HANNELORE BREITENBACH-KOLLER: PROTEINSYNTHESE NACH MASS

 

Wir haben ein Suchverfahren entwickelt, mit dem man ribosomale Proteine identifizieren kann, die speziell eine bestimmte mRNA regulieren. Dies verwenden wir nun in einem Pilotprojekt, um therapeutische Interventionen für eine Mutation in einem Gen zu studieren, das in der seltenen Krankheit Epidermolyis bullosa eine Rolle spielt.

Ribosomen sind Bestandteile aller Zellen und bestehen aus ribosomaler RNA (rRNA) und ribosomalen Proteinen. Ribosomen bestehen in eukaryotischen Zellen, also von Hefezellen bis zu menschlichen Zellen, aus einer großen 60S und einer kleinen 40S Untereinheit, die zusammen das 80S funktionelle Ribosom bilden (die Notierung 80S aus 40S und 60S ergibt sich nicht arithmetisch additiv, sondern aus dem eigenen Sedimentationskoeffizienten in Svedberg (S Einheiten) des gesamten Ribosoms).

Das Ribosom synthetisiert (=translatiert) Proteine gemäß der kodierten Information auf der messenger RNA (mRNA), wobei die kleine Untereinheit das decodierungs-center und die große Untereinheit die Proteinsynthesefunktion enthält. Ein zentraler Aspekt der Regulation der Genexpression - das ist die Kontrolle wann und wo in einer Zelle eine bestimmte mRNA in ein Protein translatiert wird - ist die Regulation der Translation. Seit einigen Jahren wird die regulatorische Funktion von ribosomalen Proteinen und anderen Komponenten des Translationsapparates in diesen Prozessen immer deutlicher. Unsere Arbeitsgruppe studiert die ribosomalen Proteine rpL10, rpS6 und das ribosomenassoziierte Protein Nmd3p.

Seit einigen Jahren konzentriert sich unsere Forschung auf die translationsassoziierte, funktionelle Charakterisierung von humanen Krankheitsgenen im Modellsystem Hefe. So studieren wir das Autismus assozierte ribosomale Protein rpL10 in Kooperation mit dem DKFZ Heidelberg; und die Expression des LAMB3 Gens, dessen mutierte Form in der Blasenkranheit Epidermolyis Bullosa eine Rolle spielt, in Kooperation mit dem EB Haus Austria/PMU und der University of Kent.

Wir haben einen personalisierten Ribosomen-Screen entwickelt, der es uns ermöglicht, ribosomale Varianten zu identifizieren, welche exklusiv und selektiv die Ausbeute der Proteinsynthese einer Ziel-mRNA erhöhen oder senken. "Personalisierte Ribosomen" können durch unterschiedliche experimentelle Strategien generiert werden. Diese Studien zur Translationskontrolle haben zum Thema der Kontrolle der Proteinsynthese dieser Kandiatengene im oxidativen Stress geführt.

Unsere Arbeiten sind in unseren Publikationen dokumentiert.

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    45 Teilnehmer und 15 Vortragende aus aller Welt diskutieren derzeit im Rahmen des 20. Jubiläumssommerkurses der Salzburg Law School on International Criminal Law, Humanitarian Law and Human Rights Law aktuelle Probleme des Völkerstrafrechts.
    Dr. Christina Straub hält am 24. August 2018 um 11:00 Uhr im Hörsaal 421 der NW-Fakultät einen Gastvortrag zum Thema "Ecological genetics of resident Pseudomonas syringae on kiwifruit". Der Fachbereich Biowissenschaften lädt herzlich dazu ein!
    Montag 20.08., 12:30-15:00, Unipark Salzburg, Georg-Eisler-Saal
    Der Angst als Grundgefühl der Gegenwart, deren pathologischer Ausformung zu widerstehen sei, waren die Salzburger Hochschulwochen 2018 gewidmet.
    Wer gut schläft, lernt besser. Das hat jetzt eine Langzeitstudie an Schülern bestätigt. Konkret haben Salzburger Schlafforscher um Kerstin Hödlmoser in einem 8-Jahres-Vergleich herausgefunden, dass für das Festigen von Informationen im Schlaf ein ganz bestimmtes Hirnstrommuster eine Schlüsselrolle spielt.
    Am Samstag, den 22. September 2018 ab 11 Uhr stellt der Botanische Garten die Bilder der Künstlerin Karin Wimmeder aus. Nur bei Schönwetter, Ersatztermin: Samstag, 29. September 2018, 11 Uhr. Musikalisch untermalt von der Rhythmusgruppe "Schlagartig.org".
    Von 31.Juli bis 31. August 2018 zeigt das Literaturarchiv Salzburg die Ausstellung "Raus aus der Stadt! Hofmannsthal und das Junge Wien auf Sommerfrische". Dies ist der einzige außerhalb Wiens gezeigte Teil eines vom Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie initiierten Ensembles von Ausstellungen mit dem Titel „Das Junge Wien. Natur plus X“ zur Autorengruppe Jung-Wien – Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann, Hermann Bahr und Felix Salten.
    Die 6. Salzburg Summer School findet vom 3. bis 4. September 2018 statt. Zwei Tage lang wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
    Vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung. Eine Ausstellung des Verbandes Botanischer Gärten 2018
    Am 6. Dezember 2018 finden an der Universität Salzburg die WTZ Training Days zum Thema Kommunikation, Dissemination und Verbreitung in H2020-Projekten statt.
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