Stefanie Blum-Effenberger

Stefanie Blum-Effenberger © privat

Hauptbetreuerin Univ.-Prof. Dr. Anne Koch
Nebenbetreuerin N.N.
Beginn 2017
Kontakt blumef6673(at)gmail.com
Thema der
Dissertation
Der Koran im Fach 'Islamischer Unterricht' an bayerischen Schulen:
eine ethnografische Untersuchung

 

Abstract

Ausgangspunkt der Arbeit stellt der islamische Unterricht an allgemeinbildenden Schulen in Bayern dar. In einem Modellversuch des Staatsministeriums für Bildung, Kultus, Wissenschaft und Kunst wird seit 2009 an 260 Schulen islamischer Religionsunterricht erteilt, seit 2016 zusätzlich an weiteren 400 Schulen in Bayern.
Das Konzept schreibt für die Unterrichtsgestaltung vor, die Inhalte des Unterrichts an den religiösen Schriften des Islam auszurichten und zugleich konform zum Grundgesetz und der Bayerischen Verfassung zu sein. Auf der Homepage des  Ministeriums wird außerdem festgestellt, dass „der Islamunterricht in Bayern kein konfessioneller Religionsunterricht ist.“
Für die Ausbildung von Lehrkräften für den Schulversuch Islamunterricht etablierte die Friedrich-Alexander Universität (FAU) im Jahr 2003 einen muslimisch-religionspädagogischen Studiengang, bei dem von einer Bekenntnisorientierung der Lehrkräfte und auch in der Unterrichtserteilung ausgegangen wird.
Die Bedeutung des Korans in der Gestaltung des Islamischen Unterrichts wird deutlich, wenn das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung in Bayern (ISB) den 'Koran als die Mitte islamischer Religionslehre' bezeichnet und damit die heilige Schrift der Muslime als zentralen Referenzpunkt für den islamischen Unterricht in Bayern nennt. Wie aber gestaltet sich die Vermittlung des Koran und seine Rezeption zwischen staatlichen Vorgaben und religiösem Lehrauftrag?
Gegenstand der Untersuchung stellen die Curricula, Unterrichtsmaterialien und Schulbücher für die Jahrgangsstufen 1-10 dar. Außerdem werden Transkripte und Aufzeichnungen von ausgewählten Lehrer- und Schüler-Interviews, sowie dem Besuch von einzelnen Religionsstunden an bayerischen öffentlichen Schulen für die Bestandsaufnahme herangezogen. Anhand dieser Daten sollen Kategorien definiert werden, die es ermöglichen, die Rolle des Korans im Unterricht unter religionspädagogischen, hermeneutischen, ästhetischen und linguistischen Gesichtspunkten zu beschreiben.  Hypothese: Es lassen sich in der Koranvermittlung im islamischen Unterricht an bayerischen Schulen Ausprägungen identifizieren, die im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung zwischen staatlichen Vorgaben und religiösem Lehrauftrag stehen. 

Key Words:
Islamischer Unterricht in Bayern; Koran im bayerischen Islamunterricht; Europäischer Islam; muslimische Religionspädagogik; Europäische Koranhermeneutik; Europäische Koranexegese; Ästhetik des Koran; Europäische Koranrezeption der Gegenwart im schulischen Unterricht

Lebenslauf

1985-1989: Studium zur Diplom-Bibliothekarin (FH) (Diplomarbeit: Die Rezeption biblischer Texte in Bilderbüchern)
1989-1995: Universitätsbibliothek Heidelberg
1995 – 2003: Ontario und B.C., Kanada, div. Positionen als Bibliothekarin
2004- heute: Universitätsbibliothek Technische Universität München
2014-2017: Masterstudium Religions- und Kulturwissenschaft (LMU) (Masterarbeit: Untersuchung der Kommunikation nach Paul Watzlawick in einem interreligiösen Kursprogramm (Occurso)
2017: Doktoratsstudium Religious Studies, Universität Salzburg

Studienrelevante Schwerpunkte:

  • Islam in Europa
  • Heilige Texte und ihre Rezeption in der Gegenwart
  • Interreligiöser Dialog
  • News
    Tom Rosenstiel, einer der anerkanntesten Denker zur Zukunft der Medien, spricht am 23. Mai um 19.00 Uhr im HS 380 der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät (Rudolfskai 42) über die Zukunft der Demokratie im Zeitalter von Fake News, den Aufstieg der russischen Trolle im Internet und wie Journalismus in Zukunft aussehen wird.
    Von Essen bis Wickeln: Die Natur bestimmt den Rhythmus vieler Jungeltern. Damit Familienfreundlichkeit auch bei allen ankommt, hier einige Infos, wie und wo an der Universität Salzburg der Alltag mit Kleinkind leichter fällt.
    Zum Auftakt des 20. Österreichischen Juristentags findet am 23. Mai 2018 um 18 Uhr an der Universität Salzburg in der Reihe „Rechtspanorama“ eine Podiumsdiskussion zum Thema „Gefährden Facebook & Co die Demokratie?“ statt. Veranstalter sind die Tageszeitung „Die Presse“ und die Universität Salzburg.
    Ab sofort bis 3. Juli ist die Anmeldung zur ditact_women’s IT summer school der Universität Salzburg, die von 20. August bis 1. September am Unipark Nonntal und an der Fachhochschule Salzburg stattfindet, möglich.
    Renaud Dehousse is President of the European University Institute, a position held since 1 September 2016. Before coming to the EUI, he was Professor and Jean Monnet chair in EU law and European Policy Studies at Sciences Po Paris from 2005 to 2016, where he founded and directed the Centre d'études européennes.
    Vortragsreihe Erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung in vergleichender Perspektive, Auftakt am 17. April 2018, 17.15–18.45 Uhr, HS Thomas Bernhard (Unipark)
    Veranstaltungsreihe zum 80-Jahr Gedenken an die Bücherverbrennung in Salzburg
    Monika Leisch-Kiesl (Linz) spricht am 23. Mai um 18h im Unipark Nonntal im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung AUFKLÄRUNG UND GEGENAUFKLÄRUNG: RELIGIÖSE POLEMIK GEGEN KUNST - KÜNSTLERISCHE POLEMIK GEGEN RELIGION über Polemik zwischen Kunst und Religion bei Luis Buñuel. www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst/aktuelles
  • Veranstaltungen
  • 23.05.18 Polemik zwischen Kunst und Religion bei Luis Buñuel
    24.05.18 Detection of periodicity in functional time series
    25.05.18 KREATIV: Wissenschaft
    29.05.18 Was bedeutet freie Kultur-, Medienarbeit und Projektarbeit?
    29.05.18 Entrepreneurship ABC: Innovationen in Ökosystemen
    29.05.18 Erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung in vergleichender Perspektive
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    29.05.18 Democracy in the EU: How much has changed?”
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