Mehrsprachigkeit

KURZBESCHREIBUNG:

Das interdisziplinäre Themenmodul „Mehrsprachigkeit" bezieht sich unmittelbar auf die gesellschaftspolitischen Anforderungen eines modernen Europas, in dem kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit nicht nur als Innovations- und Entwicklungspotenzial gesehen werden, sondern als „Trumpfkarte Europas und gemeinsame Verpflichtung“ (Mitteilung der Europäischen Kommission 2008).

Im Rahmen der Lehrveranstaltungen und der Praxisphasen, die inhaltlich stark aufeinander bezogen sind, erwerben Studierende Kompetenzen, die über Sprachen- und Kulturgrenzen hinweg reichen: Sie können ihr Bewusstsein für den Wert individueller und gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit schärfen, Konzepte und Modelle des integrativen (Fremd-) Sprachenerwerbs kennenlernen und erproben, wie (fremd-)sprachliche Lehr-/Lernprozesse in der Praxis gestaltet werden können, um Schülerinnen und Schülern Mehrsprachigkeit als „Trumpfkarte“ in die Hand zu geben. 

Die fachwissenschaftliche Lehrveranstaltung, die in die Grundlagen der evidenzbasierten L1 und L2+ Forschung einführt, findet im Wintersemester 2018/19 statt. Die bildungswissenschaftliche und die fachdidaktische Lehrveranstaltung finden parallel zum Praktikum im Sommersemester 2019 statt. Sie flankieren das Praktikum aus pädagogisch-psychologischer und methodisch-didaktischer Perspektive und  stellen den Bezug zur fachwissenschaftlichen Lehrveranstaltung her.

Angeboten wird dieses Themenmodul in Kooperation mit dem Fachbereich Romanistik, dem Fachbereich Psychologie, dem Fachbereich Linguistik und der School of Education. 

  

ZIELGRUPPE:

Studierende aller philologischen Unterrichtsfächer.

 

LEHRVERANSTALTUNGEN:

  • Fachdidaktische Begleitlehrveranstaltung: PS Mehrsprachigkeitsdidaktik, Rückl (SoSe 19)
  • Praktikum: PR Praktikum Förderung (fremd-) sprachlicher Lernprozesse im Kontext von Mehrsprachigkeit, Rückl / Mackinger (SoSe 2019)
  • Bildungswissenschaftliche Begleitlehrveranstaltung: PS Mentoring, Mackinger (SoSe 2019)
  • Fachwissenschaftliche Begleitlehrveranstaltung: VU Psycho- und neuro-linguistische Grundlagen des L2+ Erwerbs, Haider und weitere Experten des FB Linguistik (WiSe 18/19)

 

PRAKTIKUM:

Die Praxisphasen werden in Form von Mentoring-Tandems integriert. Dabei arbeiten die Lehramtsstudierenden als Mentor/innen mit Schüler/innen als Mentees zusammen, um sie bei sprachlichen Lernprozessen zu unterstützen. Da sie bezüglich ihrer Sprach- und Lernkompetenz eine Vorbildwirkung haben, fungieren die Lehramtsstudierenden dabei einerseits als Rollenmodelle für die Schüler/innen, was soziale und personale Dimensionen des Lehrberufs unmittelbar spürbar macht. Indem sie Lehr-/Lernmaterialien für ihre Mentees entwickeln, übernehmen sie andererseits auch Aufgaben von Lehrenden. Dies ermöglicht Studierenden sowohl auf spezifische Lerner/innen/bedürfnisse einzugehen und konkrete Lernsituationen zu gestalten als auch Erfahrungen mit der Rolle als Lehrer/in zu sammeln. Durch die begleitende Supervision werden sie zusätzlich angeregt, den Wechsel zwischen der Lernenden- und der Lehrenden-Rolle zu reflektieren. Dies kann grundlegende Voraussetzungen für den Aufbau von Selbst- und Sozialkompetenz sowie von berufsrelevanter Handlungskompetenz schaffen und das Bewusstsein für individuelle Lerner/innen/bedürfnisse im Kontext von Mehrsprachigkeit schärfen.

Nähere Informationen zur Arbeit in Mentoring-Tandems sind abrufbar unter: http://www.zfhe.at/index.php/zfhe/article/view/875

 

ANMELDUNG:

Voraussetzung für die Anmeldung zum Themenmodul ist die (geplante) vorherige Absolvierung von BA4.

Es wird um verbindliche Voranmeldung via PPT.MSP Voranmeldung Pädagogisch-praktisches Themenmodul "Mehrsprachigkeit" gebeten.

 

ANRECHENBARKEIT UND BESTÄTIGUNG:

Praktikum, fachdidaktisches PS und bildungswissenschaftliches PS ersetzen Pflichtlehrveranstaltungen des Curriculums, z.B. im Modul BA5: Das Themenmodul ersetzt in der Bildungswissenschaft und Schulpraxis ein Praktikum BA5b oder BA5c und die Begleit-LV BA5d.

Eine Bestätigung des Themenmoduls im Curriculum ist nur dann möglich, wenn das gesamte Themenmodul positiv absolviert wurde. Die fachwissenschaftliche Begleitlehrveranstaltung kann evtl. im Rahmen der Freien Wahlfächer anerkannt werden. Nach positiver Absolvierung des gesamten Themenmoduls „Mehrsprachigkeit“, als Voraussetzung für die Anrechnung der Lehrveranstaltungen im Curriculum,  erhalten Studierende ein Abschlusszertifikat der School of Education. Dieses Zertifikat bestätigt die Schwerpunktsetzung und Profilierung im Bereich „Mehrsprachigkeit“, die auch für spätere berufliche Einsatzmöglichkeiten und Anforderungen relevant sein kann.

 

KONTAKT:

Michaela Rückl (michaela.rueckl(at)sbg.ac.at) Fachbereich Romanistik und Barbara Mackinger (barbara.mackinger(at)sbg.ac.at) Fachbereich Psychologie.


Zusatzinformation:
Das interdisziplinäre Themenmodul "Mehrsprachigkeit" ist als Basismodul der Studienergänzung "Mehrsprachigkeit" anrechenbar. Informationen zum Aufbaumodul (12 ECTS) im Rahmen der Studienergänzung finden Sie unter: http://www.uni-salzburg.at/index.php?id=33194&L=0

 

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