Forschung

Radioaktive Kontamination mit künstlichen Radionukliden ist eine Folge der Anwendung der Atomenergie nach den bahnbrechenden physikalischen Entdeckungen über den Aufbau von Atomen und den sich daraus anbietenden Möglichkeiten zur militärischen und zivilen Nutzung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die nach dem zweiten Weltkrieg in der Phase des kalten Krieges von den damaligen Nuklearmächten UDSSR, USA und GB durchgeführten oberirdischen Kernwaffentests hatten eine weltweite Kontamination zur Folge. Die hohen Explosionsenergien, im Extremfall bis zu 58 Megatonnen TNT Äquivalent, führten zum Aufstieg der Explosionswolke bis in die Stratosphäre und deren Luftströmungen zur globalen Verfrachtung des Nuklidinventars. Der auf Nord- und Südhalbkugel gleichermaßen verbreitete radioaktive Fallout wird deshalb auch „Global Fallout“ bezeichnet. Irgendwie war es schließlich der Vernunft geschuldet, den oberirdischen, den submarinen und den Versuchen im Weltraum mit einem von den USA, GB und der UDSSR 1963 unterzeichnetem Moratorium ein Ende zu setzen und sich weiterhin auf unterirdische Atomtests zu beschränken.
Durch nicht zu beherrschende Unfälle in Kernkraftwerken wurde die Umwelt zusätzlich mit radioaktiven Nukliden kontaminiert. Herausragend ist der Super-Gau in Tschernobyl 1986, der große Teile Europas kontaminierte und in der Nähe des KKW Tschernobyls ein Gebiet von mehreren tausend km² mindestens für Jahrhunderte unbewohnbar machte.
Aus der Luft eingetragene Radionuklide aus Global Fallout und Tschernobyl Fallout reichern sich auf Gletschern an, weil hier ein verdünnendes Medium, wie z.B. eine Bodenmatrix, fehlt. Daher finden sich in äolischen Gletschersedimenten, den Kryokoniten, weltweit die höchsten radioaktiven Kontaminationen in der Umwelt. Mithilfe von Isotopenverhältnissen, zb. Cäsium- und Plutoniumisotope, lassen sich dabei die Quellen des Fallouts identifizieren.

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  • News
    Vom Arbeitsmarkt bis zur Zuwanderung. Wie haben sich in Österreich Einstellungen und Lebensformen in den letzten Jahrzehnten verändert? Das wird vom 26.- 28. September 2019 an der Universität Salzburg beim Kongress „Alles im Wandel? Dynamiken und Kontinuitäten moderner Gesellschaften“ eines der Schwerpunktthemen sein. Veranstaltet wird der Kongress von der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie.
    Die Neurobiologin Belinda Pletzer von der Universität Salzburg erforscht die Wirkung der Antibabypille auf das Gehirn. In einer umfangreichen Studie mit 300 Probandinnen soll festgestellt werden, ob und in welcher Weise dieses Medikament deren Denken beeinflusst. Der Salzburger Spitzenforscherin wurde für ihr Projekt ein Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) zuerkannt. Die hochkarätige EU-Förderung ist mit 1,5 Mio Euro dotiert.
    INTERNATIONALE TAGUNG // Mi 18. September: 14.00-19.45h, Stefan Zweig Zentrum, Edmundsburg (Europasaal) // Do 19. September: 9.30-19.30h, Fr 20. September: 9.30-13.30h Schwerpunkt Wissenschaft & Kunst, Bergstr. 12a, Atelier, 1. OG // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
    Um Studienanfänger*innen den Einstieg ins Studium zu erleichtern, bietet die Universität Salzburg in der letzten Septemberwoche den Orientierungstag an. An diesem Tag erhalten Studienanfänger*innen Informationen über zentrale Einrichtungen unserer Universität rund um Studium, Einführung in die IT-Infrastruktur und vieles mehr.
    Welche Rechtsschutzmöglichkeit - Gewährleistung oder Irrtum - ist für Käufer der vom Diesel-Abgasskandal betroffenen Autos vorteilhafter? Die Juristin Christina Buchleitner hat in ihrer an der Universität Salzburg abgelegten Dissertation die beiden Rechtsbehelfe gegenübergestellt. Nun hat die 26jährige Wienerin dafür den ersten Preis beim Young Investigators Award der Universität Salzburg gewonnen.
    Die Salzburger Armenologin Jasmine Dum-Tragut eröffnet am 31. August 2019 im Genozid-Museum in Jerewan die erste Ausstellung, die das Schicksal armenischer Kriegsgefangener in den österreichischen Gefangenenlagern im Ersten Weltkrieg zeigt.
    Demokratie und Rechtsstaat scheinen in Europa schon bessere Zeiten erlebt zu haben. Die jüngsten Entwicklungen in vielen Staaten weisen auf einen Abbau von Rechtsstaatlichkeit, Grundrechten und Demokratie hin.
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  • 18.09.19 'Genie‘ in der Nachromantik. Das Schöpferische (Individuum) und der Aufstieg der Massenkultur
    19.09.19 'Genie‘ in der Nachromantik. Das Schöpferische (Individuum) und der Aufstieg der Massenkultur
    20.09.19 'Genie‘ in der Nachromantik. Das Schöpferische (Individuum) und der Aufstieg der Massenkultur
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