Fachtag im Winter 2019

"Der lange Schatten der Kinder- und Jugendhilfe: Zur Aufarbeitung der Fremdunterbringung im deutschsprachigen Raum"

Mit der vierten Ausgabe der „Sozialpädagogischen Blicke“ öffnete sich die Universität Salzburg im Winter wieder für aktuelle Themen und Debatten in Praxis, Fachpolitik und Forschung. Diesmal referierten Fachleute aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Die Veranstaltung war öffentlich und kostenlos.

Programm

Wer die Vergangenheit nicht kennt, läuft Gefahr, sie wiederholen zu müssen. Damit sich dies in sozialpädagogischen Hilfen nicht bewahrheitet, schaut unser FBarrierefreiheit: Kurzbeschreibung des Bildesachtag auf die schmerzhafte Geschichte von Gewalt und Unterdrückung in der Heimerziehung sowie deren Folgen.Der Blick zu den deutschsprachigen Nachbarn zeigt: bei aller Unterschiedlichkeit war der problematische Umgang mit Schutzbefohlenen in öffentlicher Verantwortung von ganz ähnlichen Mechanismen und Bildern geprägt. Das hat zu Diskriminierungen und Verletzungen geführt, die viele Betroffene bis heute spüren. Und dieses Erbe wirkt auch in den  Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe fort. Die Sozialpädagogik an der Universität Salzburg trägt hierzu neuere Forschungserkenntnisse zusammen. Ziel ist es, „Licht ins Dunkel“ zu bringen. Wir wollen Praxis, Fachpolitik, Forschung und Studierende dafür gewinnen, sich verstärkt mit der Geschichte und Gegenwart von  Fremdunterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe auseinanderzusetzen. 

13:00 - 13:15 Uhr   Begrüßung

13.15 – 14.15 Uhr
Österreichs Heimskandale und deren (pädagogische) Bearbeitung (Josef Scheipl, Graz)

14.15 – 15.15 Uhr
Außer Spesen nichts gewesen? Ein kritisches Resümee von Praktiken und Resultaten der Aufarbeitung von Heimerziehung in Deutschland (Manfred Kappeler, Berlin)

15.15 – 15.45 Uhr   Kaffeepause

15.45 – 16.45 Uhr
Brüche, Kontinuitäten, Tonalitäten. Aspekte der Thematisierung fürsorgerischer Zwangsmaßnahmen in der Schweiz (Thomas Huonker, Zürich)

16.45 – 17.45 Uhr
Beratungspraxis an der Ombudstelle der Diözese Salzburg für Opfer körperlicher, psychischer und/oder sexueller Gewalt in Einrichtungen der katholischen Kirche (Karin Roth, Salzburg)

17.45 – 18.15 Uhr   Pause mit kleinem Imbiss

18.15 – 19.15 Uhr
Die erstickten Stimmen – eine Suche (Manfred May, Benshausen/Thüringen)

19.15 – 20.00 Uhr
Abschlussdiskussion

Veranstaltungsreihe im Herbst_Winter 2017/18

"Sozialpädagogische Blicke: Problematische Übergänge bei Jugendlichen"

Mit der dritten Ausgabe der „Sozialpädagogischen Blicken“ öffnete sich die Universität Salzburg im Herbst/Winter 2017/18 wieder für aktuelle Themen und Debatten in Praxis, Fachpolitik und Forschung. An jedem Themenabend referierten diesmal gleich zwei Gäste. Im Anschluss an Vorträge und Diskussion luden wir zum Smalltalk bei Getränken und Snacks im Foyer ein. PDF des Programms

  • Immer an einem Mittwoch
  • 17:30 bis 19:30 Uhr im Unipark Nonntal (LINK zu Stadt:Salzburg maps)
  • Raum 1.006 (1. Stock)

Barrierefreiheit: Kurzbeschreibung des Bildes

Programm

Übergänge zwischen Lebensaltern und Institutionen bestimmen maßgeblich, wer oder was wir sein können. Der_die Einzelne muss heute Entscheidungen selbst verantworten und beeinflusst damit spätere Lebenschancen. Die Gesellschaft stellt zwar hierfür mehr Optionen zur Verfügung und lässt biographische Spielräume zu. Gleichzeitig existieren nach wie vor hohe Erwartungen, Übergänge „erfolgreich“ zu bewältigen – wie bspw. von der Schule über die Ausbildung in die Erwerbsarbeit. Dass Übergänge Barrierefreiheit: Kurzbeschreibung des Bildesheute für viele „ganz normal“ schwierig sind und zum Dreh- und Angelpunkt der weiteren Biographie werden, ist inzwischen anerkannt. 

Eine „Sozialpädagogik des Übergangs“ fordert, dass Professionelle dieses Übergangshandeln in den Blick nehmen sollen – bspw. im Rahmen von Erziehungs-, Bewältigungs- und Bildungsangeboten.Doch gerade dort, wo soziale und gesundheitsbezogene Hilfen für junge Menschen bereitgestellt werden, zeigt sich: wer schon Probleme hat, dessen Übergänge sind besonders problematisch.

Die öffentliche Veranstaltungsreihe  nimmt daher drei aktuelle Ausschnitte solcher problematischen Übergänge im Jugendalter in den Blick: Übergänge im Kontext von Kinder- und Jugendhilfe, Übergänge in Ausbildung und Arbeit sowie Übergänge bei psychischer Beeinträchtigung.

Abendthemen und Vorträge

Übergänge in Ausbildung und Arbeit [22. November 2017]

  • Birgit Reißig (Deutsches Jugendinstitut - Außenstelle Halle): "Die soziale und berufliche Integration Jugendlicher: ein ganzheitlicher und mehrdimensionaler Blick auf Übergänge"
  • Barbara Glinsner (Wirtschaftsuniversität Wien): "Zwischen Street-Level Bureaucrats und SeelsorgerInnen: Die Dienstleistungsarbeit von BeraterInnen am Wiener AMS Jugendliche"

Psychiatrie – und was dann? [29. November 2017]

  • Thomas Lankmayer (Universität Linz, Institut für Berufs- und Erwachsenenbildungsforschung): „Psychische Gesundheit und Arbeitsmarktintegration im Jugendalter
  • Michael Tetzer (Fachhochschule Kärnten, Soziale Arbeit): „Ein sozialpädagogischer Blick auf die Übergänge zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie

Was kommt bloß nach der Jugendhilfe?  [10. Jänner 2018]

  • Stephan Sting (Universität Klagenfurt, Sozial- und Integrationspädagogik): „Bildungswege von Care Leavern im Übergang in ein eigenverantwortliches Leben
  • Hubert Löffler (Dachverband Österreichischer Kinder & Jugendhilfeeinrichtungen): „Welcome to Life! Eine Initiative zur Unterstützung und Selbstorganisation von Care Leavern in Österreich

Veranstalter und Ansprechpartner_innen

Fachbereich Erziehungswissenschaft

Ass.-Prof. Dr. Eberhard Raithelhuber

Univ.-Prof. Dr. habil Birgit Bütow

sozialpaedagogik(at)sbg.ac.at

  • ENGLISH English
  • News
    Aktuelle Information zur Lehre an der PLUS
    Die wichtigsten Informationen zur Umstellung des Forschungsbetriebs an der Universität Salzburg
    Distance Learning für Austauschstudierende und Abschluss von Lehrveranstaltungen aus dem Ausland
    Aktuelle Information zum Personalrecht an der PLUS
    Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Der ASEA-UNINET Projekt-Call 2020 (Projektdurchführungszeitraum: 1. Oktober 2020 - 30. September 2021) ist ab sofort geöffnet! Dieses Förderprogramm hat zum Ziel, Forschungs- und Lehraktivitäten (ab Doktoratsstudierende) zwischen den österreichischen Mitgliedsuniversitäten und Südostasien (Indonesien, Laus, Kambodscha, Malaysia, Myanmar, Pakistan, Philippinen, Thailand und Vietnam) zu fördern.
  • Veranstaltungen
  • Alumni Club
  • PRESSE
  • Uni-Shop
  • VERANSTALTUNGSRÄUME
  • STELLENMARKT
  • Facebook-Auftritt der Universität Salzburg Twitter-Auftritt der Universität Salzburg Instagram-Auftritt der Universität Salzburg Flickr-Auftritt der Universität Salzburg Vimeo-Auftritt der Universität Salzburg