Univ. Prof. Dr. Thomas Schirren

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Univ. Prof. Dr. Thomas Schirren Bereichsleiter Gräzistik, Klassische Rhetorik
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thomas.schirren@sbg.ac.at

Lehrveranstaltungen im Winter 2016/17

Den Schwerpunkt des Studienjahres 2016/17 bilden die Lehrveranstaltungen zur antiken Rhetorik; da ich in den vergangenen Jahren einige Arbeiten zu den attischen Rednern verfasst habe, möchte ich nun in meinen Lehrveranstaltungen diese Forschungen fortsetzen bzw. zum Gegenstand der Lehre machen. In der VO Geschichte der griechischen Literatur sollen die Grundlagen der griechischen Literatur, wie sie in der vorklassischen und klassischen Epoche gelegt worden sind, in Umrissen und an Beispielen vorgestellt und mit Blick auf deren Rezeption in der späteren Gräzität, aber auch in der europäischen Literatur erörtert werden.

Im Konversatorium Isokrates, Antidosis soll ein zentraler Text nicht nur der griechischen Literatur, sondern insbesondere der Rhetoriktheorie behandelt werden, in welchem der Bildungsgedanke (παιδεία) im Horizont der Philosophie und der Sophistik entfaltet wird.

Die Fortsetzung der Erarbeitung einer sprachlichen Kompetenz des Griechischen wird in Griechische Komposition I angeboten. Hier stehen die Memorabilien Buch IV von Xenophon im Zentrum. Durch die Erstellung einer Phraseologie und grammatische Arbeit am Text soll die Fähigkeit, griechische Text selbständig zu verfassen angeleitet werden. Die Erfahrung zeigt, dass diese Kompetenz für eigene Lektüreerfahrungen und Interpretation von Texten grundlegend ist.

Aktuelles

Meine Forschungsvorhaben sind derzeit einerseits von der Rhetorik bestimmt, andererseits vom Drama, das ich hier in Salzburg in Verbindung mit dem Thomas-Bernhard-Insitut der Universität Mozarteum gerade von seiner theaterpraktischen Seite kennenlerne. Jüngste Veröffentlichungen verteilen sich thematisch wie folgt:

Rhetorikforschungen

  • »Wie die alten Rhetoriker übereinander dachten, schrieben und redeten«, in: Joachim Knape – Olaf Kramer – Thomas Schirren (Hrsg.), Rhetorik. Bildung – Ausbildung – Weiterbildung, Neue Rhetorik. Bd. 13, Berlin 2012, 31–52.
  • Herrschaft durch Sprache. Politische Reden. Reclam UB Nr. 15070, Stuttgart 2014.
  • Parabel (Gleichnis), in: Reallexikon für Antike und Christentum, 26 (2014) 932–968 .
  • Erkenne den Feind! Strategien der politischen Verunsicherung bei Sallust« [im Druck, erscheint 2015 in Rhetorica].
  •  N. Koch – Th. Schirren (Hrsg.), Hypsos. Ideengeschichte des Erhabenen. Akten des Kongresses im April 2011, Universität Salzburg, Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst. [in Vorbereitung]
  • Textrhetorik, in: R. Zymner, Literarische Rhetorik (Handbücher Rhetorik, 5, hg. von Gert Ueding u.a.), Berlin 2015, 399–432.
  • Quintilian in 18th-21st Century Europe, in: Marc van der Pool, James Murphy, The Oxford  Handbook of Quintilian [in Redaktion].
  • Die Begründung der politischen Rhetorik bei den Griechen, in: Armin Burkhardt, Politische Rhetorik (Handbücher zur Rhetorik, hg. von Gert Ueding et al.) [im Druck]
  • Wieviel Philosophie braucht der Redner?Zur Bedeutung der Philosophie in der Institutio oratoria des Quintilian, in: Gernot Müller, Philosophie in Rom, Akten des Symposiums Eichstätt, 19.–22.2.2013 [im Druck].
  • Lysias Ethographos, in: Handbücher zur Rhetorik 1, Handbuch Antike Rhetorik, hg. von M. Erler und Chr. Tornau [in der Redaktion, erscheint 2017].

Drama

  • »›Die Götter sind sterblich‹«, in: J. Knape, Olaf Kramer, J. Kuschel, Dietmar Till (Hg.): Walter Jens, Redner – Schriftsteller – Übersetzer, Tübingen (2014) 73–102.
  • »›Der Einzige und sein Eigentum‹: Philoktet im Spannungsfeld auto- und heteronomer Strukturen«, in: Chr. Kunze, Menschenbilder - Menschenrechte Antike Vorbilder Und Neuzeitliche Normen, Internationales Kolloquium des Zentrums für Klassikstudien der Universität Regensburg, 19.–21. Januar 2012 [in der Redaktion].
  • Rezension von Pierre Judet de la Combe Les tragédies grecques sont-elles tragiques?, in: Gnomon 88,8 (2016) 684–688.

Die Beschäftigung mit der Philosophie, insbesondere der Vorsokratiker, hat allerdings auch nicht aufgehört:

Frühgriechische Philosophie

Dabei konnte ich am 15. April 2016 auch den Bogen zum Schulfach Griechisch schlagen, als die 7. Klasse des Akademischen Gymnasiums Salzburg (Dr. Steinbichler) einen 4-stündigen Workshop zu Texten der Vorsokratiker absolvierte, der von Studierenden und der Dissertantin Stefanie Schmerbauch unterstützt wurde:

Barrierefreiheit: Kurzbeschreibung des Bildes

 

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Den Faden der Philosophenbiographie konnte ich wieder aufnehmen, als es galt die Viten der Vorsokratiker zu verfassen; außerdem habe ich gemeinsam mit Nadia Koch im November eine Tagung im universitären Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst  veranstaltet, nämlich zum Thema Künstlerbios: BioTop

Friedrich Schlegel

Eine für mich sehr bereichernde Erfahrung stellt die Beschäftigung mit den Notaten und Schriften des jungen Friedrich Schlegel dar. Folgenden Aufsätze koonnte ich im Februar 2012 an den Universitäten Niigata und Kyoto vorstellen und diskutieren:

  • »Die Entstehung der Romantik aus dem Geiste der Kritik: Schlegels Philosophie der Philologie als Beginn der Universalpoesie«, in: Society of the 19th Century Scholarship, Bd. 7 (2013) 61–80.
  • »Rhetorik und Romantik. Schlegels Philosophie der Prosa in den frühen Notaten«, in: Neue Beiträge zur Germanistik, Bd. 11, 1. Internationale Ausgabe von Doitsu Bungaku (2012) 18–37.

 

(Gemeinsam mit Armin Erlinghagen) Edition und Kommentierung der frühen Notate zu den Altertumswissenschaftlichen Studien (Studien des Altertums und Geschichte der Poesie der Griechen und Römer) des jungen Schlegel in KFSA 15.3.

Varia

  • Zukunft ist Herkunft. Antiquarismus als ästhetisches Programm bei Dionysios von Halikarnassos, erscheint in: Gernot Müller et al. (Hg.), Dialoge mit der Antike.
  • Antiquarianismus, in: Zeitschrift für Ideengeschichte X/1 (2016) 41–51
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    Gemeinsam mit 400 Alumni verbrachten Rektor Heinrich Schmidinger, der künftige Rektor Hendrik Lehnert, die vier Dekane und der Senatsvorsitzende einen Sommerabend auf der „schönsten Terrasse Salzburgs“ im Restaurant M32 am Mönchsberg.
    Mit gebündelter Unterstützung des Chinazentrums und des Kinderbüros der Universität Salzburg wurden bereits letzte Woche Vorbereitungen getroffen: Gastprofessorin Wei Li erklärt: „Wir übten chinesische Schriftzeichen: Anlassbedingt als erstes „Hallo“ und „Willkommen“ für ein Begrüßungsbanner.“
    Chemiker Raphael Berger vom Fachbereich für Chemie und Physik der Materialien hat auf der 18. Konferenz zur Gasphasenelektronenbeugung den gut dotierten internationalen Hermann Mark Preis für "Gas-Phase Electron Diffraction and Structural Chemistry" gewonnen.
    Das Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens (ZECO) der Universität Salzburg hielt vom 20. bis 27. Juni 2019 einen der größten internationalen Wissenschaftskongresse Kasachstans ab.
    Insgesamt 50 Personen von unterschiedlichen renommierten chinesischen Institutionen, die sich mit den Menschenrechten auseinandersetzen und unter der Leitung von Herrn Prof. Kaminski, Chinaexperte aus Wien, und Herrn LU Guangjin, Generalsekretär der China Society for Human Rights Studies in Peking besuchten am 20. Juni die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Salzburg.
    Die Anmeldung zu den Kursen der ditact_women´s IT summer studies ist in vollem Gange. Noch bis 08. Juli läuft die erste Anmeldefrist, danach wird die Restplatzbörse geöffnet.
    Der Botanische Garten lädt ein zu einer kostenlosen Führung! Treffpunkt: Eingang zum Botanischen Garten. Dauer: ca. zwei Stunden. Die Führung findet bei jedem Wetter statt. Botanischer Garten, Hellbrunnerstrasse 34.
    Die 7. Salzburg Summer School findet vom 02. bis 03. September 2019 statt. Es wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
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