competence Center (RECC)“. Dabei wurde die Leistung in Biologie, Chemie, Geometrisches Zeichnen/Darstellende Geometrie, Informatik, Mathematik, Mediendidaktik und Physik honoriert.
    Die 6. Salzburg Summer School findet vom 3. bis 4. September 2018 statt. Zwei Tage lang wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
    Vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung. Eine Ausstellung des Verbandes Botanischer Gärten 2018
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