Liedkommentar zum Österreich-Teil des „Gotteslob“

Projektlaufzeit: 1. April 2018 bis 30. April 2020
Fördergeber: Österreichische Bischofskonferenz

Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Alexander Zerfaß
Mitarbeiterin: Dipl.-Theol. Andrea Ackermann  

Kirchenlieder sind für den Gottesdienst der Kirche von eminenter Bedeutung. Sie spiegeln die Geschichte von Kultur und Kirche, von Theologie und Frömmigkeit, und sie prägen (religiöse) Biographien und Identitäten mit. Ziel des Projekts ist die Erstellung eines Kommentar-Bandes zu den Liedern im Eigenteil der österreichischen Diözesen zum 2013 erschienenen Gebet- und Gesangbuch „Gotteslob“. Die einzelnen Beiträge erörtern die Entstehung und Fassungsgeschichte der Lieder, kommentieren Text und (soweit von Interesse) Melodie und geben Hinweise zur Verwendung der Lieder in Geschichte und Gegenwart.  

Über die Gewinnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse hinaus – gerade im Bereich katholischer Lieder betritt die Erforschung der Liedgeschichte häufig Neuland – soll das Buch das haupt- und nebenamtlich im Gottesdienst tätige Personal (Priester und Diakone, Pastoralassistenten und andere pastorale Mitarbeiter, Organisten, Kirchenmusiker, Kirchenchorsänger), die Theologen und Religionslehrer, die kirchlichen Bibliotheken und die interessierte Bevölkerung (katholische Gottesdienstbesucher ebenso wie ein breiter kulturgeschichtlich interessiertes Publikum) erreichen. Neben dem praktischen Nutzen für die Vorbereitung und die fruchtbare Mitfeier von Gottesdiensten ist zumal bei den regionalen Eigenteilen des „Gotteslob“ auf die Funktion und Wirkung des Kirchengesangs als Ausdruck von kultureller Identität in Geschichte und Gegenwart zu verweisen, was durch den Kommentarband deutlich nachvollzogen werden kann.  

Dem Autorenteam, bestehend aus ca. 20 national und international ausgewiesenen Fachleuten für Hymnologie, Liturgiewissenschaft und Kirchenmusik, werden fassungsgeschichtliche Dossiers zur Verfügung gestellt, die seitens der Universität Salzburg unter Nutzung der einschlägigen Forschungsinstrumente, darunter das Gesangbucharchiv der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, vorbereitet werden. Auf dieser Basis entstehen wissenschaftlich fundierte, gleichzeitig jedoch auch für ein breiteres Publikum interessante Artikel. Die Herausgeber (Univ.-Prof. Dr. Alexander Zerfaß und Univ.-Prof. Dr. Franz Karl Praßl) verantworten die Redaktion der Beiträge.

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