Eva-Maria Kubin

Fachbereich Anglistik und Amerikanistik
Hauptbetreuerin Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner
Nebenbetreuer Thierry Bruehl
Beginn Wintersemester 2010/11
Kontakt Eva-Maria.Kubin2@sbg.ac.at
Thema der Dissertation In Between Madness, Dreams and Wonder: The Fantastic in Contemporary Drama of the British Isles

Abstract

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit den Verwendungsweisen und Funktionen fantastischer Strategien auf der zeitgenössischen Bühne Großbritanniens. Die Ausgangsthese ist, dass die Verwendung von Fantastik nicht im Widerspruch zur Vorherrschaft realistischen Dramas auf Großbritanniens Bühnen steht, sondern vielmehr eine ganzheitlichere Präsentation der menschlichen Erfahrung mit ihren Ambiguitäten versucht. Untersucht wird auch das subversive Potential fantastischer Strategien jenseits von Fantasy. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf transmedialen Prozessen wie der szenischen Umsetzung von im Text beschriebenen oder auch nur angedeuteten fantastischen Mitteln sowie zusätzlichen fantastischen Ebenen, die erst durch die Produktion auf der Bühne entstehen. Die Untersuchung des Fantastischen findet auf verschiedenen Ebenen statt, darunter Handlung, Personen, Themen, Struktur, Dialog und Kulisse. Besondere Aufmerksamkeit wird hierbei auch auditiven und visuellen Strategien geschenkt.
Weder ein Überblick über die Verwendung fantastischer Strategien im zeitgenössischen Theater, noch eine allgemeine Theorie über Fantastik und/im Theater existieren zurzeit. Das Fantastikverständnis, das dieser Dissertation zugrunde liegt, baut auf einer Theorie der Fantastik als ein spezieller Modus, und nicht als eigene Gattung, auf; 'Fantastik' wird somit als abgegrenzt von 'Fantasy' verstanden. Unerwartete und oft auch unheimliche Ereignisse dringen in eine grundsätzlich mimetische dramatische Realität ein, was ein Zögern und Wundern (siehe z.B. Hume; Manlove; Todorov) zur Folge hat. Für die Dauer dieses Zustandes der Unsicherheit in Bezug auf Ursache und Bedeutung der ungewöhnlichen Ereignisse herrscht die Fantastik; sobald Ursache und Bedeutung klar zuordenbar sind, ist der fantastische Modus beendet. Dies trifft nicht nur auf Ereignisse, sondern auch auf andere Phänomene und Elemente wie z.B. dramatische Figuren zu.
Der Untersuchungsgegenstand dieses Dissertationsprojektes kreuzt viele der Forschungsachsen der ARGE Kulturelle Dynamiken. Fragestellungen rund um Erinnerungsprozesse und die Repräsentation von Erinnerung sowie die Wahrnehmung und emotionale Bedeutung von Ort und Raum durchlaufen die ausgewählten Theaterstücke, die dieser Dissertation zugrunde liegen, und werden mit fantastischen Strategien bearbeitet (Memorialisierung; Delokalisierung). Durch den Fokus auf die Umsetzung des dramatischen Textes auf der Bühne (bzw. unterschiedlichen Bühnen) gibt es natürlich viele Anknüpfungspunkte an die Achsen Theatralisierung, (Trans-)Medialisierung und Visualisierung. Auch Hybridisierung ist sowohl in Gattungsfragen als auch in der abstrakteren Vermischung verschiedener Wahrnehmungs- und Realitätsebenen, die in den Stücken durchgedacht werden, von großem Interesse.
 

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