Stefan Zweig Digital

Das Literaturarchiv Salzburg bewahrt die größte europäische Sammlung von Materialien aus dem Nachlass Stefan Zweigs, die vielfältige Dokumente aus unterschiedlichen Werk- und Lebenszusammenhängen beinhaltet.

Zu den Salzburger Beständen zählen über 50 literarische Manuskripte, 13 bislang nicht ausgewertete Hefte mit eigenhändigen Notizen und Manuskriptvorstufen, Lebensdokumente, Korrespondenzen, Rezensionssammlungen und Fotografien. Das Projekt SZD möchte die erhaltenen Originalquellen des zersplitterten Nachlasses von Stefan Zweig erstmals verzeichnen und digital zusammenführen.

Stefan Zweig, Notizheft

Im Mittelpunkt der ersten Projektphase (seit Jänner 2017) stehen zunächst die in Salzburg aufbewahrten Werkmanuskripte Stefan Zweigs sowie jene der Daniel A. Reed Library der State University New York in Fredonia (USA), die einen weiteren umfassenden Nachlassteil aufbewahrt und als Projektpartner gewonnen werden konnte.

Die Quellen werden auf Basis eines an gängigen Regelwerken (RNA, DACS) orientierten, einheitlichen Metadatensets erschlossen und verzeichnet. Die in Salzburg vorhandenen Bestände werden tiefenerschlossen und schrittweise einer weltweiten Öffentlichkeit in digitalen Faksimiles online offen zur Verfügung gestellt.

Weitere Nachlassteile wie Lebensdokumente und Korrespondenzen sollen folgen. Zusätzlich zu den Originaldokumenten kann das Projekt SZD auf mehrere herausragende Sekundärquellen zurückgreifen, die teilweise über Jahrzehnte hinweg entstanden sind und nun erstmals adäquat genutzt werden können. Dazu zählen eine umfangreiches Werkregister, ein Lebenskalender sowie die Rekonstruktionen von Zweigs privater Bibliothek und seiner Autographensammlung.

All diese bisher nur eingeschränkt und als einzelne Quellen nutzbaren Datensammlungen werden untereinander wie auch mit den Werkmanuskripten verknüpft und so in Beziehung zueinander gesetzt. Das dabei entstehende Netzwerk soll die Beantwortung vielfältiger Rechercheanfragen auf der zweisprachigen Website (deutsch/englisch) ermöglichen.

Das Gesamtprojekt STEFAN ZWEIG DIGITAL steht unter der Leitung von Manfred Mittermayer. Im Literaturarchiv Salzburg ist Lina Maria Zangerl dafür zuständig. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Zweig-Experten Oliver Matuschek und dem Zentrum für Informationsmodellierung der Universität Graz realisiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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