Sarah Franziska Tran-Huu

Dipl. Psy. Sarah Franziska Tran-Huu © privat 

Hauptbetreuerin Univ.-Prof. Dr. Anne Koch
Nebenbetreuer Prof. Dr. Sebastian Murken (Marburg)
Start 2016
Kontakt sarah-franziska(at)tran-huu.de
Thema der
Dissertation
Die Konversion zu neureligiösen Bewegungen: Identitätsbildung und Motive. Eine religionspsychologische Studie der Terra Sagrada.

Abstract

Wie konstruieren Menschen, die zur neureligiösen Gruppe der Terra Sagrada konvertieren, ihre Identität und integrieren die neue religiöse Überzeugung kohärent in ihr Selbst sowie in ihr bisheriges Leben? Grundlegend zur Beantwortung ist das Konzept der narrativen Identität (Keupp et al., 1999; Kraus, 2004), bei dem Menschen im Erzählen ihrer Lebensgeschichte ihre Identität konstruieren und dabei bekannten Narrativen folgen. Bei der Terra Sagrada, die seit 2006 in Deutschland, Österreich und der Schweiz ansässig ist, sind die Einbeziehung des Selbst und Identitätsarbeit zentral und Voraussetzung für den Einweihungsprozess sowie die erfolgreiche Initiation. Die Arbeit untersucht, wie die ideologische, spirituelle und soziale Umgebung und Praktiken der religiösen Gruppe die Identitätsbildung beeinflussen. Dafür werden Ritualtheorie und Religionsästhetik mit dem zentralen Konzept eines Körperwissens hinzugezogen, um die Wirksamkeit und genauere Prozesse der Rituale und Praktiken der Terra Sagrada zu untersuchen. Die zweite Fragestellung erforscht die Motive der Konversion gemäß des Kult-Bedürfnis-Passungsmodells, das von einem Fit zwischen der Persönlichkeitsstruktur sowie dem Angebot der neureligiösen Bewegung ausgeht. Diese Passung ist relevant, da sie die Art und Weise des ersten Kontakts, Qualität und Entwicklung der Mitgliedschaft sowie mögliche Konflikte und Ressourcen der Konversion beeinflusst (Murken & Namini, 2004). Zentrale Cluster der eingesetzten episodischen Interviews sind die bisherige biographische Entwicklung, der Prozess der Konversion sowie die aktuelle Lebenssituation.
Die Dissertation leistet einen Beitrag in der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion um die Konversion zu neureligiösen Bewegungen und beleuchtet die psychologische und ästhetische Dynamiken in der Rezeption anderskultureller Traditionen in westlichen Gesellschaften.  

Key Words:
Neureligiöse Bewegungen, Identität, religiöse Identitätsbildung, Konversion, Kult-Bedürfnis-Passung, Religionspsychologie, Neue Spiritualität, Rituale und Praktiken, Ritualtheorie.

Lebenslauf

Hauptforschungsbereiche

Religionspsychologische Ansätze und Forschungsmethodik Psychologie zeitgenössischer religiöser und spiritueller Erscheinungsformen Interkulturalität & interkulturelle Kommunikation  

Ausbildung

2016-19 Mitglied der Doctorate School Plus „On the Move. People, Objects, Signs“ (Universität Salzburg)
2016 Beginn des Promotionsstudiums an der Universität München, BetreuerInnen: Prof. Anne Koch, Salzburg, Prof. Sebastian Murken, Marburg/Trier (Arbeitstitel:  Die Konversion zu neureligiösen Bewegungen: Identität und Motive. Eine religionspsychologische Studie der Terra Sagrada) 2012-2014 Studium im Master Religionswissenschaft, Universität Wien
2012-2014 European Diploma of Advanced Study of Psychology of Religion, Universität Wien. Titel der Abschlussarbeit: Die Beziehung von Jugendlichen zu Pfarrern in christlichen Gemeinden - John Bowlbys Bindungstheorie als theoretischer Rahmen. (Betreuer: Dr. Herman Westerink)
2006-2012 Studium der Diplom-Psychologie, Universität Mannheim Nebenfach: Soziologie, Zusatzfach: Philosophie. Titel der Diplomarbeit: Interindividuelle Unterschiede im Fähigkeitsselbstkonzept von Vorschulkindern - Determinanten der Veridikalität. (Betreuer: Prof. Dr. Oliver Dickhäuser)

Veröffentlichungen (Peer-review)

Die Wahrnehmung von und Beziehung zu Geistlichen in evangelischen und römischkatholischen Gemeinden: Ein empirischer Vergleich auf Grundlage der Bindungstheorie nach John Bowlby In: Zeitschrift für junge Religionswissenschaft  9 (2014). http://www.zjr-online.net/ix2014/zjr201412_tichy.pdf.

"Von einem Extrem ins andere". Eine ehemalige Zeugin Jehovas entdeckt sich selbst. Eine religionspsychologische Studie der Identitätskonstruktion im Zuge einer religiösen Konversion., in: F. Gmainer-Pranzl, B. Mackinger (eds.), Identitäten. Zumutungen für Gesellschaft und Wissenschaft (SID 8), Frankfurt, erscheint in Kürze.

Die Faszination alternativer Heilsangebote und spiritueller Selbsterfahrungspraktiken – Eine psychologische Studie der neureligiösen Gruppierung Terra Sagrada. In: Psychologie & Gesellschaftskritik. „Spiritualität“, Erlangen, erscheint 2018.

Koch, Anne, Sarah F. Tran-Huu, Geister und inneres Team. Allianzen zwischen religiöser und sozialpädagogisch-therapeutischer Sozialisation. In: M. Oberlechner, F. Gmainer-Pranzl, A. Koch (eds.) Religion bildet. Diversität, Pluralität, Säkularität in der Wissensgesellschaft (Medienpädagogik | Media Education Bd. 6), Baden-Baden: Nomos, erscheint Herbst 2018.

 

 

  • News
    Markus Ellmer BSc MSc, Universitätsassistent im Bereich Human Resource Management, wurde in Mailand im Rahmen der Internationalen E-HRM Conference für sein gemeinsam mit Astrid Reichel verfasstes Paper "An affordance approach to eHRM-based employee voice", mit dem Best PhD Paper Award ausgezeichnet.
    Bereits zum 6. Mal wurde am 3. Dezember in Salzburg der AK Wissenschaftspreis verliehen. Ausgezeichnet in der Kategorie "Wirtschaft und Recht" wurde Thomas Kukla, LLM oec. mit seiner Masterarbeit zum Thema "HR-Analytics im betriebswirtschaftlichen und datenschutzrechtlichen Kontext unter besonderer Berücksichtigung der Datenschutz-Grundverordnung " (Hauptbetreuerin: Prof. Dr. Astrid Reichel, Nebenbetreuer: Markus Ellmer MSc).
    Univ.-Prof. Dr. Nicola Hüsing wurde für ihre bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet und für die EURASC nominiert.
    Dr. Lorenz Aglas, senior scientist der Arbeitsgruppe Ferreira im Fachbereich Biowissenschaften, ist Gewinner des AK-Wissenschaftspreises der Arbeiterkammer Salzburg.
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    INTERNATIONALE TAGUNG // Mi 23.1., 18.30h LESUNG Kathrin Röggla (Berlin): "Revision", Moderation: Bettina Hering (Leitung Schauspiel, Salzburger Festspiele) // Do 24.1., 18.30h W&K-FORUM: PODIUMSDISKUSSION mit Ulrike Hatzer, Hans-Werner Kroesinger, Kathrin Röggla und Christine Umpfenbach. Moderation: Christoph Lepschy // Fr 25.1. 19.00h THEATER "Röggla hat Angst. Ein Trimm-dich-Pfad für Angsthasen". Theater im KunstQuartier, Paris-Lodron-Straße 2a // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik
    Am Donnerstag, 24. Jänner 2019 geht ab 19.00 Uhr in Kooperation mit der ÖH Salzburg in der Hauptbibliothek bereits die achte Nachtschicht@UBS über die Bühne.
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    Do 24.1., 18.30h PODIUMSDISKUSSION mit Ulrike Hatzer (Regisseurin / Mozarteum), Hans-Werner Kroesinger (Regisseur), Kathrin Röggla (Autorin) und Christine Umpfenbach (Regisseurin). Moderation: Christoph Lepschy (Mozarteum) // Theater im KunstQuartier, Paris-Lodron-Str. 2a // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
    Ein Szenenstudium nach Texten von Kathrin Röggla / 19 Uhr Theater im KunstQuartier | Paris-Lodron-Straße 2a | 5020 Salzburg // Eintritt frei, Zählkarten unter: +43 662 6198-3121 (Mo-Fr, 9-12h), schauspiel@moz.ac.at // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
    Die Schriftstellerin Cécile Balavoine verbrachte ein Erasmusjahr an der Universität Salzburg. Ihre Begeisterung für die Stadt Salzburg und die Musik Mozarts ist auf jeder Seite ihres ersten Romans MAESTRO spürbar.
    Einladung zur Tagung NEUERE ENTWICKLUNGEN IM EUROPÄISCHEN ASYLRECHT
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