Forschung

Exosomen sind natürlich vorkommende extrazelluläre Nanovesikel (EV), die von allen Zellen, in allen Königreichen des Lebens ausgeschieden werden. Sie spielen eine wesentliche Rolle in der zellulären Kommunikation und modulieren die Funktion ihrer Empfängerzellen durch funktionellen Transfer von Makromolekülen über Zell- und Gewebebarrieren hinweg. Im Gegensatz zu den meisten synthetischen Wirkstoff-vehikeln werden Exosomen von den Empfängerzellen durch ihre Filopodien aktiv rekrutiert und effektiv in Endosomen internalisiert, die in ihrer quantitativen Effektivität an die von Viren und anderen hochinfektiven Krankheitserregern herankommt (Heusermann W et al, JCB 2016). Innerhalb der Zellen shutteln sie als intakte Vesikel innerhalb von Endosomen, die in einer Stop-and-Go-Bewegung entlang des endoplasmatischen Retikulums scannen, bevor sie zum Abbau in das lysosomale Kompartiment geleitet werden.

Exosomen gelten als evolutionär optimierte, hochwirksame Nanotransporter von Makromolekülen über biologische Barrieren hinweg, die vom Spender- bis zum Empfängerzellenbereich gezielt eingesetzt werden und aus einem Repertoire von Proteinen, Lipiden und Nukleinsäuren bestehen, die vom dynamischen Zustand ihrer Mutterzellen abhängig sind. Ihre Biologie birgt daher ein immenses Potenzial für biomedizinische Anwendungen von der nicht-invasiven Diagnostik und leicht zugänglichen Biomarkern über zellfreie Zelltherapie bis hin zur biomimetischen Medikamentenverabreichung.

Eine Nutzbarmachung der EV Biologie für klinische Anwendungen und letztlich der Entwicklung neuartiger Pharmazeutika ist derzeit noch dadurch limitiert, dass die zugrunde liegenden molekularen, zellulären und physiologischen Mechanismen noch weitgehend unerforscht sind, sowie die verfügbaren analytischen Möglichkeiten zur Überwachung dieser heterogenen und komplexen biologischen Spezies noch unzureichend sind.

Forschung

In unserer Gruppe konzentrieren wir uns auf:

  • Aufklärung grundlegender Mechanismen der EV-Biogenese, des Transports und ihrer Wechselwirkungen mit Empfängerzellen durch quantitative molekulare Bildgebung und chemische Biologie
  • Untersuchung von grundlegenden Mechanismen und Signalwege von Exosomen und Viren in deren Aufnahme, Transport und Metabolismus in Zielzellen
  • Entwicklung von Analysemethoden zur Charakterisierung von extrazellulären Vesikel auf Einzelvesikel/Einzelmolekül-ebene
  • Entwicklung neuer Strategien für die Gewinnung und Nutzbarmachung von (essbaren) EVs aus verschiedenen Quellen wie zB. Milchprodukten, Früchten und Eiern.
  • Entwicklung von Prototypen für EV-basierte orale Arzneimittelanwendungen.
  • Entwicklung von antiviralen Exosomen als therapeutische Platform für künftige Pandemien
  • News
    Die virtuelle internationale Tagung „Die Medialität des Briefes – diplomatische Korrespondenz im Kontext frühneuzeitlicher Briefkultur” findet am 29./30./31. Oktober mittels Webex statt.
    In der sozialpädagogischen Praxis sehen sich Mitarbeiter*innen (Akteur*innen) mit vielerlei Herausforderungen in komplexen, offenen sozialen Problemsituationen konfrontiert, denen es „fachlich“ und „qualitätsvoll“ zu begegnen gilt.
    Im Rahmen eines sechsjährigen Laserscan-Monitorings in den Hohen Tauern haben Geowissenschaftler aus Österreich, Deutschland und der Schweiz (GEORESEARCH, Universität Salzburg, TU München, Universität Bonn, Universität Lausanne) den Zusammenhang zwischen aktuellem Gletscherrückgang und Steinschlagaktivität untersucht.
    Buchneuerscheinung der MINT und Medien Didaktik der Universität Salzburg beim Waxmann Verlag.
    Der EPU Projekt Call 2020 ist ab sofort geöffnet! Einreichtermin ist der 17. November 2020 (12:00 Uhr).
    Der Fachbereich Slawistik lädt zusammen mit dem Kulturzentrum DAS KINO und dem Russlandzentrum zur fünften Kinoreihe mit ost- und mittelosteuropäischen Filmen ein. Im Rahmen des Filmklubs „Slawistyka, Slavistika, Cлавистика“ werden preisgekrönte aktuelle polnische, russische und tschechische Filme mit gesellschaftlicher und politischer Thematik gezeigt.
    Bis zum 31. Oktober ist die Bewerbung auf zwei Dissertationspreise (dotiert mit jeweils 2.000 Euro) möglich:
    Frequently Asked Questions (FAQ) zum Corona-Semester
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