Simone Schöndorfer

Fachbereich Kommunikationswissenschaft
Hauptbetreuer Ao.Univ.-Prof. Dr. Kurt Luger
Nebenbetreuer Univ.-Prof. Dr. Ralph Poole
Beginn WS 2013/2014
Kontakt Simone.Schoendorfer@stud.sbg.ac.at
Thema der Dissertation Information on and Prevention of Leprosy, Leprosy-affected Ulcers and Leprosy-affected Deformities/Disabilities through Folk Media. A Health Communication for Development Research Project in a North-Indian Leprosy-Colony

Abstract

Lepra zählt zu den ältesten Krankheiten der Menschheit, sie ist seit den frühen Zivilisationen Ägyptens, Chinas und Indiens bekannt. Vorrangig betrifft die bakterielle, chronische Infektion materiell Arme – ob einseitiger Ernährungsweise, mangelnder Hygiene und schwachem Immunsystem. 90 Prozent aller Menschen wehren den Erreger Mykobakterium Leprae ab, ohne sich dessen bewusst zu sein. Wenngleich ihre Diagnose, Behandlung und Heilung heute einfach sind, zeichnet Lepra die Alltage Betroffener: Zusätzlich zu physischen Beeinträchtigungen bedeuten sichtbare Symptome sozio-kulturelle Stigmatisierung, Diskriminierung und Marginalisierung.

Ziel der Dissertation ist das Planen, Implementieren und Analysieren eines sogenannten Health Communication for Development Research Projects. Unterstützt durch theoretische und empirische Forschung soll hierbei Gesundheitskommunikation zu Entwicklung führen. Theorien, Ansätze, Modelle und vergleichbare Projekte aus den Cultural Studies, der Development Communication und der Health Communication sowie die empirischen Erhebungsinstrumente Qualitatives Interview, Teilnehmende Beobachtung und Focus Group rahmen und begleiten das Projekt. Einsichten in und Ergebnisse aus Theorie und Empire werden schließlich zusammengetragen, vorrangig hinsichtlich ihrer Verwertbarkeit und ihres Nutzens für die Praxis.

Der angewandte (und auch empirische) Teil des Projekts fand statt in einer der größten indischen Lepra-Kolonien (Sunderpore-Raxaul/‚Little Flower’), von September bis Dezember 2015. Er zielt ab auf die Information über und die Prävention von einer Infektion mit Lepra, leprösen Wunden und leprösen Deformierungen/Behinderungen. Denn Lepra und ihre körperlichen Symptome können mit einfachen und kostengünstigen Methoden verhindert bzw. eingedämmt werden; was überwiegend fehlt, ist das entsprechende Wissen. Dahingehend gibt es zwei Zielgruppen: Dies sind einerseits Personen mit Risiko einer Infektion, also vor allem Kinder; sie wurden durch das erste Teilprojekt („School-Project“) erreicht. Dies sind andererseits Personen mit aktueller Infektion, früherer Infektion und/oder physischen Beeinträchtigungen, also vor allem 20- bis 70-jährige KoloniebewohnerInnen; sie wurden durch das zweite Teilprojekt („Hospital-Project“) erreicht. Die notwendige Information wurde zuerst interaktiv erarbeitet sowie dann spielerisch gefestigt und weitergegeben. Dies unterstützten diverse Folk Media (nämlich Storytelling, Streetdrama, Miniature- und Wallpainting), die in einer zunehmend digitalisierten und technisierten Welt kaum bedacht werden, die sozio-kulturell jedoch besonders integriert und akzeptiert sind, vor allem in indigenen und ländlichen Bevölkerungsgruppen. Durch sogenannte Bottom-Up-Strategien wurde die Verantwortung über besagte Teilprojekte schrittweise auf die Projektteilnehmenden übertragen. Im Idealfall führten Entwicklungsschritte der Projektteilnehmenden von Interesse, Partizipation, Empowerment und Selbstverantwortung zu langfristigen Prozessen kognitiver und verhaltensbezogener Veränderung, hinsichtlich (persönlicher) Gesundheit.

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