Laufende Projekte und Webservices

Vergleich von Proteinstrukturen

 Die Beschreibung von Ähnlichkeiten zwischen den Raumstrukturen biologischer Makromoleküle ist grundlegend für das Verständnis von deren Funktion und Evolution.  Ein Schwerpunkt unserer Arbeitsgruppe ist die Entwicklung von bioinformatischen Werkzeugen, die das schnelle Aufspüren und die Darstellung dieser Strukturähnlickeiten erleichtern bzw. erst ermöglichen.  Da Proteine ihre biologische Rolle vielfach im Verbund mit anderen Proteinen (als Proteinkomplexe) erfüllen, richtet sich unser Hauptaugenmerk dabei auf die Strukturähnlichkeiten zwischen makromolekularen Komplexen.  Durch den Vergleich ganzer Proteinkomplexe werden häufig interessante Strukturbeziehungen sichtbar, die beim Vergleich einzelner Proteinketten verborgen bleiben.

Eng mit dem paarweisen Vergleich von Proteinstrukturen verbunden ist die Klassifikation von Proteinen. Dabei werden Proteine aufgrund ihrer Ähnlichkeiten untereinander zu Familien zusammengefasst. Strukturbasierte Klassifikationen können Proteinverwandtschaftsbeziehungen erfassen, die über rein sequenzbasierte Klassifikationen nicht zugänglich sind, und damit wertvolle Indizien für evolutionäre Zusammenhänge geben.

Die im Rahmen dieser Projekte entwickelten Werkzeuge sind als Webservices für den paarweisen Strukturvergleich (TopMatch) und das schnelle Durchsuchen von Strukturdatenbanken (TopSearch) verfügbar.


Strukturbasierte Vorhersage von Proteinstabilität

 Die Stabilität von Proteinen spielt eine große Rolle in natürlichen biologischen Prozessen, und eine Änderung der Stabilität durch Mutationen kann erhebliche Folgen haben und zu schweren Krankheiten führen.  Zudem ist Stabilität ein wichtiger Aspekt beim Design von therapeutischen oder biotechnologisch genutzten Proteinen.

Wir haben die Computermethode MAESTRO entwickelt, welche es erlaubt, zuverlässige Vorhersagen darüber zu treffen, wie sich die Stabilität ändert, wenn sich die Proteinsequenz (aufgrund von Genmutationen) ändert. Dabei konzentrieren wir uns auf Proteine, deren 3D-Struktur experimentell bestimmt wurde oder gut vorhergesagt werden kann.

MAESTRO wurde von uns u.a. beim Design von Hypoallergenen angewandt, welche auf eine gezielte und sichere Desensibilisierung von Allergikern abzielen.

 

Strukturbasierte Vorhersage von MHC-II Bindepeptiden

MHC-II Proteine (im Menschen v.a. HLA-DR, HLA-DQ oder HLA-DP) binden Peptide verschiedener Länge und präsentieren diese an der Oberfläche verschiedener Immunzellen.  Dieser MHC-II/Peptid-Komplex wird in weiterer Folge von T-Zellen erkannt, was Abwehrmechanismen aktiviert. Neben ihrer natürlichen Aufgabe, der Abwehr von Pathogenen, spielen MHC-II/Peptid-Komplexe auch eine große Rolle in Allergien, Autoimmunerkrankungen und Krebs.  Unser Ziel ist es, eine zuverlässige Methode zu entwickeln, welche es erlaubt, potenzielle Bindepeptide für die Vielzahl möglicher MHC-II Varianten vorherzusagen.

Abgeschlossene Projekte und Web-Services

(Services werden nicht weiterentwickelt und deren Datenbestand ist möglicherweise nicht mehr auf neuestem Stand)

 

Vorhersage und Analyse von Bindestellen von Transcriptionsfaktoren auf der DNA

 Transcriptionsfaktoren (TF) dienen dem An- und Abschalten des Ablesens von Genen und bestimmen somit, welche Biomoleküle (primär Proteine und funktionelle RNAs) erzeugt werden, welche in Folge die verschiedensten biologische Abläufe bestimmen. Durch Änderungen in der TF Produktion oder dem Verlust von TF-Bindestellen (TFBS) durch DNA-Mutationen können diese Abläufe empfindlich gestört werden, was oft Ursache von Krebs ist.

Als Unterstützung für die Entwicklung von Hypothesen zur Genragulation und für die Planung von Laborexperimenten haben wir die Software D-Light on Promoters entwickelt, welche potentielle TFBS vorhersagen kann, und es erlaubt, regulierte Gene zu Identifizieren.

 

Protein-Funktions-Score

 Öffentlichen Datenbanken wie UniProt oder NCBI-Protein stellen Informationen über zahlreiche Proteine zur Verfügung. Diese Informationen sind unterschiedlich umfangreich und zuverlässig. Der Protein-Funktions-Score (PFS) zieht verschiedene Elemente von Einträgen in der UniProt/SwissProt Datenbank heran, um abzuschätzen, wie fundiert diese Informationen bezüglich der Funktion des jeweiligen Proteins sind.

 

Referenz-Strukturalignments

 Der Vergleich der 3D-Struktur zweier Proteine ist sehr nützlich, um z.B. evolutionäre Verwandtschaften zu erkennen, wenn die mit Hilfe der Proteinsequenz nicht mehr möglich ist. Dabei wird zugleich versucht, die jeweiligen homologen Sequenzpositionen in den beiden zuzuordnen. Das Erstellen dieses Alignments kann sich oft als schwierig herausstellen und damit fehlerhaft sein. Um verschiedene Methoden zum Strukturalignment bezüglich ihrer Alignmentgenauigkeit und ihrer Befähigung, kompliziertere Sachverhalte wie Permutationen oder Verdrehungen zu erkennen, auch beurteilen zu können, haben wir entsprechende Testsätze manuell zusammengestellt.

 

ProSa

 Web-Service und Stand-alone-Programm zur Analyse von Proteinstrukturen. ProSA bewertet Strukturmodelle mit Hilfe statistischer Beschreibungen von atomaren Wechselwirkungen in Proteinen.  Damit unterstützt es die Erkennung von Fehlern in Strukturmodellen und die Suche nach der nativen Struktur eines Proteins.

 

 

NQ-Flipper

 NQ-Flipper validiert und korrigiert die Rotamere von Asparagin- und Glutamin-Seitenketten in röntgenkristallographisch bestimmten Proteinstrukturen.

 

 

 

TopDomain

 Die Zerlegung von Proteinen in strukturell abgrenzbare Einheiten ist ein wichtiges Werkzeug für die Klassifikation und Untersuchung von Proteinstrukturen. TopDomain-web stellt ein einfach zu benutzendes Interface für die Domänenzerlegung von Proteinstrukturen zur Verfügung.

 

 

RefDens

 RefDens vergleicht Elektronendichten, die aus Strukturmodellen errechnet werden, mit Elektronendichten, wie man sie aufgrund früherer Beobachtungen sehr ähnlicher molekularer Umgebungen erwarten würde. Große Abweichungen zwischen errechneten und erwarteten Dichtewerten weisen auf unrealistische molekulare Strukturen hin.

 

CanDen

 Kanonische Verteilungen von Elektronen können für das Refinement von Strukturmodellen aus der Röntgenkristallographie, NMR oder Cryo-EM verwendet werden, wie auch zur Strukturvorhersage und -modellierung. Für Proteinstrukturmodelle beliebiger Herkunft können Differenzdichtemappen berechnet und für den weiteren Einsatz in Modelling-Software heruntergeladen werden. Zusätzlich werden sogenannte "hybrid density maps" zur Verfügung gestellt, welche kanonische Elektronendichten mit experimentell abgeleiteten Dichten kombinieren, um das real space refinement von Kristallstrukturen zu erleichtern. CanDen Webservice.

 

CheckShift

 Der Vergleich sogenannter chemical shifts ist die Grundlage zahlreicher Ansätze, um Strukturinformation aus NMR-Daten zu gewinnen. Dafür ist eine konsistente Referenz der chemical shifts nötig, damit diese Datensätze sinnvoll miteinander verglichen werden können. CheckShift bietet eine verlässliches Werkzeug, um chemical shift-Daten IUPAC-konform zu re-referenzieren.

 

COPS-Benchmark

 Der COPS-Benchmark stellt eine Testumgebung für die Analyse von Sequenzalignmentmethoden, Werkzeugen zur Homologiesuche und Fold Recognition-Techniken zur Verfügung.  Die zu testende Methode kann mit einer Reihe von populären Methoden (BLAST, PSI-BLAST, FASTA, SSearch, COMPASS and HHsearch) verglichen werden.

 

 

Signal-BLAST

 Vorhersage von Signalpeptiden in Proteinen mittels Sequenzalignment und BLAST. Signal-Blast Webservice.

 

 

  • News
    Am Mittwoch, den 17. März 2021 veranstaltet die PLUS einen virtuellen Tag der offenen Tür und lädt interessierte Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen herzlich ein. Alle Informationen dazu finden sich online unter www.uni-salzburg.at/openday.
    Daran interessiert, Lehrer*in zu werden? Informiere dich am virtuellen Tag der offenen Tür der Paris Lodron Universität Salzburg zu deinem Lehramtsstudium in Salzburg!
    Die Rechtsakademie an der Universität Salzburg bietet im Jänner 2021 drei Online-Seminare zu den Themen Update Wettbewerbsrecht (Kartellrecht und UWG) am Freitag, 15.1.2021, Update GmbH-Recht am Freitag, 22.1.2021 und Update Gewährleistungsrecht am Freitag, 29.1.2021, an.
    Soeben ist die neue Ausgabe der Zeitschrift für Praktische Philosophie online erschienen, die – am Puls der Zeit - auch dem einen Thema Rechnung trägt, das uns derzeit prägt wie kein anderes: die Corona-Pandemie. Ihr ist einer der beiden Schwerpunkte der Ausgabe gewidmet; in seinem beachtlichen Umfang spiegelt sich nicht nur die Wichtigkeit dieses Themas, sondern auch das große Bedürfnis, die vielfältigen Folgen dieser Pandemie philosophisch und ethisch zu reflektieren.
    Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Change- Nachrichten im Kontext von Politik, Wirtschaft und Technik“ unter der Leitung von Josef Trappel und Stefan Gadringer findet am Montag, den 25.01.2021 um 18 Uhr, die Online-Veranstaltung "Infizierte Demokratie" statt.
    Herausforderungen gibt es im elementarpädagogischen Alltag zahlreiche, nicht nur in Coronazeiten. Die Kunst liegt im konstruktiven Umgang mit anspruchsvollen Situationen. Dem Thema „Lösungsorientiert mit Herausforderungen – kompetent und sicher – umgehen“ widmet sich der vierte Tag der Elementarbildung in Salzburg 22.01.2021, der aufgrund der pandemiebedingten Maßnahmen in digitaler Form stattfinden wird.
    Mit dem PLUS Talk wurde bereits 2020 ein neues Kommunikationsformat der Paris Lodron Universität Salzburg eingeführt. Im Rahmen dieses Formats treten Mitglieder des Rektorats zu bestimmten Schwerpunktthemen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der PLUS, Studierenden und Vertreterinnen und Vertretern der Öffentlichkeit in Diskurs. Die Diskussionen finden LIVE statt und bieten Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, zu aktuellen Themen Fragen zu stellen.
    Nach Austausch mit dem Ministerium und in intensiver Beratung mit den Dekanen hat das Rektorat der Paris Lodron Universität Salzburg entschieden Prüfungen derzeit grundsätzlich nur mehr online durchzuführen. Dazu gelten folgende Punkte:
    Dialog und Befreiung in einer digitalen Zukunft - Ort und Zeit: Paris Lodron Universität Salzburg; 14.–16. Oktober 2021 - Ansprechpartner: markus.maier@stud.sbg.ac.at
    INTERDISZIPLINÄRE TAGUNG unter der Leitung von Reinhard Heinisch, Reinhard Klaushofer, Christoph Kühberger und Margit Reiter
    10h /Online-Matinee mit Vortrag und Gespräch aus der Reihe „Artes“ mit Robert Brennan und Wolf-Dietrich Löhr.
    Im Rahmen der Reihe „MUSIK & MEDIZIN“ organisiert der Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst am 27. Jänner 2021 einen weiteren Online-Vortrag:
    Im Rahmen der Reihe „MUSIK & MEDIZIN“ organisiert der Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst am 3. Februar 2021 einen weiteren Online-Vortrag:
    Hiermit möchten wir an den Call for Lectures erinnern, welcher noch bis 28.02. geöffnet ist. Bewerben Sie sich als Lektorin bei der ditact_women‘s IT summer studies, welche von 23.08.- 04.09.2021 an der Universität Salzburg stattfindet. Es ist uns ein großes Anliegen auch Nachwuchslektorinnen zu fördern.
    Das Land Salzburg schreibt in Abstimmung mit der Paris Lodron Universität Salzburg das neue Förderprogramm Digital Humanities aus. Unterstützt werden neue, innovative Forschungsvorhaben aus dem GSK-Bereich mit interdisziplinärer Ausrichtung, die sich mit dem Einsatz digitaler Technologien auseinandersetzen.
  • Veranstaltungen
  • 27.01.21 Music, Entrainment and the Mind–Body Connection: Implications for Health and Physical Activity
    28.01.21 Making Art Modern? Views from the Italian Renaissance.
    28.01.21 Kunstgeschichte und Umweltgeschichte im Dialog. Die Darstellung von Wald und Bäumen bei Albrecht Altdorfer und Wolf Huber
    28.01.21 Performing under pressure: Mechanisms and interventions.
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