Selbstverständnis Netzwerk Fachdidaktik

Stellenwert und Aufgabe der Fachdidaktiken

Die Fachdidaktiken haben sich in den letzten Jahren international als eigenständige Lehr- und Forschungsdisziplinen etabliert.  Als Wissenschaften vom fachspezifischen Lernen und Lehren in schulischen, außerschulischen und universitären Bildungsprozessen befassen sie sich mit dem großen Feld der Erstellung und Konzeption, der Auswahl, Legitimation und Rekonstruktion von Lerninhalten und der fachspezifischen Analyse von schulischem Unterricht und hochschulischer Lehre. Zu ihren Aufgaben zählen nicht nur die Analyse der Voraussetzungen  der Lehrenden und Lernenden und die Untersuchung der Strukturierung von fachlichen Bildungsprozessen, sondern auch die Evaluation und Intervention, d.h. Weiterentwicklung von Unterricht und Lehre im Kontext unterschiedlichster Lernumgebungen.

 

Interdisziplinäre Ausrichtung der Fachdidaktiken

Aufgrund der Vielfalt der Fächer und Fragestellungen haben sich  ̶  im Dialog mit Fachwissenschaften und Bildungswissenschaften  ̶  verschiedene Formate fachdidaktischer Forschung ausdifferenziert. Vereinfacht lassen sich fachdidaktische Entwicklungs- und Wirksamkeitsforschung unterscheiden.

Die Perspektive der Bildungswissenschaften ist auf die Lernenden, ihre persönlichen Potentiale und Umwelten gerichtet, der Blick der Fachwissenschaften kommt aus der Struktur des Wissens und der Logik des Erkenntnisprozesses, die Fachdidaktiken sehen den Inhalt aus der Sicht gesellschaftlicher Ansprüche sowie der Lernenden und ihrer Strukturen des Verstehens. Alle drei Zugänge treffen sich dort, wo man begreifen möchte, wie Wissen entsteht und Kompetenzen erworben werden.

 

Fachdidaktiken an der Universität Salzburg

Die Fachdidaktiken der Naturwissenschaften haben bereits eine lange Tradition an der Universität Salzburg. Insgesamt haben die Fachdidaktiken aller lehramtsführenden Fachdisziplinen an der Universität Salzburg in den letzten 10 Jahren eine kontinuierliche Aufwertung erfahren, was sich auch an der Zahl von Qualifizierungsstellen, der akademischen Nachwuchsförderung und entsprechenden Unterstützungsstrukturen in Netzwerken und Promotionskollegs zeigt, die von der School of Education entwickelt wurden. Auch im Curriculum des ab WS 2016 startenden Studiums für das Lehramt der gesamten Sekundarstufe ist eine deutliche quantitative und qualitative Erhöhung der fachdidaktischen Anforderungen an zukünftige Lehrpersonen sichtbar.

Unterricht, Schule und Lehrer/innen/bildung werden als komplexes Handlungsfeld beforscht, als dynamisches Geschehen weiterentwickelt und als Gesamtkunstwerk gestaltet.

Alte Dualismen von Fach(didaktik) und allgemeiner Pädagogik werden dabei zu Gunsten zukunftsgerichteter, komplementärer und interdisziplinärer Verbindungen zwischen Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaften und pädagogischer Praxis zurückgelassen.

 

Das Netzwerk Fachdidaktik

Die wichtige Position der Fachdidaktiken an der Universität Salzburg wurde außerdem durch die Etablierung eines fachdidaktischen Netzwerkes im Jahr 2015 bekräftigt, das  den fachdidaktischen Dialog zwischen den einzelnen Fachbereichen intensiviert und interdisziplinäre Forschungskooperationen vorantreibt.

Das Netzwerk Fachdidaktik versteht sich als Informations-, Austausch-, Unterstützungs- und Kooperationsplattform und arbeitet auch mit den Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktikern der Partnerinstitutionen Pädagogische Hochschule Salzburg, Universität Mozarteum und KPH Edith Stein am Standort Salzburg zusammen.

 

Die Aktivitäten umspannen Austausch, Beratung, Qualitätssicherung und Forschung und sind gegenwärtig gerichtet auf:

  • Kollegiale Vortragstätigkeit im Netzwerk
  • Externe Gastvorträge im Netzwerk zu unseren Schwerpunktthemen
  • Methodenworkshops
  • Beratung für Nachwuchskräfte / Zusammenarbeit im Promotionskolleg
  • Gemeinsame Publikationen
  • Gemeinsame Unterrichtsforschungs- und Schulentwicklungsprojekte
  • Qualitätsmanagement für die gemeinsame Umsetzung der Curricula im Lehramt
  • Gemeinsame Stärkung der Fachdidaktiken in den Organisationsstrukturen, innerhalb der School of Education, der PLUS und der Partnereinrichtungen am Standort

 

 

Ulrike Greiner

Günter Maresch

Michaela Rückl

 

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    Noch nie waren in Österreich so viele forensische Patient*innen untergebracht wie zum Stichtag 1. Oktober 2020. Eine Entlastung des Maßnahmenvollzugs, also die Behandlung geistig höhergradig abnormer Rechtsbrechender, ist dringend erforderlich und unumgänglich.
    In der sozialpädagogischen Praxis sehen sich Mitarbeiter*innen (Akteur*innen) mit vielerlei Herausforderungen in komplexen, offenen sozialen Problemsituationen konfrontiert, denen es „fachlich“ und „qualitätsvoll“ zu begegnen gilt.
    DO 9.30-SA 13h // Was haben Homer, Francisco de Goya und Maria Theresia von Paradis gemeinsam? Sie sind ein Dichter, ein Maler und eine Musikerin, deren Werke kaum losgelöst vom Gebrechen des/der Künstler*in rezipiert wird. Vorstellungen, die sich um die Gebrechen von Kunstschaffenden gruppieren, stehen im Fokus dieser Tagung. // https://w-k.sbg.ac.at/figurationen-des-uebergangs/
    Das Chinazentrum veranstaltet zu diesem Thema ein Online-Symposion am 12. und 13. November 2020. Menschen mit sichtbarer asiatischer Herkunft sind in Europa und den USA – vor allem seit COVID19 – verstärkter Diskriminierung ausgesetzt. Doch was steckt hinter dieser Angst und wie kann diese Form des Rassismus wirkungsvoll bekämpft werden?
    Die Digitalisierung hat zu einer enormen Verbreitung verschiedener Formen mobilen Arbeitens geführt. Corona hat hier einen zusätzlichen Schub gebracht und Homeoffice in Bereichen und für Tätigkeiten eingeführt, die vorher kaum vorstellbar waren.
    Die virtuelle internationale Tagung „Die Medialität des Briefes – diplomatische Korrespondenz im Kontext frühneuzeitlicher Briefkultur” findet am 29./30./31. Oktober mittels Webex statt.
    Im Rahmen eines sechsjährigen Laserscan-Monitorings in den Hohen Tauern haben Geowissenschaftler aus Österreich, Deutschland und der Schweiz (GEORESEARCH, Universität Salzburg, TU München, Universität Bonn, Universität Lausanne) den Zusammenhang zwischen aktuellem Gletscherrückgang und Steinschlagaktivität untersucht.
    Der Fachbereich Slawistik lädt zusammen mit dem Kulturzentrum DAS KINO und dem Russlandzentrum zur fünften Kinoreihe mit ost- und mittelosteuropäischen Filmen ein. Im Rahmen des Filmklubs „Slawistyka, Slavistika, Cлавистика“ werden preisgekrönte aktuelle polnische, russische und tschechische Filme mit gesellschaftlicher und politischer Thematik gezeigt.
    Bis zum 31. Oktober ist die Bewerbung auf zwei Dissertationspreise (dotiert mit jeweils 2.000 Euro) möglich:
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