Diagnostik im Biologieunterricht

Leitung: Priv.-Doz. MMag. Dr. Iris Schiffl

Die Diagnostik der Leistung der SchülerInnen wird oft mit ihrer Benotung gleichgewetzt. Tatsächlich bildet die Diagnostik aber nicht nur die Benotungsgrundlage, sondern ist als integraler Bestandteil des Biologieunterrichts notwendig, um den Unterricht optimal an die Voraussetzungen der SchülerInnen anzupassen. Demzufolge unterscheidet man zwei Arten von Diagnostik:

  • Summative Diagnostik, die dazu dient, die Leistung nach längeren Lernphasen abschließend zu diagnostizieren (meist als Test oder Schularbeit)
  • Formative Diagnostik, die laufend durchgeführt wird, um den Lernfortschritt der SchülerInnen zu erheben (Arbeitsblätter, Unterrichtsbeobachtungen, Unterrichtsgespräche, Hausübungen, …)

Besonders seit Einführung der Bildungsstandards, der kompetenzorientierten Reifeprüfung und des neuen Lehrplans der AHS Oberstufe ab dem Schuljahr 2018/2019 sind die Anforderungen an die Diagnosekompetenz der LehrerInnen stark gestiegen. LehrerInnen müssen nun in der Lage sein, den Kompetenzstand ihrer SchülerInnen genau zu diagnostizieren, um Bewertungen im Sinne der Kompetenzkataloge vornehmen zu können bzw. um die SchülerInnen bestmöglich auf die Reifeprüfung vorzubereiten.

Ziel der Forschung zur Diagnostik im Biologieunterricht ist vor allem die Unterstützung der Lehrpersonen bei dieser Aufgabe. In Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulsystems (BIFIE) beteiligte sich ein Team der Didaktik der Naturwissenschaften der Universität Salzburg auch an der Entwicklung von Diagnoseinstrumenten (IKM: https://www.bifie.at/material/unterstuetzende-materialien-zu-bildungsstandards-und-ikm/)

 

In der Forschung werden folgende Fragestellungen bearbeitet:

  • Wie entwickeln sich biologische Kompetenzen bei den SchülerInnen und wie kann man sie diagnostizieren?
  • Über welche biologischen Kompetenzen und Kompetenzausprägungen verfügen SchülerInnen der unterschiedlichen Schulstufen?
  • Über welchen Kompetenzstand im Bereich der Diagnostik verfügen Lehrkräfte?
  • Wie kann man die Diagnosekompetenz bei Lehrkräften fördern?
  • Wie kann man die Lehrpersonen durch Diagnoseinstrumente in unterschiedlichen Formaten (geschlossen, halb-offen und offen) unterstützen? 

 

Masterarbeiten und Dissertationen zu den unterschiedlichen Fragestellungen sind jederzeit möglich!

 

Publikationen zum Thema:

Schiffl, I. (2018). Kompetenzdiagnostik im Biologieunterricht. Hamburg: Verlag Dr. Kovač.

Schiffl, I. (2018). How information literate are junior and senior biology students. Research in Science Education, DOI: 10.1007/s11165-018-9710-2.

Schiffl, I. & Remplbauer, C. (2018). Diagnosis of inquiry competencies using hands-on experiments with gerbils. In N. Gericke & M. Grace (Eds.), Challenges in biology education research (p. 335 – 350). Karlstad: University Printing Office. [http://kau.diva- portal.org/smash/record.jsf?pid=diva2%3A1230716&dswid=-5551]

Schiffl, I. (2016). Informal assessment of competences in the context of science standards in Austria. Universal Journal of Educational Research, 4(6), 1406-1417.

Schiffl, I. (2016). Science standards in Austria: From prototypic tasks to diagnosis. In J. Lavonen, K. Juuti, J. Lampiselkä, A. Uitto & K. Hahl (Eds.), Science Education Research: Engaging Learners for a sustainable future (Proceedings of ESERA 2015) (p. 2 773 – 2784). Verfügbar unter: http://www.esera.org/media/eBook%202015/eBook_Part_17_links.pdf

Schiffl, I. & Weiglhofer, H. (2016). IKM - Instrument zur informellen Kompetenzmessung in den Naturwissenschaften: Konzeption und Evaluation. In M. Hammann & U. Gebhard (Hrsg.), Lehr- und Lernforschung in der Biologiedidaktik (Band 7) (S. 249-264). Innsbruck: Studien Verlag.

Schiffl, I. & Weiglhofer, H. (2016). Kompetenzdiagnostik im Biologieunterricht am Beispiel des Instruments zur informellen Kompetenzmessung. In G. Maresch & J. Zumbach (Hrsg.), Didaktik der Naturwissenschaften: Neu Horizonte in Biologie, Geometrie und Informatik (S. 27-41). Wien: Facultas. 

 

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    Für seine Publikation zur Entgiftung der Metalle Strontium und Barium in den Zellen der Hochmoor-Grünalge Micrasterias erhält der Salzburger Biologe Martin Niedermeier den Fritz-Grasenick-Preis 2018 der Österreichischen Gesellschaft für Elektronenmikroskopie (ASEM) im Bereich Life Sciences. Niedermeier hat entdeckt, dass diese Algen aus den Schadstoffen Kristalle bilden, um mit ihnen zurechtzukommen und hat dies mit speziellen Methoden der Elektronenmikroskopie nachgewiesen.
    jeweils mittwochs (10. April, 8. und 22. Mai 2019) von 13:00 - 14:00 Uhr im Clubraum der KHG (Wiener-Philharmoniker-Gasse 2, Salzburg)
    Eine botanische Malerin, Mischa Skorecz sowie ein Fotograf, Mischa Erben stellen Ihre Bilder im Botanischen Garten Salzburg aus.
    Wo: Im Botanischen Garten, Hellbrunnerstr. 34, A-5020 Salzburg
    Wann: 15.4. bis Ende August 2019.
    »Das Bedürfnis nach gerechter Sühne« Wege von »Berufsverbrecherinnen« in das Konzentrationslager Ravensbrück
    Bereits zum zweiten Mal wandert die >KinderUNI unterwegs< mit gebündeltem Wissen in die Region Pongau, heuer in das Bundeschullandheim Schloss Tandalier in Radstadt. Am 2. und 3. Mai 2019 bietet die Universität Salzburg gemeinsam mit akzente Salzburg dem Regionalverband und der KLAR!-Region Pongau, der LAG Lebens.Wert.Pongau, der Kompass Mädchenberatung sowie Architektur - Technik + Schule ein buntes und kostenfreies Programm.
    Gastvortrag von Herrn Univ.-Prof. Dr. Andreas Heil, Universität Wien, am Montag, 6.5.2019, 17.30, Residenzplatz 1, Abguss-Sammlung SR. E.33, Fachbereich Altertumswissenschaften
    Montag, 06.05.2019 um 17:00 Uhr, UniPark: Vortrag von Kohei Saito, Universität Osaka, Japan, im Rahmen der Ringvorlesung "Globale Herausforderungen - Antworten auf den Klimawandel"
    Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Theologie im Zeichen der Zeit"am 7. Mai 2019 um 18:00 im HS 101 der Katholisch-Theologischen Fakultät (Universitätsplatz 1, Salzburg, EG) statt.
    Was Arbeit mit Kommunikation zu tun hat 8. Mai 2019, 15.00-18.00, FÜNFZIGZWANZIG, Residenzplatz 10, 5020 Salzburg
    Vortrag von Daniel Tanuro, Agraringenieur und ökosozialistischer Aktivist, am Donnerstag, 9. Mai um 19:30 im UniPark Salzburg im Rahmen der Ringvorlesung "Globale Herausforderungen - Antworten auf den Klimawandel"
    Vortrag von Birgit Mahnkopf, Berlin, am Donnerstag, 9. Mai um 18 Uhr im UniPark Salzburg im Rahmen der Ringvorlesung "Globale Herausforderungen - Antworten auf den Klimawandel"
    Am: 16.05.2019 // Zeit: 18:30h s.t. - 20:00h // Ort: Hörsaal 209 (!) der Rechtswiss. Fakultät der Universität Salzburg // Churfürststraße 1 // A-5020 Salzburg // (Zugang beschildert)
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