Sarah Franziska Tran-Huu

Fachbereich Systematische Theologie
Hauptbetreuerin Univ.-Prof. Dr. Anne Koch
Nebenbetreuer tba
Beginn Semesterangabe
Kontakt tba
Thema der Dissertation Die Konversion zu neureligiösen Bewegungen: Identitätsbildung und Motive. Eine religionspsychologische Studie der Terra Sagrada.

Abstract

Wie konstruieren Menschen, die zur neureligiösen Gruppe der Terra Sagrada konvertieren, ihreIdentität und integrieren die neue religiöse Überzeugung kohärent in ihr Selbst sowie in ihr bisherigesLeben? Grundlegend zur Beantwortung ist das Konzept der narrativen Identität (Keupp et al., 1999;Kraus, 2004), bei dem Menschen im Erzählen ihrer Lebensgeschichte ihre Identität konstruieren unddabei bekannten Narrativen folgen. Bei der Terra Sagrada, die seit 2006 in Deutschland, Österreichund der Schweiz ansässig ist, sind die Einbeziehung des Selbst und Identitätsarbeit zentral undVoraussetzung für den Einweihungsprozess sowie die erfolgreiche Initiation. Die Arbeit untersucht,wie die ideologische, spirituelle und soziale Umgebung und Praktiken der religiösen Gruppe dieIdentitätsbildung beeinflussen. Dafür werden Ritualtheorie und Religionsästhetik mit dem zentralenKonzept eines Körperwissens hinzugezogen, um die Wirksamkeit und genauere Prozesse der Ritualeund Praktiken der Terra Sagrada zu untersuchen. Die zweite Fragestellung erforscht die Motive derKonversion gemäß des Kult-Bedürfnis-Passungsmodells, das von einem Fit zwischen derPersönlichkeitsstruktur sowie dem Angebot der neureligiösen Bewegung ausgeht. Diese Passung istrelevant, da sie die Art und Weise des ersten Kontakts, Qualität und Entwicklung der Mitgliedschaftsowie mögliche Konflikte und Ressourcen der Konversion beeinflusst (Murken & Namini, 2004).Zentrale Cluster der eingesetzten episodischen Interviews sind die bisherige biographischeEntwicklung, der Prozess der Konversion sowie die aktuelle Lebenssituation.Die Dissertation leistet einen Beitrag in der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion um die Konversionzu neureligiösen Bewegungen und beleuchtet die psychologische und ästhetische Dynamiken in derRezeption anderskultureller Traditionen in westlichen Gesellschaften.

Key Words:
Neureligiöse Bewegungen, Identität, religiöse Identitätsbildung, Konversion, Kult-Bedürfnis-Passung,Religionspsychologie, Neue Spiritualität, Rituale und Praktiken, Ritualtheorie.

 

CV (optional)

Hauptforschungsbereiche

Religionspsychologische Ansätze und ForschungsmethodikPsychologie zeitgenössischer religiöser und spiritueller ErscheinungsformenInterkulturalität & interkulturelle Kommunikation

Ausbildung

2016-19 Mitglied der Doctorate School Plus „On the Move. People, Objects, Signs“ (Universität Salzburg)
2016 Beginn des Promotionsstudiums an der Universität München, BetreuerInnen: Prof. Anne Koch, Salzburg, Prof. Sebastian Murken, Marburg/Trier (Arbeitstitel: Die Konversion zu neureligiösen Bewegungen: Identität und Motive. Eine religionspsychologische Studie der Terra Sagrada)
2012-2014 Studium im Master Religionswissenschaft, Universität Wien
2012-2014 European Diploma of Advanced Study of Psychology of Religion, Universität Wien. Titel der Abschlussarbeit: Die Beziehung von Jugendlichen zu Pfarrern in christlichen Gemeinden - John Bowlbys Bindungstheorie als theoretischer Rahmen. (Betreuer: Dr. Herman Westerink)
2006-2012 Studium der Diplom-Psychologie, Universität Mannheim Nebenfach: Soziologie, Zusatzfach: Philosophie. Titel der Diplomarbeit: Interindividuelle Unterschiede im Fähigkeitsselbstkonzept von Vorschulkindern - Determinanten der Veridikalität. (Betreuer: Prof. Dr. Oliver Dickhäuser)

Veröffentlichungen (Peer-review)
Die Wahrnehmung von und Beziehung zu Geistlichen in evangelischen und römischkatholischen Gemeinden: Ein empirischer Vergleich auf Grundlage der Bindungstheorie nach John Bowlby In: Zeitschrift für junge Religionswissenschaft 9 (2014). http://www.zjr-online.net/ix2014/zjr201412_tichy.pdf.

 

  • News
    Der Salzburger Biowissenschaftler Robert R. Junker wird für seine Arbeiten zur Biodiversität mit einer 1,2 Millionen dotierten START- Förderung ausgezeichnet. Ein Ziel von Junkers Projekt „Sequentielle Entstehung von Funktionaler Multidiversität“ ist es, ein umfassendes Verständnis für die Ökosystemprozesse zu erlangen, um so zukünftige Naturschutzmaßnahmen besser planen und ergreifen zu können.
    Die Salzburger Hochschulwochen finden unter dem Titel „ANGST?“ vom 30. Juli bis 5. August in der Großen Aula sowie in Hörsälen der Theologischen Fakultät statt.
    Ass. Prof. Dr. Susanne Auer-Mayer vom Fachbereich Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität Salzburg wurde von Bundespräsident Alexander van der Bellen mit dem Herbert Tumpel Preis für ihre Habilitationsschrift „Mitverantwortung in der Sozialversicherung“ gewürdigt. Der Preis wird im Rahmen des Theodor Körner Fonds vergeben.
    Tanja Angelovska und Dietmar Roehm (beide von der PLUS) sind als einzige österreichische Wissenschaftler als assoziierte Mitglieder des internationalen Forschungszentrums CARILSE (Centre for Applied Research and Innovation in Language Sciences and Education) an der University of Portsmouth nominiert worden.
    Im Jahr 2018 fördert die Europäische Kommission über alles Wissenschaftsdisziplinen hinweg 42 Masterstudiengänge im Programm Erasmus+. Fünf davon werden von österreichischen Universitäten koordiniert, gleich zwei von der Universität Salzburg: Digital Communication Leadership und Digital Earth
    Bundesminister Heinz Faßmann zeichnete kürzlich die Didaktik der Naturwissenschaften (Universität Salzburg - School of Education) für ihre hohe Qualität aus. Die Arbeitsgruppe erhielt wiederholt die Auszeichnung „Regional Educational Competence Center (RECC)“. Dabei wurde die Leistung in Biologie, Chemie, Geometrisches Zeichnen/Darstellende Geometrie, Informatik, Mathematik, Mediendidaktik und Physik honoriert.
    Die 6. Salzburg Summer School findet vom 3. bis 4. September 2018 statt. Zwei Tage lang wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
    Vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung. Eine Ausstellung des Verbandes Botanischer Gärten 2018
  • Veranstaltungen
  • Alumni Club
  • PRESSE
  • Uni-Shop
  • VERANSTALTUNGSRÄUME
  • STELLENMARKT
  • Facebook-Auftritt der Universität Salzburg Twitter-Auftritt der Universität Salzburg Instagram-Auftritt der Universität Salzburg Flickr-Auftritt der Universität Salzburg Vimeo-Auftritt der Universität Salzburg