Winter School 2018

Die besten Köpfe für den Lehrerjob an unseren Schulen und die Lehrer/innenbildungsforschung an unseren Hochschulen

Barrierefreiheit: Kurzbeschreibung des Bildes

Filmproduktion: „NAV" | Simon P. Haigermoser, MSc und Mag. Hans-Christian Gruber

 

Video zur Winter School: Interviews mit Initiator/inn/en und Doktorand/inn/en

 

Wie können werdende Lehrkräfte noch besser auf ihre zukünftigen, komplexen Aufgaben vorbereitet werden? Welche Kompetenzen sind zentral für guten Unterricht? Was bringen die neuen Aufnahmetests an Universitäten? Wie motiviert man die Besten ihres Fachs, in den Lehrberuf einzusteigen? Und wie kann man Studierende individuell fördern?

Diese und weitere Fragen diskutierten rund 120 Experten und Expertinnen aus fachdidaktischer und bildungswissenschaftlicher Forschung bei der „Winter School“, die von 21. bis 23. Februar 2018 an der School of Education der Paris Lodron Universität abgehalten wurde. Die Doktoratsstudierenden der School of Education, die sich auf Lehrerbildungsforschung spezialisiert haben, trafen mit ihren Kollegen und Kolleginnen aus der Schweiz und Deutschland  zusammen.

Die wissenschaftlichen Betreuer und Betreuerinnen der Doktoratsstudierenden der School of Education, der Universität zu Köln (Graduiertenschule des Zentrums für LehrerInnenbildung) und der Pädagogischen Hochschule St. Gallen tauschten sich dabei über den aktuellen internationalen Stand der Lehrerkompetenzforschung aus.

„Das positive Echo auf diese Veranstaltung war großartig. Es wurde ein länderübergreifendes Netzwerk mit den jungen Nachwuchsforschern installiert, wir werden die gegenseitige Beratung verstärken und darüber hinaus werden wir uns ab sofort jedes Jahr in einem der drei Länder abwechselnd zu Winter oder Summer Schools treffen“, resümiert Priv.-Doz.in DDr.in Ulrike Greiner, Direktorin der School of Education. Gemeinsam will man an einem kräftigen Qualitätsschub für die Lehrerbildungsforschung arbeiten und die Ergebnisse aus der eigenen Forschung für die Verbesserung der Praxis der Lehrerausbildung nutzen. Die Doktoratsstudierenden bekamen umfassende, individuell ausgerichtete Beratung durch internationale Forscherteams und in weiterer Folge neue Fortbildungsmöglichkeiten an den kooperierenden Universitäten, um die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Fachdidaktik und Bildungswissenschaft in der Lehrerbildung zu verstärken. Es werden zudem länderübergreifend Workshops angeboten und Forschungsprojekte vorangetrieben, welche die vergleichende Kompetenzentwicklung in Österreich, Deutschland und der Schweiz im Auge haben. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu profitieren: „Die Schweiz ist beispielsweise bei der Praxisorientierung auf einem sehr guten Weg, die Universität zu Köln bemüht sich intensiv um die Spezialisierung und individuelle Förderung der Studierenden. Es muss nicht jeder von uns das Rad neu erfinden“, erklärt Greiner.

Ausgetauscht hat man sich auch zum zentralen Thema „Sprache im Unterricht“. „Sprache ist ein zentrales Werkzeug im Unterricht, egal, in welchem Fach. Fachliche Inhalte werden durch Sprache vermittelt und erworben“, sagt Greiner. Im Unterricht treffen meist nicht nur unterschiedliche Sprachkompetenzen, sondern auch Fach- und Alltagssprache aufeinander. Diskutiert wurden bei der Fachtagung im Rahmen des Vortrags von Prof. Michael Becker-Mrotzek von der Universität zu Köln, auch Direktor des Mercator-Instituts, grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten für einen sprachsensiblen Unterricht: Wie erklärt man Schulthemen gut und interessant? Wie erstellt man verständliche Aufgaben?

Ein zentraler Diskussionspunkt war zudem, wie man nicht nur ein qualitativ hochwertiges Studium für Lehramtsstudierende schafft, sondern wie man die Besten ihres Fachs für den Unterricht an Schulen begeistert. Wir möchten besondere Anreize schaffen, um sehr motivierte, zielstrebige Studierende zu lukrieren. Das Lehramtsstudium soll eine Option für besonders Motivierte sein“, so Greiner. Eigene „Interessensklassen“, bedürfnisorientierte Unterstützung und berufsbiographische Entwicklung sollen dabei einen großen Stellenwert bekommen. Auch der Fortbildung der schon im Beruf stehenden Lehrkräfte sollte mehr Augenmerk geschenkt werden: „Lehrpersonen sollte es möglich sein, ihre Dissertation berufsbegleitend zu machen. Wir müssen viel mehr schätzen, dass sich Lehrpersonen bewusst weiterqualifizieren wollen“, so Greiner. Dies muss auch im österreichischen Schulwesen mehr anerkannt werden. Lehrpersonen mit wissenschaftlichen Zusatzqualifikationen sind eigentlich zentrale Persönlichkeiten der Zukunft. Wer sonst soll an zunehmend autonom ausgerichteten Schulen Begleitforschung zusammen mit Universitäten vorantreiben und Evaluationen verantworten?

Der Schwerpunkt Lehrerbildung gehört bereits zum Profil der Paris Lodron Universität Salzburg und wird nun mit dem seit 2016/17 neu implementierten Studium für das Lehramt einen noch höheren Stellenwert bekommen. Lehramtsstudierende sollten sich im Zentrum des jeweiligen Fachs fühlen: „Auch den Fachwissenschaftern und Fachwissenschafterinnen an der Universität ist klar: Wenn 40 Prozent Lehramtsstudierende sind, muss das Angebot auch einen Bezug zu „Lernen, Schule und Unterricht“ aufweisen. Das geht mit einer sehr guten Fachausbildung einher, die man eben hier an einer Universität findet und die beides bietet: die Fachausbildung auf hohem Niveau und die Bearbeitung der praktischen Erfahrungen und Fragen mit dem Aufzeigen von neuen Denkweisen und praktischen Lösungen. Hier entsteht in Kooperation mit drei Pädagogischen Hochschulen aus Österreich und der Schweiz, die auch Partner des Doktoratskollegs sind, eine neue Gestalt von Lehrerbildung. Wir bauen an einem Zukunftskonzept, bekräftigt Greiner.

Bildgalerie zur Winter School 2018

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    Die MMG –Gruppe (spezialisiert auf Migrations- und Mobilitätsforschung) wurde von der neuen Professorin für „Mobilität und sozialer Wandel“ der Abteilung Soziologie, Fachbereich Politikwissenschaft und Soziologie, Kyoko Shinozaki ins Leben gerufen und ist dem wichtigsten internationalen Netzwerk für Migrationsforschung (IMISCOE, https://www.imiscoe.org/) nun beigetreten.
    Im Rahmen der Vortragsreihe POLEMIK UND GENDER wird Ulrike Vedder vom Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin am 14. November um 19h einen Gastvortrag im Unikpark Nonntal halten. // Erzabt-Klotz-Str. 1, E.002 (Agnes Muthspiel) // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
    Vortrag von Anne Vogelpohl am Mittwoch, 14. November 2018, 18 Uhr im HS 436, 3. Stock der Naturwissenschaftlichen Fakultät, Hellbrunnerstraße 34
    Beim eMobilitätstag am 14. November 2018 am Vorplatz Unipark Nonntal in Kooperation mit der Fa. Frey besteht die Möglichkeit sich zu informieren und auch ein eAuto zu testen.
    Am: 15.11.2018 // Zeit: 18:30h s.t. - 20:00h // Ort: Hörsaal 207 der Rechtswiss. Fakultät der Universität Salzburg // Churfürststraße 1 // A-5020 Salzburg // (Zugang beschildert)
    Die neunte Tagung der "Salzburger interdisziplinären Diskurse" zum Thema "Kommunikation und Medien zwischen Kulturindustrie, Lebenswelt und Politik" findet am 15./16. November 2018 im Europasaal der Edmundsburg (Mönchsberg 2, Salzburg) statt.
    Tagung zu Übersetzung und Polemik im KunstQuartier // Donnerstag, 15. November, 18:30h ABENDVORTRAG: ULRICH WYSS (Frankfurt am Main): Übersetzen als Polemik – Borchardts Dante // Bergstr. 12a, 1. OG, W&K-Atelier // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
    Rudolf Krska hält am 16. November 2018 um 11:30 Uhr im HS 421 der NW-Fakultät einen Gastvortrag zum Thema "Novel (Integrated) Methods to Control, Detect and Reduce Mycotoxins in Food and Feed". Der Fachbereich Biowissenschaften lädt herzlich dazu ein!
    Florian P. Schiestll hält am 16. November 2018 um 14:00 Uhr im HS 435 der NW-Fakultät einen Gastvortrag zum Thema "Divergent floral evolution driven by pollinators and herbivores". Der Fachbereich Biowissenschaften lädt herzlich dazu ein!
    Es ist wieder so weit, am 17. November 2018 findet das Konzert des Universitätsorchesters für dieses Semester statt.
    Der Fachbereich Psychologie lädt am 17.11.18 zum Fest-Symposium zur 20-jährigen Kooperation der Stadt Salzburg, Senioreneinrichtungen, und der Universität Salzburg, Fachbereich Psychologie, ein.
    Mo. 19.11.2018, 17.15 Uhr, HS E.001 (Unipark) - ao. Univ.-Prof. Dr. Agnethe Siquans (Wien) - Kirchenväter und Judentum
    Herr Dr. Sven Th. Schipporeit (Institut für Klassische Archäologie, Universität Wien) hält zu diesem Thema am Mi, 21. November 2018, 18.30 Uhr, in der Abgusssammlungs SR E.33, Residenzplatz 1, einen Vortrag
    Sebastian Meyer hält am 23. November 2018 um 14:00 Uhr im HS 436 der NW-Fakultät einen Gastvortrag zum Thema "Biodiversity-ecosystem functioning relationships and their drivers in natural and anthropogenic systems with an emphasis on species interactions". Der Fachbereich Biowissenschaften lödt herzlich dazu ein!
    The workshop aims to examine the musicality of the body and vice versa the corporeality of music from a choreographic perspective. This approach corresponds with the extension of the concept of music as well as the questioning of performance traditions in the context of New Music, which also puts a stronger emphasis on the body.
    The relatively young democracy Poland, whose political climate has intensified considerably since the last elections, is also moving increasingly to the fore. Politically critical leaders of representative cultural organisations have been and continue to be replaced by the new administration, while independent creative artists appear to be able to find niches so far or already live outside the country.
    Vom 29.11. bis 01.12.2018 im Unipark Nonntal
    Das Symposion der Katholische-Theologischen Fakultät findet am 29. und 30. November anlässlich der Aufhebung im Jahre 1938 statt. Veranstaltungsort ist der Hörsaal 101 der Theologischen Fakultät, Universitätsplatz 1.
    Salzburger Innovationstagung 2018 am 29.11.2018 ab 15 Uhr in der Großen Universitätsaula – ITG, Land Salzburg, Wirtschaftskammer und Salzburger Hochschulkonferenz
    Am 30. November im Rahmen der Tagung Digital Humanities Austria 2018
    Am 6. Dezember 2018 finden an der Universität Salzburg die WTZ Training Days zum Thema Kommunikation, Dissemination und Verbreitung in H2020-Projekten statt.
  • Veranstaltungen
  • 14.11.18 Geschlechterforschung und Gegenwartsliteratur: Zur kritischen Reflexion von Polemik
    15.11.18 Übersetzung und Polemik
    15.11.18 Vorträge der Salzburger Juristischen Gesellschaft
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    16.11.18 "Probleme des Vorsteuerabzuges mit Schwerpunkt Umsatzsteuerbetrug"
    17.11.18 "Probleme des Vorsteuerabzuges mit Schwerpunkt Umsatzsteuerbetrug"
    17.11.18 Übersetzung und Polemik
    17.11.18 Konzert des Universitätsorchesters Salzburg
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