Julia Goldmann

Fachbereich Kommunikationswissenschaft
Hauptbetreuerin Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Klaus 
Nebenbetreuer Univ.-Prof. Dr. Ralph Poole
Beginn WS 2015/16
Kontakt juliaelena.goldmann(at)sbg.ac.at
Thema der Dissertation Writing the Romance? Fan Fiction Genres and their Characteristics

Abstract

Ziel meines Dissertationsprojektes ist es, das „Phänomen“ Fan Fiction näher zu beleuchten. Fan Fictions, also fan-generierte Geschichten mit Charakteren aus Film, Fernsehen, Büchern, Theaterstücken, Comics et cetera, sind – mit wenigen Ausnahmen  – erst seit kurzem in den akademischen Fokus gerückt. Dabei wurde häufig von der Annahme ausgegangen, Fan Fiction-Produktion sei eine rein weibliche Praxis, die in Fandoms häufig Geringschätzung erfuhr und noch immer erfährt. In diesen Studien standen häufig die Motivationen der Autor_innen für die Produktion derartiger Texte im Vordergrund. Deshalb ist es ein zentrales Anliegen dieser Dissertation sich stärker auf die eigentlichen Texte zu beziehen. Aus der Perspektive der Cultural Studies wird die Verhandlung der Inhalte der Primärprodukte am Beispiel diverser Fan Fictions, welche auf der Plattform www.archiveofourown.org veröffentlicht wurden, untersucht. Hierbei stehen insbesondere die jeweiligen Genres beziehungsweise deren Formeln sowie die Beziehungsstrukturen in den Geschichten im Fokus. Hier wird zwischen Hauptgenres – Gen (für general, also Geschichten ohne [dominante] Beziehungsstruktur), Het (für heterosexuelle Romanzen) und Slash (für [männliche] homosexuelle Romanzen) – und Nebengenres – Femslash (für weibliche homosexuelle Romanzen), Multi (für eine polyamore Beziehung oder mehrere Beziehungen „nebeneinander“) und Other als Bezeichnung für Geschichten, die sonst keiner der Kategorien zugeordnet werden können – unterschieden. Diese stellen ein zentrales Merkmal hinsichtlich der Kategorisierungen und Archivierungen auf diversen Plattformen dar und sind somit ein zentrales Selektionskriterium für Leser_innen. Zudem bietet diese Öffnung des Primartextes Autor_innen die Möglichkeit, oftmals unzufriedenstellende Geschlechterverhältnisse neu zu verhandeln und selbst zu entwerfen.  

 

 

CV

Barrierefreiheit: Kurzbeschreibung des Bildes

Julia Elena Goldmann absolvierte ihr Bachelor- (2009-2012) sowie ihr Masterstudium (2012-2014) der Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg. Seit Oktober 2015 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dissertantin in der Abteilung Kommunikationstheorien und Öffentlichkeiten unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Elisabeth Klaus tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Cultural- sowie Gender Studies, Intersektionalität, Körperlichkeiten sowie Fan Studies.  

  • News
    Das PLUS-Team von Scientists4Future nimmt am 24. September am 6. weltweiten Klimastreik in Salzburg teil.
    Bis zum 31. Oktober ist die Bewerbung auf zwei Dissertationspreise (dotiert mit jeweils 2.000 Euro) möglich:
    Die 6. Jahrestagung zur Migrations- und Integrationsforschung in Österreich fand heuer vom 16.9. bis 18.9. an der Universität Salzburg – teilweise in Präsenz, teilweise online - statt. Verabschiedet wurde eine Resolution für die Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria.
    Im Rahmen seines Profils „Räume und Identitäten“ wurde am 30. Jänner 2020 am Fachbereich Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht der Universität Salzburg die dritte Jahrestagung abgehalten. Die Tagung mit dem Titel „Lebensende in Institutionen“ griff eine brisante soziale Thematik auf.
    Der Orientierungstag ist eine Informations- und Welcome-Veranstaltung, die Studienanfänger*innen den Einstieg ins Studium erleichtert.
    In diesem Semester gibt es ab 28.09.2020 keine persönliche Anmeldung zu den USI-Kursen, um eine unnötige Menschenansammlung zu vermeiden.
    Die armenische Religionsanthropologin Dr. Yulia Antonyan (Staatliche Universität Jerevan) und die österreichische Armenologin und Leiterin des ZECO Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens, Univ.Doz.Dr.Dr.h.c. Jasmine Dum-Tragut Bakk.rer.nat., gehören zu den Siegern eines internationalen Forschungswettbewerb in Armenien.
    Die Starting Grants werden seit 2007 jährlich vergeben und ermöglichen herausragenden Forscher/innen die Durchführung innovativer Forschungsvorhaben. Die Förderpreise werden in hochkompetitiven Wettbewerben vergeben und stellen für die geförderten Forscher/innen eine bedeutende wissenschaftliche Auszeichnung dar. Dieses Jahr gingen 11 ERC Starting Grants nach Österreich, Forster erhielt den einzigen im Bereich Informatik. 13,3% aller Einreichungen wurden heuer vom ERC gefördert.
    Bereits zum 10. Mal vergab die PLUS in Kooperation mit der Kaiserschild-Stiftung die Dr. Hans-Riegel-Fachpreise im Bundesland Salzburg, heuer im Gesamtwert von 6600 Euro. Zum Jubiläum betonte Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Hendrik Lehnert: „Mit einer Dekade Nachwuchsförderung im MINT-Bereich setzte die PLUS früh einen richtungsweisenden Maßstab, der aktuell mit den MINT-Labs ausgebaut wird. Wegbereiter und Jurykoordinator Maurizio Musso hat neben vielen anderen die Kooperation fruchtbar mitgestaltet.
    Wichtige Termine und Informationen zur Anmeldung für die Kurse am Sprachenzentrum im Wintersemester 2020/21
    Auch historioPLUS musste sich, so wie viele andere auch, an die veränderten Umstände aufgrund von Covid-19 anpassen. Aus diesem Grund erscheint heuer der aktuelle Jahrgang etwas später als in den vergangenen Jahren.
    Seit fast 20 Jahren ist das Sprachenzentrum im Bereich Interkomprehensionsdidaktik tätig – Anlass genug, um namhafte Expert*innen im Bereich Mehrsprachigkeitsdidaktik zu vereinen, um den aktuellen Forschungsstand im Bereich Interkomprehension darzustellen. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der Sammelband „Lehr- und Lernkompetenzen für die Interkompehension. Perspektiven für die mehrsprachige Bildung“ (Band 10 der Salzburger Reihe zur Lehrer/innen/bildung).
    Programmleitung und Gesprächsführung: Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner
    Frequently Asked Questions (FAQ) zum Corona-Semester
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