Forschungsprojekte

 

 

zelluläre passkontrolle: antigenprozessierung und präsentation

 Das Immunsystem hat die Aufgabe, äußere Eindringlinge (Viren und Bakterien) und innere Fehlentwicklungen (Tumoren) zu erkennen und gegebenenfalls zu bekämpfen.  Dazu muss sich jede Zelle dem Immunsystem gegenüber ausweisen, indem es Peptide aus dem Zellinneren an der Zelloberfläche präsentiert.  Trotz der enormen Effizienz dieses Fahndungssystems gelingt es einzelnen schädlichen Zellen unentdeckt zu bleiben, weil unauffällige Peptide präsentiert werden, und dadurch die Passkontrolle versagt.  Wir untersuchen den komplexen Protease-Apparat, der für die Peptidgenerierung verantwortlich ist.  Ein eingehendes Verständnis dieser Prozessierungswege verspricht gezielte Eingreifmöglichkeiten zur Behandlung von Tumor- und Infektionserkrankungen.

 

Bild Proteine

 

undercover agenten - wie krankheitserreger zelluläre abwehrmechanismen unterlaufen

Eine klassische Strategie von Pathogenen ist die Imitation von Proteasen der Immunabwehr.  Dadurch werden die Schutzmechanismen des Wirtsorganismus unterlaufen.  Wir untersuchen in diesem Zusammenhang bakterielle Kollagenasen, die bei Infektionen einen entscheidenden Beitrag zur Kolonisation und Infiltration des Wirts leisten.

 

Structure of collagenase G reveals a chew-and-digest mechanism of bacterial collagenolysis

Eckhard U, Schönauer E, Nüss D & Brandstetter H (2011), Nat. Struct. Mol. Biol. 18: 1109–14

 

Barrierefreiheit: Kurzbeschreibung des Bildes

 

 

 

allergien

Allergene sind an sich harmlose Fremdproteine, die aber bei rund 20 % der Bevölkerung eine übermäßige Immunantwort auslösen und zu vielfältigen Symptomen führen, die von Juckreiz bis zum anaphylaktischen Schock reichen können. Doch was macht ein Protein zu einem Allergen? Mithilfe struktureller Untersuchungen konnten wir ein Modell der molekularen Metamorphose erstellen, das erklärt, warum Allergene eine allergische Immunantwort auslösen: Allergene wandeln ihre Erscheinungsform durch intramolekulare Umlagerungen und durch intermolekulare Komplexbildung (Oligomerisierung) um, wodurch Schlüsselereignisse wie Endozytose, proteolytische Prozessierung, Antigenpräsentation sowie Antikörpererkennung und –quervernetzung beeinflusst werden. Die Unterdrückung dieser Metamorphose stabilisiert Allergene in einer Erscheinungsform und stellt somit einen hochspezifischen Therapieansatz dar.

 

Abbildung 1209179.JPG

 

Blutgerinnung

Das Blutgerinnungssystem stoppt einen lebensbedrohlichen Blutverlust und muss gleichzeitig eine ebenfalls fatale Gefäßverstopfung (Thrombose) verhindern.  Zur Kontrolle der zugrunde liegenden Reaktionen wendet die Natur ein Mehraugenprinzip an, welches das Blutgerinnungssystem nur bei simultanem Vorliegen verschiedener Reize aktiviert.  Fehlende Feinabstimmung führt dabei zu Gerinnungsstörungen, wie z.B. der Hämophilie.  Im Zentrum der Regulation steht der Gerinnungsfaktor IX, an dem wir langreichweitige intra- und intermolekulare Kommunikationskanäle nachweisen und lokalisieren konnten.  Dadurch eröffnen sich rationale Strategien zur Behandlung von Gerinnungsstörungen.

Abbildung 1209180.JPG

 

kallikreine aus der prostata und der epidermis

In der Prostata werden verschiedene Gewebskallikreine (KLKs) gebildet, darunter KLK2, 3, 4 und 11. Diese Serinproteasen sind über ein Aktivierungsnetzwerk miteinander verbunden. Im Falle von Prostatakrebs steigt insbesondere das KLK3, besser bekannt als PSA, übermäßig an. Daher dient der PSA-Spiegel schon jetzt als Biomarker zur Prostatakrebserkennung, obgleich dieses Verfahren stark fehleranfällig ist. Wir erhoffen uns eine deutlich verlässlichere Diagnose durch gleichzeitige Auswertung aller prostatischen KLKs. Epidermale KLKs (KLK5, 7, 14) zusammen mit ihrem Regulator (LEKTI) spielen eine wichtige Rolle bei der Erneuerung der Hautschicht; aus der Balance geraten, entwickelt sich eine Tendenz zum atopischen Ekzem, weil die natürliche äußere Schutzbarriere verloren geht.

Abbildung 1209182.JPG
  • News
    Rektor Hendrik Lehnert und Gattin Annette begrüßten Bundesministerin Karoline Edtstadler, Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Uniratsvorsitzenden Georg Lienbacher beim 9. Paris Lodron Ball in der Alten Residenz. Die Fotogalerie folgt in Kürze.
    Mit dem Thema "Künstliche Intelligenz als Gegner der Menschenrechte" geht die SchülerUNI in das 10. Jahr ihres Bestehens. Konstant besucht und von Medien vielfach im Blickfeld, hat sich das Format zum Erfolgsmodell entwickelt.
    Im neuen Jahr möchten wir die Gelegenheit nutzen, an den Call for Lectures zu erinnern, welcher noch bis 29.02. geöffnet ist. Bewerben Sie sich als Lektorin bei der ditact_women‘s IT summer studies, welche von 24.08.- 05.09.2020 an der Universität Salzburg stattfindet. Es ist uns ein großes Anliegen auch Nachwuchslektorinnen zu fördern.
    Das Uniorchester der Universität Salzburg lädt am 26. Jänner um 19:00 Uhr zum Winterkonzert in die Große Aula der Universität ein.
    Mit Prof. Dr. Marek Węcowski (Universität Warschau) - Montag, 27. Jänner 2020 um 18:30 Uhr s.t. - Residenzplatz 1/4, SR. 1.42
    Einladung zum völlig neuartigen Skitouren-Event des Fachbereiches Sport und Bewegungswissenschaft. Wann: 29.1.2020 um 18 Uhr. Wo: Karkogel-Hütte, Abtenau. Anmeldungen: www.Time2Win.at
    "Puppet Theatre: In the Beginning were Puppets | Figurentheater: Am Anfang waren Puppen" ist eine von Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner organisierte internationale, interdisziplinäre Tagung, die von 30.-31. Jänner 2020, in Kooperation mit dem Salzburger Marionettentheater und der Stiftung Mozarteum, an der Universität Salzburg stattfindet.
    THEMENFELD MUSIK: 18.00h "INT(R)O THE GROOVE (Disco Dance Mix)" Soundlecture von Didi Neidhart (Autor, Musiker, DJ, Salzburg) // 19.15h "RÄUME ALS RESONANZKÖRPER". Lecture von Marco Döttlinger (Komponist, INM Institut Neue Musik, Universität Mozarteum). Uraufführung von CORPUS IV mit Marco Sala und Marco Döttlinger // Atelier, KunstQuartier, Bergstr. 12a // w-k.sbg.ac.at/figurationen-des-uebergangs
    Montag, 03. Februar 2020, 13:30-15 Uhr, Hörsaal E.001 (UNIPARK Nonntal, Erzabt-Klotz-Str. 1). Es wird das Konzept der Uni 55-PLUS im Detail vorgestellt und die Teilnahmemodalitäten (Anmeldeverfahren) erläutert. Es wird empfohlen, die anschließend stattfindende Veranstaltung für „Bisherige“ ebenfalls zu besuchen. Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist nicht erforderlich.
    Der Tag der offenen Tür findet am 11. März ab 9.00 Uhr an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
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  • 27.01.20 Early Greek poetry, social mobility and Solon’s reforms
    29.01.20 Resisting Reality: Political Implications of Vattimo's Hermeneutic Realism
    30.01.20 Lebensende in Institutionen. Jahrestagung des Fachbereichs für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht
    30.01.20 Puppet Theatre: In the Beginning were Puppets
    30.01.20 Targeted Machine Learning: How we can use machine learning for causal inference
    30.01.20 Figurationen und Szenen des Beginnens: Themenfeld MUSIK
    31.01.20 Puppet Theatre: In the Beginning were Puppets
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