Workshop "Middle Eastern Christians and Europe: Diasporas - Relations - Entangled Histories" (18.-19.2.2016)

Workshopteilnehmer

Foto: Die Workshop-TeilnehmerInnen, (Quelle: Andreas Schmoller)

Kurzbericht

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Das Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens (ZECO) an der Universität Salzburg hat am 18. und 19. Februar 2016 den englischsprachigen Tagungs-Workshop „Middle Eastern Christians and Europe: Diasporas – Relations – Entangled Histories“ veranstaltet.  Zu dem interdisziplinären Austausch unter Kultur- und Sozialwissenschaften sowie der Theologie kamen 18 ReferentInnen aus 14 Ländern nach Salzburg. Das Format des Meetings förderte die Vernetzung von arrivierten ForscherInnen und ProfessorInnen mit DissertantInnen und wissenschaftlichen Nachwuchs in einem Feld, das in der Forschung vieler Disziplinen lange Zeit einen weißen Fleck darstellte. Auf dem Programm standen Fallstudien zu Diasporen orientalischer Kirchen in Großbritannien, Schweden, Dänemark und Österreich sowie Forschungen zum historischen Beziehungsgeflecht von Christen des Orients und Europa, aus dem heutige Fremd- und Selbstwahrnehmungen im Orient wie im Okzident schöpfen. In seiner Keynote-Speech beleuchtete Prof. Bernard Heyberger, der als Historiker an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris die Geschichte der Christen im Nahen Osten lehrt, die lange Geschichte der Protektion orientalischer Christen durch Europa. Diese kann nicht auf den Bereich der Diplomatie und der Sicherheitspolitik reduziert werden, sondern umfasst die Zirkulation von Personen und Wissen zwischen Orient und Okzident seit dem 16. Jahrhundert sowie ideologische Aneignungen im 19. Jahrhundert. Ein Panel fokussierte auf die Verflechtungen zwischen Europa und den Christen des Orients durch den Einfluss von Missionen, westlicher Bildung und humanitärer Hilfsprogramme im 19. und 20. Jahrhundert. An beiden Workshoptagen bot jeweils ein thematisch offenes Panel die Möglichkeit, neue Projekte zu präsentieren und Forschung zu aktuellen Ereignissen beizutragen. Ausgangspunkt für die Idee zu diesem Workshop ist die in der Gegenwart stärker werdende Sensibilität der Forschung dafür, dass Christen des Nahen Ostens in zwei Formen existieren: als heterogene global verstreute Gemeinschaften einerseits und als imaginierte symbolische Gemeinschaften, die durch Projektionen und Diskurse geschaffen werden, andererseits. Die Veranstaltung des ZECO beleuchtete diese beiden Ebenen indem es gegenwärtige Entwicklungen und Fragen mit historischen Perspektiven auf die Christen des Orients mit dem Ziel zusammenbrachte, Platz und Rolle der Christen aus dem Nahen Osten in Europa zu bestimmen.

 

On 18 and 19 February 2016 the ZECO (Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens - Center for the Study of Eastern Christianity) at the University of Salzburg has organized the workshop "Middle Eastern Christians and Europe: Diasporas - Entangled Histories - Relations". The interdisciplinary exchange among researchers from across the humanities, social sciences and theology included 18 speakers from 14 countries. The event provided a forum for networking among established researchers and professors as well as post-graduates and young post-docs in a field, which remained a blank spot on the map of many disciplines for a long time. The program included case studies on diasporas of Middle Eastern Christian Churches in Great Britain, Sweden, Denmark and Austria as well as research on the historical relationships between Oriental Christians and Europe, that encode current (self-)perceptions in the Middle East and in Europe. In his keynote speech Prof. Bernard Heyberger, who teaches history of Middle Eastern Christians at the École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris, explored the long history of protection of Middle Eastern Christians through Europe. This cannot be reduced to the issue of diplomacy and security policy, but it also includes the circulation of people and knowledge between East and West since the 16th century and ideological appropriations in the 19th century. One panel focused on the entanglement of Europe and the Middle Eastern Christians through Western missions, education and humanitarianism in the 19th and 20th Century. Each day of the workshop included a thematically open panel for current projects and research related to contemporary issues in the field. The idea for this workshop resulted from the growing consciousness that Middle Eastern Christians exist in two forms: as heterogeneous globally dispersed communities on the one hand and as imagined symbolic community constructed through projections and discourses on the other hand. The event at the ZECO explored these two realities by bringing together historical and current perspectives on Middle Eastern Christians in order to define their place and role in Europe.

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    Im aktuellen Ökonomen Ranking des deutschen Handelsblatts errang Universitätsprofessor Florian Huber (31) vom Salzburg Centre of European Union Studies (SCEUS) in der Reihung nach aktueller Forschungsleistung Platz 100 und im Ranking der Jungökonomen, bei der die gesamte Forschungsleistung der unter 40-Jährigen bewertet wird, den exzellenten 62. Platz.
    Für seine Verdienste um die Stadt Salzburg hat Bürgermeister Harry Preuner heute Dienstag, 17. September 2019, dem scheidenden Rektor der Universität Salzburg, Prof. Heinrich Schmidinger, das Stadtsiegel in Gold verliehen.
    Am 19. September 19 sprechen Alexander Pinwinkler (Universität Salzburg) und Johannes Koll (Wirtschaftsuniversität Wien) im Unipark (E.003) über die Entstehung des Buches und über problematische akademische Ehrungen.
    Dr.in Therese Wohlschlager wird am 25. September 2019 im Rahmen der 18. Österreichischen Chemietage 2019 in Linz mit dem Feigl Preis der Österreichischen Gesellschaft für Analytische Chemie ausgezeichnet.
    Das diesjährige Austrian Proteomics and Metabolomics Research Symposium (APMRS) findet von 18. bis 20. September an der Universität Salzburg statt. Im Rahmen dieser Tagung werden die neuesten Entwicklungen auf den Gebieten der Proteom- und Metabolomforschung in Medizin, Pharmazie und Ökologie vorgestellt. Die Bandbreite der Konferenzbeiträge reicht von Grundlagenforschung bis zu industriellen Anwendungen in den verschiedensten Bereichen.
    INTERNATIONALE TAGUNG // Mi 18. September: 14.00-19.45h, Stefan Zweig Zentrum, Edmundsburg (Europasaal) // Do 19. September: 9.30-19.30h, Fr 20. September: 9.30-13.30h Schwerpunkt Wissenschaft & Kunst, Bergstr. 12a, Atelier, 1. OG // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
    Um Studienanfänger*innen den Einstieg ins Studium zu erleichtern, bietet die Universität Salzburg in der letzten Septemberwoche den Orientierungstag an. An diesem Tag erhalten Studienanfänger*innen Informationen über zentrale Einrichtungen unserer Universität rund um Studium, Einführung in die IT-Infrastruktur und vieles mehr.
    Welche Rechtsschutzmöglichkeit - Gewährleistung oder Irrtum - ist für Käufer der vom Diesel-Abgasskandal betroffenen Autos vorteilhafter? Die Juristin Christina Buchleitner hat in ihrer an der Universität Salzburg abgelegten Dissertation die beiden Rechtsbehelfe gegenübergestellt. Nun hat die 26jährige Wienerin dafür den ersten Preis beim Young Investigators Award der Universität Salzburg gewonnen.
    Die Salzburger Armenologin Jasmine Dum-Tragut eröffnet am 31. August 2019 im Genozid-Museum in Jerewan die erste Ausstellung, die das Schicksal armenischer Kriegsgefangener in den österreichischen Gefangenenlagern im Ersten Weltkrieg zeigt.
    Demokratie und Rechtsstaat scheinen in Europa schon bessere Zeiten erlebt zu haben. Die jüngsten Entwicklungen in vielen Staaten weisen auf einen Abbau von Rechtsstaatlichkeit, Grundrechten und Demokratie hin.
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