News und Veranstaltungen

  • Neuerscheinung

Migrationsstadt Salzburg. Arbeit, Alltag und Migration 1960–2010.

HerausgeberInnen: Sylvia Hahn, Verena Lorber und Andreas Praher

Barrierefreiheit: Kurzbeschreibung des Bildes

Die Stadt Salzburg hat in den letzten 60 Jahren eine dynamische Entwicklung erfahren. Die Migration von Erwerbstätigen, ob Zu-, Ab- oder Auswanderung, spielte dabei eine wichtige Rolle. Den Aus- und Abwanderungen nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Anwerbungen von Arbeitskräften aus Südosteuropa. Ebenso hatten der Zusammenbruch der kommunistisch regierten Länder, der Krieg im ehemaligen Jugoslawien und der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union breite Wanderbewegungen zur Folge. Auch die Stadt Salzburg wurde zum Ziel dieser europäischen und in zunehmendem Maße aber auch von außereuropäischen MigrantInnen.

Der von Sylvia Hahn, Verena Lorber und Andreas Praher herausgegebene Sammelband "Migrationsstadt Salzburg. Arbeit, Alltag und Migration 1960-2010" geht in elf wissenschaftlichen Beiträgen den konkreten Arbeits- und Wohnmöglichkeiten, dem Alltag, der Freizeit und den unterschiedlichen Migrationserfahrungen der ZuwandererInnen nach.

Mit Beiträgen von Wolfgang Aschauer, Djordje Čenić,August Gächter, Sylvia Hahn, Albert Lichtblau, Verena Lorber,Josef P. Mautner, Manfred Oberlechner, Silvia Panzl-Schmoller,Andreas Praher, Georg Stöger, Pit Thommes und Sabine Veits-Falk

Der Sammelband "Migrationsstadt Salzburg. Arbeit, Alltag und Migration 1960–2010" ist in der Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzurg erschienen und ab 19. Juni 2018 im Stadtarchiv Salzburg, Glockengasse 8, 5020 Salzburg erhältlich: Tel.: +43 (0)662 8072-4701 

  • Internationale Fachtagung zur Migrations- und Fußballgeschichte

Migration/Integration/Exklusion – Spannungsfelder einer deutsch-französischen Gesellschafts- und Kulturgeschichte des Fußballs in den langen 1960er Jahren

4. Juli bis 6. Juli 2018, Universität des Saarlandes, Saarbrücken

Ein weit verbreitetes gesellschaftliches Narrativ, das europaweit gern bemüht wird, schreibt dem Fußball integrative Wirkungen zu. Gerade für Vereinsführungen und Verbandsfunktionäre bildet die Vorstellung gesellschaftlicher Integrationspotenziale einen zentralen Pfeiler der Selbstdarstellung. Allerdings kann Fußball - im Profi- wie im Amateurbereich - auch Ausgrenzungseffekte generieren, wenn etwa das Geschehen auf dem Spielfeld kursierende Stereotypen verfestigt oder sogar Missverständnisse, Aggressionen und Feindseligkeiten erzeugt. Besonders augenfällig scheint dies vielen Beobachtern mit Blick auf "Ausländervereine", die oftmals eher als fußballerische "Parallelgesellschaften" denn als positive Beispiele für Integration und migrantische Selbstorganisation gelten. Solche Sichtweisen wie auch die Annahme einer ganz neuen Dimension der Problematik, sind nicht zuletzt in der Medienberichterstattung prominent vertreten.

Auf der Folie normativer Verbandsdiskurse und alarmistischer öffentlicher Debatten will der Workshop eine zeitgeschichtliche Perspektivierung für die 1950er bis 1970er Jahre vornehmen, als in Westdeutschland die Einwanderung ausländischer Arbeitskräfte einsetzte und sich in Frankreich bereits die zweite Immigrationswelle der Nachkriegszeit anbahnte. Ziel soll es sein, das Spannnungsfeld von Integration und Exklusion im Fußballsport fallstudienhaft auszuleuchten und es einzubetten in eine gesellschafts- und kulturhistorische Bestandaufnahme des Fußballgeschehens der Zeit. 

Nähere Infos zur Tagung

  • Int. Konferenz: Repräsentation und Erinnerung der Migration

24.05.2018-25.05.2018, Nantes

Institut für Zeitgeschichte – Universität Innsbruck, Université de Nantes (CRHIA), Université catholique de l’Ouest – Angers, Justus-Liebig-Universität Gießen, Université de Lille 1, Université Ibn Zohr – Agadir

In den vergangenen Jahren ist in vielen Ländern eine deutliche Zunahme an Forschungs-, Archivierungs-, Ausstellungs- und Musealisierungsaktivitäten im Hinblick auf die jeweiligen Migrationsgeschichten zu beobachten. Unterschiedliche Akteure treten dabei auf: MigrantInnen selbst, die Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik. Natürlich spielen auch die Medien mit ihren Darstellungen des Themas eine zentrale Rolle. In Anknüpfung an diese Ansätze in Forschung, Archiven und Museen will die geplante Tagung "Repräsentation und Erinnerung der Migration" an der Université de Nantes Bedingungen, Formen und Effekte der Repräsentation und Erinnerung von Migration aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick nehmen. Mit Hilfe von Analysen der Geschichte und Gegenwart sollen Muster, Traditionen und Perspektiven der Aushandlung von Migration und Integration in unterschiedlichen Ländern untersucht und die verstärkten Bemühungen um eine Sichtbarmachung von Migrationsgeschichten in verschiedenen Ländern sowie die damit verbundenen spezifischen Herausforderungen diskutiert werden.

Kontakt:

dirk.rupnow@uibk.ac.at

gwenola.sebaux@wanadoo.fr

zaihia.zeroulou@univ-lille1.fr

youssoufi.meryem@gmail.com

Bettina.Severin-Barboutie@geschichte.uni-giessen.de

  • 18. Internationale Migrationskonferenz

Donnerstag 21. bis Samstag 23. Juni 2018, Technische Hochschule Köln, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften 

Im Kontext von Migration werden Medien auf verschiedenen Ebenen wirksam. Einerseits können sie zur Berichterstattung und zur Herstellung und Förderung bestimmter Images über Migrantinnen und Migranten beitragen, andererseits werden Medien aber auch als Erinnerungs-, Kommunikations- und Koordinationswerkzeuge genutzt. Spätestens seit den 1960er Jahren wird der Zusammenhang zwischen Migration, Medien und Öffentlichkeit systematisch wissenschaftlich erforscht. Durch aktuelle Ereignisse, wie z.B. die so genannte „Flüchtlingskrise“ (2015/16) oder die „Kölner Silvesternacht“ (2016), ist das Thema der „medialen Integration“ erneut stark aufgewertet worden. Der mediale Umgang mit diesen Ereignissen zeigt einerseits, dass Medien differenziert und umfassend über diese Ereignisse berichten, andererseits zeigt sich, dass Medien und Öffentlichkeit das Thema Migration oft immer noch im Kontext von religiösem Fundamentalismus/Extremismus, Kriminalität und Gefahr situieren, dass Migration für sie vor allem einen negativ konnotierten sozialen Prozess darstellt und Migrantinnen und Migranten dabei vor allem als Objekte der Zuschreibung erscheinen. Zugleich zeigt ein Blick auf die Nutzung der Neuen Medien aber auch, dass hier neue Formen von Gegenöffentlichkeiten entstehen. Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen der internationalen Konferenz die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Migration, Medien und Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert werden.

Nähere Infos

 

  • Neu: Migrationsarchiv im Stadtarchiv Salzburg

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Das Migrationsarchiv im Stadtarchiv Salzburg stellt österreichweit eine Besonderheit dar. Seit 2015 wird gemeinsam mit der Universität Salzburg eine Sammlung von Quellen aufgebaut, die Interviews, Fotos und Dokumente von Migrantinnen und Migranten umfasst.

Die Daten der Sammlung wurden elektronisch erfasst und sind seit Juni 2017 online abrufbar

www.stadt-salzburg.at/migrationsarchiv

Das Migrationsarchiv ist im Stadtarchiv Salzburg angesiedelt und wurde in Kooperation mit der Universität Salzburg errichtet. Ausgangspunkt waren Materialsammlungen, die im Rahmen von Lehrveranstaltungen an der Universität Salzburg und gemeinsamen Ausstellungen von Universität und Stadtarchiv entstanden. Angeregt durch die Historikerin, Migrationsexpertin und Vizerektorin Sylvia Hahn beschloss die Stadt Salzburg im Rahmen des Projekts "Wissensstadt Salzburg" im Mai 2014, die Sammlung Migrationsarchiv aufzubauen. Weitere Quellen werden vom Stadtarchiv Salzburg sowie der Universität Salzburg gesammelt und vom Stadtarchiv fachgerecht archiviert, erschlossen und der Forschung zur Verfügung gestellt. Die Daten werden im elektronischen Archiv der Stadt Salzburg gespeichert und aufbereitet. Neben diesen sozial-, kultur- und alltagsgeschichtlichen Zeugnissen stehen auch historische Quellen vor Ort zur Verfügung. Als Teil eines Kommunalarchivs bietet das Migrationsarchiv somit einen breiten Fundus an verschiedensten Quellen zur Migrationsgeschichte der Stadt Salzburg.

  • News
    Der Salzburger Biowissenschaftler Robert R. Junker wird für seine Arbeiten zur Biodiversität mit einer 1,2 Millionen dotierten START- Förderung ausgezeichnet. Ein Ziel von Junkers Projekt „Sequentielle Entstehung von Funktionaler Multidiversität“ ist es, ein umfassendes Verständnis für die Ökosystemprozesse zu erlangen, um so zukünftige Naturschutzmaßnahmen besser planen und ergreifen zu können.
    Die Salzburger Hochschulwochen finden unter dem Titel „ANGST?“ vom 30. Juli bis 5. August in der Großen Aula sowie in Hörsälen der Theologischen Fakultät statt.
    Ass. Prof. Dr. Susanne Auer-Mayer vom Fachbereich Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität Salzburg wurde von Bundespräsident Alexander van der Bellen mit dem Herbert Tumpel Preis für ihre Habilitationsschrift „Mitverantwortung in der Sozialversicherung“ gewürdigt. Der Preis wird im Rahmen des Theodor Körner Fonds vergeben.
    Tanja Angelovska und Dietmar Roehm (beide von der PLUS) sind als einzige österreichische Wissenschaftler als assoziierte Mitglieder des internationalen Forschungszentrums CARILSE (Centre for Applied Research and Innovation in Language Sciences and Education) an der University of Portsmouth nominiert worden.
    Im Jahr 2018 fördert die Europäische Kommission über alles Wissenschaftsdisziplinen hinweg 42 Masterstudiengänge im Programm Erasmus+. Fünf davon werden von österreichischen Universitäten koordiniert, gleich zwei von der Universität Salzburg: Digital Communication Leadership und Digital Earth
    Bundesminister Heinz Faßmann zeichnete kürzlich die Didaktik der Naturwissenschaften (Universität Salzburg - School of Education) für ihre hohe Qualität aus. Die Arbeitsgruppe erhielt wiederholt die Auszeichnung „Regional Educational Competence Center (RECC)“. Dabei wurde die Leistung in Biologie, Chemie, Geometrisches Zeichnen/Darstellende Geometrie, Informatik, Mathematik, Mediendidaktik und Physik honoriert.
    Die 6. Salzburg Summer School findet vom 3. bis 4. September 2018 statt. Zwei Tage lang wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
    Vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung. Eine Ausstellung des Verbandes Botanischer Gärten 2018
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