Diaspora Studien

Drittmittelprojekte

  • Projekt "Syriac Christianity: Creative Options for Diaspora Futures"

gefördert vom Syrischen Institut – Verein zur Unterstützung von Orientalistik, Ökumene und Syrischer Kirchenstudien und Pastorale

Projektleitung: Prof. Dr. Aho Shemunkasho

Projektmitarbeiter: Dr. Andreas Schmoller

Laufzeit: 1.11.2017-31.10.2020

Die syrischen Christen sind Träger einer Kultur (Religion, Sprache, Lebensweise) die in ihrer Existenz bedroht ist. Das Projekt »Creative Options for Diaspora Futures»  betrachtet verschiedenartige Strategien des Überlebens als Praktiken, die danach befragt werden sollen, wie weit sie als Kampf für das Überleben einer Kultur nicht selbst zur einer Kultur werden können, die in positiver Weise identitätsbestimmend wirkt.

Projektziel: Ein besseres Verständnis für die Rolle der syrischen Kirchen in der Diaspora als Ort religiöse, kultureller, sprachlicher, sozialer und politischer Zugehörigkeit. Hierzu werden neueempirische Daten erhoben, die in Case Studies analysiert werden und im Consulting in die Communities als Input zurück fließen werden.

Methoden: Diaspora-Gemeinden als Case Studies, Netzwerkanalyse (religiöse Netzwerke), Oral History, qualitative Auswertung mündlicher und schriftlicher Quellen, Triangulation, Diskursanalyse (auf Basis von zeithistorischen Quellen, Reden und Interviews), Narrativ-biografische Interviews.

  • Diaspora im Wandel – Armenier in Österreich

Die tragischen Ereignisse rund um den Fall der Sowjetunion, der Karabach-Krieg zu Beginn der 90er Jahre, die verheerende wirtschaftliche Situation, große Armut und menschenunwürdige Zustände haben ab 1988 zu wahren Emigrationswellen aus Armenien in Richtung Europa geführt. Nach offiziellen Meldungen haben seit 1988 fast zwei Millionen Armenier ihr Land verlassen. In Europa ist die Zahl der Armenier im steten Steigen, so hat sich auch die Zahl der Armenier in Österreich seit 1988 mindestens verdoppelt, in Deutschland und der Schweiz sogar verdrei- oder vervierfacht. Das Projekt soll nun untersuchen, wie sich die neue armenische Diaspora in Österreich zusammensetzt: wo leben die seit 1988 nach Österreich zugezogenen Armenier, welchen rechtlichen Status haben sie, wie ihre soziale Situation ist und wie hoch der Grad der Integration in die schon bestehende armenische Gemeinschaft (in Österreich gibt es seit dem 17. Jahrhundert Armenier) aber vor allem in die österreichische Gemeinschaft ist. Wie steht es um die armenische Sprache, Kultur und Traditionen? Gibt es merkbare Unterschiede zwischen den einzelnen Wohnorten, wie z.B. Wien, Salzburg oder vereinzelten Landgemeinden? Hier sollen mit Hilfe von Fragebögen aber vor allem durch Interviews Daten in ganz Österreich erhoben werden. Dieses Projekt ist ein Wunschprojekt der Staatlichen Universität Jerevan und des armenischen Ministeriums für Diaspora.

Projektteam: Leiterin und Ausführende Doz. Dr. Jasmine Dum-Tragut

Kooperation: Armenisch-Apostolische Kirchengemeinde Wien, alle armenischen Verbände in Wien, Armenische Gemeinde Graz. Mechitharisten-Kongregation Wien.

Laufzeit: 2016-2019 (Teilprojekt der Armenischen Studien 2016-2019)

 

  • MIGRATION - RELIGION - INTEGRATION: Armenische Migranten in Österreich im Spannungsfeld zwischen westlicher Akkulturation und Einflussnahme durch die armenische Nationalkirche

Als bedeutender Aspekt des Diaspora-Projekts soll in einer vertiefenden Studie vor allem die Frage der religiösen Integration und des religiösen Alltags der „neuen“ Armenier erarbeitet und erforscht werden. Das Aufeinandertreffen verschiedenster religiöser Mentalität und Integration ist besonders interessant und kann ebenfalls als Fallstudie für die Integration orientalischer Christen in Österreich betrachtet werden: Während die in Österreich ansässige Diaspora ist stark in ihrem armenischen Christentum verankert und stark mit der Kirche verbunden ist, sind die aus Armenien zugewanderten meist nach der langen Sowjetzeit konfessionslos oder stehen in keiner engen Beziehung zur armenisch-christlichen Tradition und der armenischen Nationalkirchen. Gleichzeitig werden sie in Österreich, vor allem in Westösterreich mit einer stark katholischen geprägten Tradition konfrontiert. Teil einer gelungenen Integration in die österreichische Gesellschaft ist auch die Kenntnis österreichisch-christlicher Traditionen, Brauchtums, zum Großteil besuchen die Kinder dieser „neuen“ Armenier keinen armenischen- sondern katholischen Religionsunterricht. Es soll erforscht werden, wie weit die neue Generation dieser neuer Diaspora sich religiös und im religiösen Brauchtum an die Mehrheit angepasst hat, inwieweit es zu „Bireligiösität“ kommt. Hier soll eine Pilotstudie zunächst in Stadt und Land Salzburg vorgenommen werden und die religiösen Einstellungen und die Rolle armenischen Christentums und seiner Traditionen für die in Salzburg seit 1988 zugewanderten Armenier erhoben und mit jener der stark in die Kirchengemeinde eingebundenen, neuen „Wiener Armenier“ verglichen werden.

Projektleitung: Doz. Dr. Jasmine Dum-Tragut

Kooperation: Armenisch-Apostolische Kirchengemeinde Wien, alle armenischen Verbände in Wien, Armenische Gemeinde Graz. Mechitharisten-Kongregation Wien.

Laufzeit: 2016-2019 (Teilprojekt der Armenischen Studien 2016-2019)

Individuelle Projekte

  • Andreas Schmoller: Religion in biografischen Erzählungen von christlichen Flüchtlingen aus Syrien/Irak

Publikationen:

Schmoller, Andreas. „‘Now My Life in Syria Is Finished': Case Studies on Religious Identity and Sectarianism in Narratives of Syrian Christian Refugees in Austria.” Islam and Christian-Muslim Relations 27, no. 4 (2016): 419–437. Online: http://dx.doi.org/10.1080/09596410.2016.1208956

Vorträge:

'"We lived together peacefully, but now I can't" – Religion and Sectarian Discourse in Biographical Narratives of Syriac Christian Refugees in Austria', Workshop Untold Experiences of Vulnerable Refugees, Centre on Global Migration, Universität Göteborg, Schweden, September 2017.

'Religion in biografischen Erzählungen syrisch-orthodoxer Flüchtlinge', Jahreskonferenz Gesellschaft zum Studium des Christlichen Ostens (GSCO) Salzburg, Mai 2017.

‘Now my life is finished in Syria’: Identity transition in narratives of Syrian Christian refugees, British Society for Middle Eastern Studies (BRISMES) Annual Conference: Liberation? The London School of Economics and Political Science, Großbritannien, Juni 2015.

Abgeschlossene Projekte

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  • News
    Im neuen Jahr möchten wir die Gelegenheit nutzen, an den Call for Lectures zu erinnern, welcher noch bis 29.02. geöffnet ist. Bewerben Sie sich als Lektorin bei der ditact_women‘s IT summer studies, welche von 24.08.- 05.09.2020 an der Universität Salzburg stattfindet. Es ist uns ein großes Anliegen auch Nachwuchslektorinnen zu fördern.
    20. Februar 2020, 9:00 Uhr, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Haus C, Jörg Rehn Auditorium
    15.30h VORTRÄGE im KunstQuartier (W&K-Atelier, 1. OG): SILKE FELBER: Im Dazwischen. Figurationen der Durchquerung in Jelineks Theatertexten. BRITTA KALLIN: Märchenfiguren und intertextuelle Übergange in ausgewählten Werken von Elfriede Jelinek // 19.00h "Die Kinder der Toten": FILM & PODIUMSGESPRÄCH mit Claus Philipp und Gabriele Jutz in DAS KINO, Gisela Kai 11 // https://w-k.sbg.ac.at/figurationen-des-uebergangs
    Podiumsdiskussion, 17.01.2020, 16:00 Uhr, Unipark Nonntal, HS G. Eisler (E.003). Anschließend Buffet und Netzwerkphase im Foyer im 1. UG
    Dr. Jonas Eberle hält am 17. Januar 2020 um 14:00 Uhr im HS 436 der Naturwissenschaftlichen Fakultät, Hellbrunnerstrasse 34, einen Vortrag zum Thema "Species Delimitation: Current Challenges and how it enabled the Study of South African Chafer Populations". Der Fachbereich Biowissenschaften lädt herzlich dazu ein!
    Am 21. Jänner 2020 besucht der Botschafter der Republik Armenien in Österreich, SE DR. Armen Papikyan, Salzburg. Anschließend an offizielle Gespräche mit dem Salzburger Bürgermeister und der Landesregierung, lädt die Abt. für Armenische Studien am ZECO Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens SE Dr. Papikyan zu einem Vortrag in englischer Sprache ein.
    Donnerstag, 23. Jänner 2020, 19:30 Literaturarchiv Salzburg, Veranstaltungssaal (HS 2.04), Kapitelgasse 5–7, 2. Stock, 5020 Salzburg
    Der nächste Abgabetermin naht und die Arbeit ist noch immer nicht fertig? Die Universitätsbibliothek Salzburg öffnet wieder die Hauptbibliothek bis 01.00 Uhr und bietet ein attraktives Programm für alle, die ihre Arbeiten beenden wollen.
    Das Uniorchester der Universität Salzburg lädt am 26. Jänner um 19:00 Uhr zum Winterkonzert in die Große Aula der Universität ein.
    Mit Prof. Dr. Marek Węcowski (Universität Warschau) - Montag, 27. Jänner 2020 um 18:30 Uhr s.t. - Residenzplatz 1/4, SR. 1.42
    "Puppet Theatre: In the Beginning were Puppets | Figurentheater: Am Anfang waren Puppen" ist eine von Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner organisierte internationale, interdisziplinäre Tagung, die von 30.-31. Jänner 2020, in Kooperation mit dem Salzburger Marionettentheater und der Stiftung Mozarteum, an der Universität Salzburg stattfindet.
    Der Tag der offenen Tür findet am 11. März ab 9.00 Uhr an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
    „Alma Mater Paridiana“ - von der Gründung bis in die Neuzeit
  • Veranstaltungen
  • 17.01.20 Species Delimitation: Current Challenges and how it enabled the Study of South African Chafer Populations
    17.01.20 "The Changing Face of Leadership and Innovation"
    17.01.20 „Salzburgs sprechende Häuser“ zu Gast im Alten Studiengebäude der Universität Salzburg
    17.01.20 Elfriede Jelinek – eine Ästhetik der Übergänge
    20.01.20 Beyond paleomagnetism: What magnetic minerals tell us about pollution, biology, archaeology, and climate change
    21.01.20 Buchpräsentation: Erfinder-Erforscher-Erneuerer, Impuls-Idee_Innovation
    21.01.20 Römischer Goldbergbau im „Karth“, einer Landschaft südöstlich von Neunkirchen, NÖ
    22.01.20 "Go International" - Praktikum im Ausland
    22.01.20 Veranstaltungsreihe "Sozialpädagogische Blicke" 2019/20
    23.01.20 Post-Utopie und Europa in den szenischen Künsten
    23.01.20 Salzburger Museen und Sammlungen Geschichte vor Ort. Geschichte und Museum niederschwellig. Gedanken zur Barrierefreiheit in all ihren Dimensionen
    23.01.20 10. Nachtschicht@UBS - Zurück zum Schreibtisch
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