Bernhard Trautwein

Fachbereich FB Geschichte
Hauptbetreuer Ass.-Prof. Dr. Thomas Hellmuth
Nebenbetreuer Univ.-Prof. Laurence Cole, Ph.D.
Beginn WS 2014/15
Kontakt bernhard.trautwein(at)sbg.ac.at
Thema der Dissertation (Vor-)Konzepte von Schüler/inne/n mit türkischem Hintergrund in Österreich zum Thema Nationalsozialismus und deren geschichtsdidaktische Implikationen

Abstract

Das Dissertationsprojekt ist an der Schnittstelle von Geschichtsdidaktik und Geschichtswissenschaft angesiedelt. Aus geschichtsdidaktischer Perspektive werden von österreichischen Schüler/inne/n mit türkischem Migrationshintergrund Vorkonzepte und Geschichtsbilder zum Nationalsozialismus erhoben, um daraus Grundlagen für die Gestaltung von subjektorientierten, konstruktivistischen Lehr- und Lernräumen zur Verfügung zu stellen. Es werden daraus fachdidaktische Implikationen für den Geschichtsunterricht erschlossen, die auch als Grundlage für weitere Überlegungen bzgl. entsprechender Kompetenzen von Geschichtslehrkräften dienen können. Die Daten werden mittels Gruppendiskussionen erhoben und anschließend einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring unterzogen. Aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive wird der Frage nachgegangen, wie Schüler/innen mit türkischem Migrationshintergrund in Österreich die Erinnerung an den Nationalsozialismus in ihre subjektiven Identitätskonstruktionen integrieren bzw. welche Narrationen und Geschichtsbilder sie dabei entwickeln. Die erhobenen Vorkonzepte werden auf der Grundlage von Theorien aus der Gedächtnis-, Erinnerungs- und Identitätsforschung analysiert.

CV

seit 2014: Universitätsassistent am FB Geschichte, Paris Lodron Universität Salzburg

seit 2008: Unterrichtstätigkeit für Geschichte / Französisch; zertifizierter Gedenkstättentrainer; Konzeption und Durchführung kulturhistorischer Stadtspaziergänge in Wien

2006 bis 2007: Gedenkdiener / ordentlicher Mitarbeiter an der Fondation pour la Mémoire de la Déportation, Paris

2005: Mitarbeiter beim Allgemeinen Entschädigungsfonds für Opfer des Nationalsozialismus

2001 bis 2008: Lehramtsstudium Geschichte / Französisch, Universität Wien

Forschungsschwerpunkte

Geschichtsdidaktik

Geschichtsbilder türkischer Jugendlicher in Österreich zum Nationalsozialismus

Historische Migrationsforschung in Österreich und Frankreich

Tagungsbeiträge

Trautwein, B. (2016). “Austrian Turkish” Organizations and “Turkish Antisemitism” in the Context of the Gaza wars (2010-2014). Vortrag im Rahmen des Panels „Antisemitism in Muslim Communities and Islamophobia in the Context of Conflicts in the Middle East (2000-2014): France, Great Britain and Austria” auf der European Social Science History Conference, 30.03.-02.04.2016 in Valencia, Spanien.  

Trautwein, B. (2014). Holocaustgedenken und Nationalsozialismus als Teil der Identität von Österreicher/inne/n mit türkischer Migrationserfahrung. Vortrag im Rahmen des Panels „Holocaustgedenken unter Muslim/innen in Frankreich, Deutschland und Österreich. Einheit oder Vielfalt?“ an den Österreichischen Zeitgeschichtetagen, .09.2014 in Klagenfurt, Österreich.  

Trautwein, B. (2010). La politique française envers les immigrés autrichiens et allemands (janvier 1933 – août 1938). Vortrag am 43. Kongress der Amicale de Mauthausen, 13.11.-14.11.2010 in Lille, Frankreich.

Publikationen

Trautwein, B. (2018). CARS – Geschichtsdidaktische Überlegungen zum Umgang mit Fake News und zu Quellenkritik. Historische Sozialkunde. Geschichte - Fachdidaktik - Politische Bildung, 4, 25-32.

Trautwein, B. (2018). Wie das Lernen mit Konzepten (besser) im Klassenzimmer ankommt. Ein Plädoyer für die empirische Erhebung von Schüler/innenkonzepten und -vorstellungen. Didactic News (online), 10. https://didactic-news.univie.ac.at/didactic-news/didactic-news-102018/lernen-mit-konzepten/ [February 12th, 2019]

Hellmuth, T., & Trautwein, B. (2018). Populisme à l'autrichienne ou Nouvelle Droite? Bulletin de L’amicale de Mauthausen – Déportés Familles et Amis, 6-7.

Trautwein, B. (2016). Milch historisch Denken. Überlegungen zum historischen Lernen am Beispiel der österreichischen Milchwirtschaft. Historische Sozialkunde. Geschichte - Fachdidaktik - Politische Bildung, 46(4), 39-48.

Hellmuth, T., & Trautwein, B. (2016). Die Stadt im Mittelalter. Ein „Unterrichtsklassiker“ aus neuen fachdidaktischen Perspektiven. Österreich in Geschichte und Literatur (mit Geographie), 60(3), 325-347.  

Edtmaier, B., & Trautwein, B. (2015). Pro-Gaza-Kundgebungen in Österreich 2010/2014. Zwischen Antisemitismus(verdacht) und Islamfeindlichkeit. Zeitschrift für jüdische Kulturgeschichte, 18, 201-252.  

Trautwein, B. (2011). La politique française envers les immigrés autrichiens et allemands (janvier 1933 - août 1938). Bulletin N 324 de L’Amicale de Mauthausen – Deportés, Familles et Amis, 4, 8-10.  

Trautwein, B. (2010). Immigration und Exil in Frankreich. Deutsche und ÖsterreicherInnen im französischen Fremden- und Flüchtlingsrecht 1933-1939. Wiener Zeitschrift zur Geschichte der Neuzeit, 2, 73-88.

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    "Puppet Theatre: In the Beginning were Puppets | Figurentheater: Am Anfang waren Puppen" ist eine von Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner organisierte internationale, interdisziplinäre Tagung, die von 30.-31. Jänner 2020, in Kooperation mit dem Salzburger Marionettentheater und der Stiftung Mozarteum, an der Universität Salzburg stattfindet.
    THEMENFELD MUSIK: 18.00h "INT(R)O THE GROOVE (Disco Dance Mix)" Soundlecture von Didi Neidhart (Autor, Musiker, DJ, Salzburg) // 19.15h "RÄUME ALS RESONANZKÖRPER". Lecture von Marco Döttlinger (Komponist, INM Institut Neue Musik, Universität Mozarteum). Uraufführung von CORPUS IV mit Marco Sala und Marco Döttlinger // Atelier, KunstQuartier, Bergstr. 12a // w-k.sbg.ac.at/figurationen-des-uebergangs
    Montag, 03. Februar 2020, 13:30-15 Uhr, Hörsaal E.001 (UNIPARK Nonntal, Erzabt-Klotz-Str. 1). Es wird das Konzept der Uni 55-PLUS im Detail vorgestellt und die Teilnahmemodalitäten (Anmeldeverfahren) erläutert. Es wird empfohlen, die anschließend stattfindende Veranstaltung für „Bisherige“ ebenfalls zu besuchen. Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist nicht erforderlich.
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