Salzburger Vorlesung mit Ágnes Heller

Ágnes Heller (geb. 1929 in Budapest) überlebte als Kind jüdischer Eltern den nationalsozialistischen Terror in Ungarn, während viele ihrer engsten Verwandten Opfer der Judenverfolgung wurden. Sie studierte Philosophie und wurde Assistentin des marxistischen Philosophen Georg Lukács.

Zunächst Mitglied der kommunistischen Partei, nahm sie später eine kritische Haltung gegenüber dem Kommunismus in Ungarn ein. Nach jahrzehntelanger politischer Unterdrückung emigrierte Heller 1977 nach Australien, wo sie an der La Trobe Universität in Melbourne von 1978 bis 1983 eine Soziologie-Professur innehatte.

1986 wurde sie Hannah Arendts Nachfolgerin auf deren Lehrstuhl für Philosophie an der New School for Social Research in New York. Ágnes Heller publizierte zahlreiche Bücher, darunter: Der Affe auf dem Fahrrad. Eine Lebensgeschichte (1999), Paradoxe Freiheit. Eine geschichtsphilosophische Betrachtung (2001), Die Welt der Vorurteile (2014).

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