Fachbereich Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht

Profil

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs individueller und kollektiver Identitäten in einem zunehmend „glokalisierten“, teils nur noch virtuellen Raum, in dem Verunsicherung um sich greift, in deren Folge sich Individuen und Entitäten re-orientieren und re-definieren. Kennzeichen dieses Prozesses ist es, dass Grenzen aller Arten überwunden und in Reaktion darauf andernorts oder andersartig erneut errichtet werden. Ob es um Migrationsströme, Freihandelsabkommen oder technischen bzw technologischen Fortschritt geht: Die bisher fest stehenden Orientierungen haben ihre Funktion in der jüngeren Zeit weitestgehend verloren. Als Antwort darauf gibt es überall auf der Welt die Tendenz zum Rückzug: Ins Private, Nationale, Regionale und Lokale: Freihandelsabkommen werden gekündigt, Großbritannien tritt aus der EU aus und ausgehend von Deutschland werden Dienste der Daseinsvorsorge zunehmend re-kommunalisiert. Aber auch auf die digitale Revolution und die Migrationsbewegung wird mit dem Versuch der Regulierung durch Datenschutz, Biotechnik- und Fremdenrecht reagiert. Abschottung und Desintegration sind die Folge eines verzweifelten Versuches, eine in Gefahr geratende Identität zu wahren oder doch zurück erobern zu wollen.  

An dieser Entwicklung möchte der Fachbereich ansetzen und in den kommenden Jahren unter dem Titel  

„Räume und Identitäten“  

folgende Forschungsfelder verstärkt bearbeiten:  

  • Gesellschaftlicher Wandel, zB mit den Subthemen

·       Technologische Revolution und deren Folgen (insb Datenschutzrecht, Verankerung  der Verantwortlichkeit für int. Datentransfer)

·       Demographie (insb Migrationsrecht, Altersstruktur und Recht)

·       „Diversity“ und „Equality“ (insb Nichtdiskriminierung, Förderung, Integration … durch und im Recht)

  • Markt und Macht, zB mit den Subthemen

·       Wettbewerb und hoheitliche Lenkung (insb Vergabe-, Regulierungs- und Finanzmarktrecht, einschließlich neuer Organisations- und Handlungsformen der Wirtschaftssteuerung)

·       Staatliche und private Akteure: Eine Neuvermessung von Staatsorganisation und Gewaltenteilung?

·       Neue Welthandelsordnung und Europäische (Des-) Integration

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    Salzburg Summer School “European Private Law” Vom 2.-14. Juli 2018 fand an der Universität Salzburg die 19. Summer School „European Private Law“ unter der Leitung des Dekans der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Prof. DDr. DDr. h.c. Michael Rainer statt. Mehr als 40 Gastprofessoren und Gastsprecher vermittelten im Rahmen von Vorlesungen Grundkenntnisse in 30 verschiedenen Rechtssystemen, die in Workshops und Podiumsdiskussionen weiter vertieft wurden.
    Der Salzburger Biowissenschaftler Robert R. Junker wird für seine Arbeiten zur Biodiversität mit einer 1,2 Millionen dotierten START- Förderung ausgezeichnet. Ein Ziel von Junkers Projekt „Sequentielle Entstehung von Funktionaler Multidiversität“ ist es, ein umfassendes Verständnis für die Ökosystemprozesse zu erlangen, um so zukünftige Naturschutzmaßnahmen besser planen und ergreifen zu können.
    Die Salzburger Hochschulwochen finden unter dem Titel „ANGST?“ vom 30. Juli bis 5. August in der Großen Aula sowie in Hörsälen der Theologischen Fakultät statt.
    Ass. Prof. Dr. Susanne Auer-Mayer vom Fachbereich Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität Salzburg wurde von Bundespräsident Alexander van der Bellen mit dem Herbert Tumpel Preis für ihre Habilitationsschrift „Mitverantwortung in der Sozialversicherung“ gewürdigt. Der Preis wird im Rahmen des Theodor Körner Fonds vergeben.
    Tanja Angelovska und Dietmar Roehm (beide von der PLUS) sind als einzige österreichische Wissenschaftler als assoziierte Mitglieder des internationalen Forschungszentrums CARILSE (Centre for Applied Research and Innovation in Language Sciences and Education) an der University of Portsmouth nominiert worden.
    Im Jahr 2018 fördert die Europäische Kommission über alles Wissenschaftsdisziplinen hinweg 42 Masterstudiengänge im Programm Erasmus+. Fünf davon werden von österreichischen Universitäten koordiniert, gleich zwei von der Universität Salzburg: Digital Communication Leadership und Digital Earth
    Bundesminister Heinz Faßmann zeichnete kürzlich die Didaktik der Naturwissenschaften (Universität Salzburg - School of Education) für ihre hohe Qualität aus. Die Arbeitsgruppe erhielt wiederholt die Auszeichnung „Regional Educational Competence Center (RECC)“. Dabei wurde die Leistung in Biologie, Chemie, Geometrisches Zeichnen/Darstellende Geometrie, Informatik, Mathematik, Mediendidaktik und Physik honoriert.
    Die 6. Salzburg Summer School findet vom 3. bis 4. September 2018 statt. Zwei Tage lang wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
    Vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung. Eine Ausstellung des Verbandes Botanischer Gärten 2018
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