Interuniversitäres Institut für Angewandte Ethik

Der Aufgaben- und Wirkungsbereich des Instituts umfasst die gesamte Angewandte Ethik samt ihren Grundlagen mit einem Schwerpunkt auf dem Gebiet der Bioethik und speziell der Medizinischen Ethik.

Unter Angewandter Ethik versteht man die Anwendung einzelner ethischer Prinzipien oder ethischer Norm- und Werttheorien auf konkrete Problemfälle und Konfliktsituationen in verschiedenen Lebensbereichen. So verstanden, ist die Angewandte Ethik so alt wie die Ethik selbst. Als selbstständige akademische Disziplin hat sich die Angewandte Ethik jedoch erst in den letzten 20–25 Jahren etabliert. Den verschiedenen Anwendungsgebieten entsprechend hat sich eine Reihe von selbstständigen Teildisziplinen herausgebildet. Diese reichen von der Bioethik und der Medizinischen Ethik, der Umwelt- und Tierethik über die Wissenschafts- und Technikethik, Wirtschaftsethik, Politische Ethik, Rechtsethik bis hin zur Berufsethik für Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal, Techniker/innen und Anwälten/innen usw.

Nicht zuletzt aufgrund der gesellschaftlichen Relevanz und Aktualität ihrer Problemstellungen ist die Angewandte Ethik heute die am stärksten expandierende Teildisziplin der Philosophie.

Der Aufgabenbereich des Instituts umfasst die Angewandte Ethik in ihrer ganzen Bandbreite einschließlich der dazugehörigen Grundlagenfragen; der wichtigste Anwendungsbereich der Angewandten Ethik liegt aber zweifellos auf dem Gebiet der Medizin und der neuen Entwicklungen in der Biologie. Daher liegt ein Hauptgewicht der Institutsarbeit auf der Bioethik und speziell der Medizinischen Ethik.

In diesem Zusammenhang sind aber selbstverständlich auch allgemeine Fragen der Wissenschaftsethik zu berücksichtigen. Für diese Aufgabenstellung ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit unbedingt erforderlich, für welche das neue interuniversitäre Institut ideale Rahmenbedingungen bietet.

Während früher immer wieder der Vorwurf erhoben wurde, dass die philosophische Ethik zu wenig praxisorientiert sei, wird als Folge des enormen Aufschwungs der Angewandten Ethik in den letzten 25 Jahren heute der umgekehrte Vorwurf laut, dass nämlich in der Angewandten Ethik die Grundlagenfragen zu kurz kommen. Dieser Vorwurf ist durchaus berechtigt, und es ist daher ein wichtiges Anliegen des Institutes, auch für solide Grundlagen der Angewandten Ethik zu sorgen. Dabei geht es sowohl um inhaltliche als auch um methodische Grundlagen, die einerseits im Bereich der Norm- und Werttheorien und andererseits im Bereich der Metaethik angesiedelt sind.

Die Zusammenarbeit zwischen der Universität Salzburg und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität bietet für diese Schwerpunktsetzungen bestmögliche Voraussetzungen.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten des Instituts werden im Rahmen von Vorträgen, Fachtagungen, Workshops und Symposien diskutiert und in die Öffentlichkeit getragen; durch eine intensive Publikationstätigkeit soll die wissenschaftliche und die öffentliche Diskussion angeregt und das Bewusstsein für diese grundlegenden Fragen geschärft werden. Eine besondere Rolle spielen dabei auch Konsens-Konferenzen, in denen Ergebnisse erarbeitet werden, die breite Zustimmung erfahren und dadurch eine tragfähige Grundlage für verantwortliches Handeln in diesen Bereichen bilden.

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    Salzburg Summer School “European Private Law” Vom 2.-14. Juli 2018 fand an der Universität Salzburg die 19. Summer School „European Private Law“ unter der Leitung des Dekans der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Prof. DDr. DDr. h.c. Michael Rainer statt. Mehr als 40 Gastprofessoren und Gastsprecher vermittelten im Rahmen von Vorlesungen Grundkenntnisse in 30 verschiedenen Rechtssystemen, die in Workshops und Podiumsdiskussionen weiter vertieft wurden.
    Der Salzburger Biowissenschaftler Robert R. Junker wird für seine Arbeiten zur Biodiversität mit einer 1,2 Millionen dotierten START- Förderung ausgezeichnet. Ein Ziel von Junkers Projekt „Sequentielle Entstehung von Funktionaler Multidiversität“ ist es, ein umfassendes Verständnis für die Ökosystemprozesse zu erlangen, um so zukünftige Naturschutzmaßnahmen besser planen und ergreifen zu können.
    Die Salzburger Hochschulwochen finden unter dem Titel „ANGST?“ vom 30. Juli bis 5. August in der Großen Aula sowie in Hörsälen der Theologischen Fakultät statt.
    Ass. Prof. Dr. Susanne Auer-Mayer vom Fachbereich Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität Salzburg wurde von Bundespräsident Alexander van der Bellen mit dem Herbert Tumpel Preis für ihre Habilitationsschrift „Mitverantwortung in der Sozialversicherung“ gewürdigt. Der Preis wird im Rahmen des Theodor Körner Fonds vergeben.
    Tanja Angelovska und Dietmar Roehm (beide von der PLUS) sind als einzige österreichische Wissenschaftler als assoziierte Mitglieder des internationalen Forschungszentrums CARILSE (Centre for Applied Research and Innovation in Language Sciences and Education) an der University of Portsmouth nominiert worden.
    Im Jahr 2018 fördert die Europäische Kommission über alles Wissenschaftsdisziplinen hinweg 42 Masterstudiengänge im Programm Erasmus+. Fünf davon werden von österreichischen Universitäten koordiniert, gleich zwei von der Universität Salzburg: Digital Communication Leadership und Digital Earth
    Bundesminister Heinz Faßmann zeichnete kürzlich die Didaktik der Naturwissenschaften (Universität Salzburg - School of Education) für ihre hohe Qualität aus. Die Arbeitsgruppe erhielt wiederholt die Auszeichnung „Regional Educational Competence Center (RECC)“. Dabei wurde die Leistung in Biologie, Chemie, Geometrisches Zeichnen/Darstellende Geometrie, Informatik, Mathematik, Mediendidaktik und Physik honoriert.
    Die 6. Salzburg Summer School findet vom 3. bis 4. September 2018 statt. Zwei Tage lang wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
    Vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung. Eine Ausstellung des Verbandes Botanischer Gärten 2018
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