Elisabeth Skardarasy

Fachbereich Germanistik
Hauptbetreuerin Univ.-Prof. Dr. Herwig Gottwald
Nebenbetreuer tba
Beginn Wintersemester 2014/15
Kontakt Elisabeth.Skardarasy@stud.sbg.ac.at
Thema der Dissertation Formen intellektueller und künstlerischer Aneignung bei Elias Canetti. Untersuchungen zu seiner Konzeption von 'Macht'

Abstract

Die projektierte Dissertation mit dem Arbeitstitel Formen intellektueller und künstlerischer Aneignung bei Elias Canetti. Untersuchungen zu seiner Konzeption von 'Macht' hat das Ziel, bei Fokussierung auf einen zentralen Begriff aus Canettis OEuvre – den der 'Macht'; – eine Untersuchung seiner Texte unter Berücksichtigung ihrer komplexen Quellenlage zu liefern. Dabei werden die Werke auch im Hinblick auf ihre Positionierung im Spannungsfeld zwischen den wissenschaftlichen und künstlerischen Disziplinen betrachtet.
Der Nobelpreisträger für Literatur von 1981 gilt zwar gemeinhin als Dichter, er behandelt in seinen Arbeiten jedoch häufig Themen, die eher als Untersuchungsobjekte der Wissenschaften gelten denn als Sujets literarischer Texte. Der Autor scheint sich hinsichtlich seines eigenen Schaffens stets zwischen einzelnen Wissenschaften (Philosophie, Geschichtswissenschaft, Soziologie, Anthropologie, Ethnologie oder auch Theologie) und der Kunst – in diesem Fall der Dichtkunst – zu bewegen, wobei die Übergänge zwischen Kunst und Wissenschaft changieren. Elias Canetti hat sich innerhalb seines langen Schriftstellerlebens nicht nur mit völlig unterschiedlichen Themenkomplexen beschäftigt, er hat diese Auseinandersetzungen auch anhand verschiedener literarischer Formen und Gattungen vorgenommen. Es existieren drei Dramen, ein Roman, mehrere autobiographische Schriften, Essays und Aphorismen sowie zahlreiche Texte, die kaum in herkömmliche Gattungskategorien eingeordnet werden können. Durch die Vielschichtigkeit der Canetti’schen Texte ist daher auch zu erklären, warum dieser Autor noch heute sowohl in den Wissenschaften als auch in den Künsten rezipiert wird, was vielfältige Untersuchungen im Forschungsbereich der Theatralisierung ermöglicht. Verstärkt wird dies noch durch die Aktualität der Canetti'schen Schlüsselthemen 'Masse' und 'Macht', die durch die momentane weltpolitische Lage nicht nur von politscher, sondern auch von gesellschaftlicher, ökonomischer und natürlich auch kultureller Brisanz sind.
Grundsätzlich soll in der Dissertation folgende Problematik bearbeitet werden: Bei Elias Canettis Werken handelt es sich um unterschiedliche Formen der literarischen Auseinandersetzung mit den zahlreichen Ausprägungen von 'Macht'. Canetti geht davon aus, dass sämtliche Bereiche des menschlichen Lebens und der Kultur durch Machtstrukturen geprägt sind. In dieser Machtfixierung sieht er gleichzeitig auch die Basis zahlreicher negativer Umstände und Entwicklungen in den menschlichen Gesellschaften begründet. Deshalb setzt sich der Autor mit unterschiedlichen Ausprägungen von 'Macht' – wie etwa der biologischen Macht, der sozialen Macht, der institutionellen Macht, der Macht durch Herrschaftsstrukturen oder auch der Macht von Autoritäten im Allgemeinen – auseinander. Dabei ist er bestrebt, über verschiedene wissenschaftliche Disziplinen, aber auch über die Künste, vor allem natürlich über die Literatur, einen Zugang zu dieser Problematik zu finden. In der Arbeit soll gezeigt werden, wie sich Canetti mit vielen unterschiedlichen Quellen (aus Wissenschaft, Literatur, bildender Kunst, etc.) auseinandersetzt, wie er diese Formen der intellektuellen und künstlerischen Aneignung für seine eigenen Werke fruchtbar macht und dabei im Rahmen seiner Entwicklung als Autor zu einer eigenständigen Machtkonzeption findet. Interessant erscheinen dabei auch die hierfür relevanten Themenfelder und Strategien der Memoralisierung. So spielen etwa Erinnerungskulturen und Gedächtnisdiskurse eine zentrale Rolle. Des Weiteren ist bei einer Auseinandersetzung mit Elias Canetti die Rezeptionsästhetik von zentraler Bedeutung. In seinen Werken erfolgt grundsätzlich eine weitgehend ahistorische Gleichbehandlung der Quellen. So stehen antike Philosophen neben zeitgenössischen Wissenschaftlern und Literaten. In Bezug auf die Aneignung dieser Lektüren bleibt Canetti selbst aber letztlich der literarischen Form der Darstellung treu und versucht auf diese Weise, des Phänomens 'Macht' habhaft zu werden.

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    Johann Scheutz und Stephan Elspass, beide Germanisten, referieren am MO 25.11. in der Panoramabar in Lehen darüber, wie sich die gesprochene und geschriebene Sprache in Österreich verändern.
    Am DO 21.11.19 präsentiert Manfred Mittermayer, Leiter des Literaturarchivs an der Universität Salzburg, das Buch "Franz Michael Felder: Aus meinem Leben". Dazu gibt es eine Lesung von Schauspieler Werner Friedl.
    Die SchülerUNI "Hormone & Gehirn: Wie arbeiten sie zusammen?" stieß auf großes Interesse. Das Team rund um DDr. Belinda Pletzer vom Centre for Cognitive Neuroscience (CCNS) gab Einblick in den Forschungsalltag.
    Margit Reiter, seit WS 2019 neue Professorin für Europäische Zeitgeschichte am Fachbereich Geschichte präsentiert am 20. November ihr neues Buch "Die Ehemaligen" im HS 381, GesWi, Rudolfskai 42.
    Die VERNISSAGE zur Ausstellung findet am MI 20.11.19, 18.30 Uhr, im enter: Raum für Kunst im KunstQuartier, Bergstr. 12a, sttt. AUSSTELLUNGSDAUER: 21. November 2019 - 31. Jänner 2020.
    Vortragende: Frau Prof.in Qiong Zhang - Zeit: Mittwoch, 20. November 2019, 18.00 Uhr - Ort: Bibliotheksaula, Universitätsbibliothek, Hofstallgasse 2-4, 5020 Salzburg.
    Die jährlich stattfindende interdisziplinäre Fachtagung des Wissensnetzwerks Recht, Wirtschaft und Arbeitswelt findet dieses Jahr am Donnerstag, 21.11.2019, zum Thema "Die Arbeit ist immer und überall - Mobiles Arbeiten und seine Folgen" auf der Edmundsburg statt.
    DONNERSTAG, 21.11.: VORTRÄGE (8.30-19.00h) bei Wissenschaft & Kunst, Bergstr. 12a, KunstQuartier, Atelier 1.OG // FREITAG, 22.11.: EXKURSION (8.30-16.00h) Gedenkstätte Konzentrationslager Ebensee, Gedenkstätte Mauthausen. Abfahrt: 8.30 Uhr Unipark Nonntal, Erzabt-Klotz-Straße 1
    Der FB KoWi lädt Sie sehr herzlich zum Gastvortrag zum Thema How News Use is Changing Across the World - Vortrag von Dr. Richard Fletcher – Reuters Institute, University of Oxford .
    Im Rahmen der Vortragsreihe Geschichte im Gespräch sowie der Vorlesung "Grundlagen der Mittelalterlichen Geschichte (Christina Antenhofer)" hält Thorsten Hiltmann (Münster) am 26. November 2019 um 09 Uhr im HS 380 einen Vortrag zum Thema Mittelalterliche Heraldik zwischen Kulturgeschichte und neuen digitalen Methoden
    Der Fachbereich Slawistik möchte Sie zusammen mit dem Kulturzentrum DAS KINO sehr herzlich zum vierten Teil unserer erfolgreichen Kinoreihe der ost- und mittelosteuropäischen Filme einladen. Im Rahmen des Filmklubs „Slawistyka, Slavistika, Cлавистика“ werden preisgekrönte aktuelle polnische, russische und tschechische Filme mit gesellschaftlicher und politischer Thematik gezeigt.
    28. bis 30. November 2019 - Unipark Nonntal, Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg, Abteilung Musik- und Tanzwissenschaft, Tanzstudio, Raum 2.105, 2. OG
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    Am MO 2.12. findet im Unipark Nonntal ein Empfang anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit (IMAREAL) statt. Die Begrüßungsworte spricht Rektor der Universität Salzburg Prof. Dr. Dr. h.c. Hendrik Lehnert.
    Der Fachbereich Linguistik lädt alle Interessierten ein zur Teilnahme an der 45. Österreichische Linguistiktagung. Die Veranstaltung findet am 6. und 7.12.19 im Unipark Nonntal statt. Die Frist zur Registrierung zu den regulären Teilnahmegebühren in Höhe von 40 bzw. 15 Euro (für Studierende und taube TeilnehmerInnen) wurde bis zum 07.11.2019 verlängert.
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  • 20.11.19 Vortrag im Rahmen der Agorá: „A New World with a Spin: Discourses on the Globe in Early Modern China“
    20.11.19 Die Collage als Schnittstelle disparater Ebenen Teil II
    21.11.19 Massen sterben – landschaftliche, architektonische und materielle Erinnerungen an zwei Weltkriege. Wege des Erinnerns in europäischer Perspektive
    21.11.19 Interdisziplinäre Tagung "Die Arbeit ist immer und überall ... - mobiles Arbeiten und seine Folgen"
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    21.11.19 How News Use is Changing Across the World
    22.11.19 Exkursion: Massen sterben – landschaftliche, architektonische und materielle Erinnerungen an zwei Weltkriege. Wege des Erinnerns in europäischer Perspektive
    25.11.19 Klever Dance Company beim Dialoge Festival: Tanztheater im Dialog mit der Gesellschaft
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