Stefan Zweig Digital

Das Literaturarchiv Salzburg bewahrt die größte europäische Sammlung von Materialien aus dem Nachlass Stefan Zweigs, die vielfältige Dokumente aus unterschiedlichen Werk- und Lebenszusammenhängen beinhaltet.

Zu den Salzburger Beständen zählen über 50 literarische Manuskripte, 13 bislang nicht ausgewertete Hefte mit eigenhändigen Notizen und Manuskriptvorstufen, Lebensdokumente, Korrespondenzen, Rezensionssammlungen und Fotografien. Als wesentliche Ergänzung zu den gedruckten Texten betreibt das Literaturarchiv Salzburg seit 9. Juni 2018 unter der Adresse www.stefanzweig.digital eine neue Website, auf der sein literarischer Nachlass zugänglich gemacht wird.

Stefan Zweig, Notizheft

Im Mittelpunkt der ersten Projektphase (seit Jänner 2017) stehen zunächst die in Salzburg aufbewahrten Werkmanuskripte Stefan Zweigs sowie jene der Daniel A. Reed Library der State University New York in Fredonia (USA), die einen weiteren umfassenden Nachlassteil aufbewahrt und als Projektpartner gewonnen werden konnte.

Die Quellen werden auf Basis eines an gängigen Regelwerken (RNA, DACS) orientierten, einheitlichen Metadatensets erschlossen und verzeichnet. Die in Salzburg vorhandenen Bestände werden tiefenerschlossen und schrittweise einer weltweiten Öffentlichkeit in digitalen Faksimiles online offen zur Verfügung gestellt.

Weitere Nachlassteile wie Lebensdokumente und Korrespondenzen sollen folgen. Zusätzlich zu den Originaldokumenten kann das Projekt SZD auf mehrere herausragende Sekundärquellen zurückgreifen, die teilweise über Jahrzehnte hinweg entstanden sind und nun erstmals adäquat genutzt werden können. Dazu zählen eine umfangreiches Werkregister, ein Lebenskalender sowie die Rekonstruktionen von Zweigs privater Bibliothek und seiner Autographensammlung.

All diese bisher nur eingeschränkt und als einzelne Quellen nutzbaren Datensammlungen werden untereinander wie auch mit den Werkmanuskripten verknüpft und so in Beziehung zueinander gesetzt. Das dabei entstehende Netzwerk soll die Beantwortung vielfältiger Rechercheanfragen auf der zweisprachigen Website (deutsch/englisch) ermöglichen.

Das Gesamtprojekt STEFAN ZWEIG DIGITAL steht unter der Leitung von Manfred Mittermayer. Im Literaturarchiv Salzburg ist Lina Maria Zangerl dafür zuständig. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Stefan-Zweig-Experten Oliver Matuschek, dem Zentrum für Informationsmodellierung der Universität Graz und dem Fotohof Salzburg realisiert.

Literatur (Neuerscheinung): Stephan Matthias / Oliver Matuschek: Stefan Zweigs Bibliotheken. Dresden: Sandstein Verlag 2018.

Kontakt:
info@stefanzweig.digital |  http://www.stefanzweig.digital

 

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    Do 24.1., 18.30h PODIUMSDISKUSSION mit Ulrike Hatzer (Regisseurin / Mozarteum), Hans-Werner Kroesinger (Regisseur), Kathrin Röggla (Autorin) und Christine Umpfenbach (Regisseurin). Moderation: Christoph Lepschy (Mozarteum) // Theater im KunstQuartier, Paris-Lodron-Str. 2a // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
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