Aida Tuhcic

Fachbereich School of Education
Hauptbetreuerin Priv.-Doz. DDr. Ulrike Greiner
Nebenbetreuerin Univ.-Prof. Dr. Birgit Bütow
Beginn SS 2018
Kontakt aida.tuhcic(at)stud.sbg.ac.at
Thema der Dissertation Gelingensbedingungen der Implementierung von Bildungsstandards an Österreichs Schulen

Abstract

In meiner Dissertation versuche ich anhand von Gruppendiskussionen „kollektive Orientierungen“ von Lehrpersonen als Expertinnen und Experten der Implementierung von Bildungsstandards an deren Schulen zu rekonstruieren. Lehrerinnen und Lehrer gelten als Experten ihrer Profession und entwickeln als Angehörige eines gemeinsamen Erfahrungsraums (Schule) in ihrem Beruf implizites und explizites Wissen: Die Verständigung über implizites Wissen in Gruppen benötigt keine Erläuterungen, um sich in der Gruppe zu verständigen. Beschreibungen und Erzählungen werden von den Lehrpersonen als Mitgliedern der Profession unmittelbar verstanden und können von unterschiedlichen Individuen gleichermaßen erzählt oder fortgeführt werden. Das implizite Erfahrungswissen – also auch dieses zu Gelingensbedingungen der Implementierung von BIST – erschließt sich dem Außenstehenden aber empirisch nur dann, wenn der dazugehörige Erfahrungsraum (individuell und kollektiv) systematisch und methodologisch begründet in Beziehung gebracht wird. Dies ist mit Gruppendiskussionen möglich, da die Lehrpersonen nach einem nicht-normativen Anfangsimpuls zu einem Diskurs angeregt werden. Diese Gruppendiskussionen werden aufgezeichnet, thematisch transkribiert und mit der dokumentarischen Methode nach Bohnsack (vgl. Bohnsack 2014) ausgewertet. Als Ergebnisse werden tiefer gehende Einsichten in den Umgang mit Bildungsstandards an Schulen und deren Auswirkungen auf die Profession der Lehrpersonen erwartet.

CV

2017 bis 2018: wissenschaftliche Mitarbeiterin an der School of Education und am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Paris Lodron Universität Salzburg

seit 2009: Anstellung als VS-Vertragslehrerin

Tagungsbeiträge

Greiner, U., Bütow, B. & Tuhcic, A. (2017, April). Kollektive Erfahrungsräume als Realisation kulturspezifischer pädagogischer Grammatiken der Schulen im Umgang mit Bildungsstandards. Paper presented at the Tagung der Johannes Kepler Universität Linz (JKU). Linz, Austria.

Publikationen

Tuhcic, A.,Greiner, U., & Bütow, B. (2019, in Druck). Implementierung von Bildungsstandards an österreichischen Schulen – theoretische und methodologische Überlegungen zur Analyse der Erfahrungsmuster von Lehrpersonen. In U. Greiner,F. Hofmann,B. Schreiner & C. Wiesner (Hrsg.), Bildungsstandards in Österreich. Münster: Waxmann.

Tuhcic, A.,Bütow, B., & Greiner, U.(2019, in Druck). Kollektive Erfahrungsräume und Identitätsmuster von Lehrpersonen im Prozess der Implementierung von Bildungsstandards an österreichischen Schulen – erste Befunde aus einem empirischen Forschungsprojekt. In U. Greiner,F. Hofmann, B. Schreiner & C. Wiesner (Hrsg.), Bildungsstandards in Österreich. Münster: Waxmann.

Tuhcic, A. & Topalovic, S. (2017). Lernen und Lehrern mit Neuen Medien im Religionsunterricht. Österreichisches Religionspädagogisches Forum, 25(1), 97-106.

Topalovic, S. & Tuhcic, A. (2016). Aneignungsdidaktik und Kompetenzerwerb – Implizites Lernen explizit (er)leben. Bericht zur Fachtagung an der IRPA Wien, 17.-18.05.2016. In: Rektorat der KPH Wien Krems (Hrsg.), Wissensbilanz. Intellectual Capital Report (S. 29). Wien/Krems: Grasl Druck & Neue Medien GmbH. KPH Wien Krems.

Tuhcic, A. (2012). Schule als Ort der interkulturellen und interreligiösen Begegnung. Das Unterrichtsprinzip Interkulturelles Lernen als Chance für den Dialog in der Schule. In: Farid Hafez & Amena Shakir (Hrsg.), Religionsunterricht und säkularer Staat (S. 125-136). Berlin: Frank und Timme.

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    Vom Arbeitsmarkt bis zur Zuwanderung. Wie haben sich in Österreich Einstellungen und Lebensformen in den letzten Jahrzehnten verändert? Das wird vom 26.- 28. September 2019 an der Universität Salzburg beim Kongress „Alles im Wandel? Dynamiken und Kontinuitäten moderner Gesellschaften“ eines der Schwerpunktthemen sein. Veranstaltet wird der Kongress von der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie.
    Die Neurobiologin Belinda Pletzer von der Universität Salzburg erforscht die Wirkung der Antibabypille auf das Gehirn. In einer umfangreichen Studie mit 300 Probandinnen soll festgestellt werden, ob und in welcher Weise dieses Medikament deren Denken beeinflusst. Der Salzburger Spitzenforscherin wurde für ihr Projekt ein Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) zuerkannt. Die hochkarätige EU-Förderung ist mit 1,5 Mio Euro dotiert.
    INTERNATIONALE TAGUNG // Mi 18. September: 14.00-19.45h, Stefan Zweig Zentrum, Edmundsburg (Europasaal) // Do 19. September: 9.30-19.30h, Fr 20. September: 9.30-13.30h Schwerpunkt Wissenschaft & Kunst, Bergstr. 12a, Atelier, 1. OG // www.w-k.sbg.ac.at/de/kunstpolemik-polemikkunst
    Um Studienanfänger*innen den Einstieg ins Studium zu erleichtern, bietet die Universität Salzburg in der letzten Septemberwoche den Orientierungstag an. An diesem Tag erhalten Studienanfänger*innen Informationen über zentrale Einrichtungen unserer Universität rund um Studium, Einführung in die IT-Infrastruktur und vieles mehr.
    Welche Rechtsschutzmöglichkeit - Gewährleistung oder Irrtum - ist für Käufer der vom Diesel-Abgasskandal betroffenen Autos vorteilhafter? Die Juristin Christina Buchleitner hat in ihrer an der Universität Salzburg abgelegten Dissertation die beiden Rechtsbehelfe gegenübergestellt. Nun hat die 26jährige Wienerin dafür den ersten Preis beim Young Investigators Award der Universität Salzburg gewonnen.
    Die Salzburger Armenologin Jasmine Dum-Tragut eröffnet am 31. August 2019 im Genozid-Museum in Jerewan die erste Ausstellung, die das Schicksal armenischer Kriegsgefangener in den österreichischen Gefangenenlagern im Ersten Weltkrieg zeigt.
    Demokratie und Rechtsstaat scheinen in Europa schon bessere Zeiten erlebt zu haben. Die jüngsten Entwicklungen in vielen Staaten weisen auf einen Abbau von Rechtsstaatlichkeit, Grundrechten und Demokratie hin.
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