Sarah-Samuel-Preis für Kurzprosa


Das Literaturarchiv Salzburg verleiht in einer Kooperation mit dem Literaturhaus Graz ab 2019 den Sarah-Samuel-Preis für Kurzprosa. Er wird jährlich für einen oder mehrere auf Deutsch verfasste und im jeweils vorangegangenen Kalenderjahr erschienene, narrative Kurzprosatexte eines Autors/einer Autorin vergeben.

Die Vergabe erfolgt nicht auf der Basis von Einreichungen, sondern von Nominierungen durch eine Jury. Das Preisgeld in Höhe von Euro 10.000.- wird von Gerlinde und Harald Niederreiter gestiftet. Die beiden leben in Salzburg, waren jedoch über viele Jahre auf internationaler Ebene tätig: Harald Niederreiter als renommierter Mathematiker an mehreren Universitäten, die studierte Historikerin Gerlinde Niederreiter als Mitarbeiterin der Atomenergiebehörde der UNO. Unter dem Pseudonym Sarah Samuel veröffentlichten sie gemeinsam Romane und Erzählungen, z.B. „Das Lazarettkind“ (2016), „Schwarzer Halbmond“ (2017) sowie „Der Katzenfänger und andere Grenzgänger“, 2020).

 

Sarah-Samuel-Preis 2020 für Thomas Stangl

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©Jessica Schaefer

Der Sarah-Samuel-Preis für Kurzprosa 2020 geht an Thomas Stangl für sein Buch „Die Geschichte des Körpers“ (Droschl Verlag, Graz).

Die Begründung der Jury, die sich aus Klaus Kastberger (Franz-Nabl-Institut/Literaturhaus Graz), Carsten Otte (SWR) und Brigitte Schwens-Harrant (Die Furche) zusammensetzte: „Thomas Stangl erkundet in seinem ersten Kurzprosa-Band Die Geschichte des Körpers nichts Geringeres als das Leben, die Welt, die Wirklichkeit – oder was wir jeweils dafür halten. In den teils äußerst verdichteten und kurzen Texten, die durch feine motivische Anspielungen wie von Zauberhand verbunden scheinen, geschieht etwas mit Raum und Zeit, mit Innen und Außen – und so manche Sicherheit verrutscht. Vor allem gilt das in Bezug auf die eigene Körperwahrnehmung: Was bleibt etwa Kindern vom guten Kuschelgefühl, im Bett der Eltern zu liegen, wenn Mutter und Vater plötzlich verschwunden sind? Und wie befremdlich erscheint es, Kleider zu tragen, ‚als gehörten sie zum eigenen Körper‘? Thomas Stangl ist ein sensibler Entdecker der Haut als literarisches Sinnesorgan.“

 

Sarah-Samuel-Preis 2019

Den Sarah-Samuel-Preis 2019 erhielt Judith Schalansky für ihr Buch „Verzeichnis einiger Verluste“ (Suhrkamp, Berlin).

Aus der Begründung der Jury, der Klaus Kastberger (Franz-Nabl-Institut/Literaturhaus Graz), Brigitte Schwens-Harrant (Die Furche) und Nicola Steiner (SRF) angehörten: „In ihrem Band Verzeichnis einiger Verluste zeigt Judith Schalansky das breite Spektrum an Möglichkeiten, das die Kurzprosa heute als eine aktuelle literarische Ausdrucksform hat. […] Die Aufzeichnung von Verlusten, die die Menschheitsgeschichte erlitten hat, führt hier nicht zu blinder Melancholie, sondern wird – zwischen Fakt und Fiktion – zum literarischen Ereignis.“

 

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    In der sozialpädagogischen Praxis sehen sich Mitarbeiter*innen (Akteur*innen) mit vielerlei Herausforderungen in komplexen, offenen sozialen Problemsituationen konfrontiert, denen es „fachlich“ und „qualitätsvoll“ zu begegnen gilt.
    Das Chinazentrum veranstaltet zu diesem Thema ein Online-Symposion am 12. und 13. November 2020. Menschen mit sichtbarer asiatischer Herkunft sind in Europa und den USA – vor allem seit COVID19 – verstärkter Diskriminierung ausgesetzt. Doch was steckt hinter dieser Angst und wie kann diese Form des Rassismus wirkungsvoll bekämpft werden?
    DO 9.30-SA 13h // Was haben Homer, Francisco de Goya und Maria Theresia von Paradis gemeinsam? Sie sind ein Dichter, ein Maler und eine Musikerin, deren Werke kaum losgelöst vom Gebrechen des/der Künstler*in rezipiert wird. Vorstellungen, die sich um die Gebrechen von Kunstschaffenden gruppieren, stehen im Fokus dieser Tagung. // https://w-k.sbg.ac.at/figurationen-des-uebergangs/
    Die Digitalisierung hat zu einer enormen Verbreitung verschiedener Formen mobilen Arbeitens geführt. Corona hat hier einen zusätzlichen Schub gebracht und Homeoffice in Bereichen und für Tätigkeiten eingeführt, die vorher kaum vorstellbar waren.
    Die virtuelle internationale Tagung „Die Medialität des Briefes – diplomatische Korrespondenz im Kontext frühneuzeitlicher Briefkultur” findet am 29./30./31. Oktober mittels Webex statt.
    Im Rahmen eines sechsjährigen Laserscan-Monitorings in den Hohen Tauern haben Geowissenschaftler aus Österreich, Deutschland und der Schweiz (GEORESEARCH, Universität Salzburg, TU München, Universität Bonn, Universität Lausanne) den Zusammenhang zwischen aktuellem Gletscherrückgang und Steinschlagaktivität untersucht.
    Buchneuerscheinung der MINT und Medien Didaktik der Universität Salzburg beim Waxmann Verlag.
    Der Fachbereich Slawistik lädt zusammen mit dem Kulturzentrum DAS KINO und dem Russlandzentrum zur fünften Kinoreihe mit ost- und mittelosteuropäischen Filmen ein. Im Rahmen des Filmklubs „Slawistyka, Slavistika, Cлавистика“ werden preisgekrönte aktuelle polnische, russische und tschechische Filme mit gesellschaftlicher und politischer Thematik gezeigt.
    Bis zum 31. Oktober ist die Bewerbung auf zwei Dissertationspreise (dotiert mit jeweils 2.000 Euro) möglich:
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