Forschungsprojekte, personenbezogen in alphabetischer Reihung

Behensky, Susanne

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Degenhart, Jasmin

Partikeln an der Schnittstelle zwischen Pragmatik und Semantik im Russischen am Beispiel von ved’ und že

Mag. Jasmin Degenhart geht in ihrem Dissertationsprojekt „Partikeln an der Schnittstelle zwischen Pragmatik und Semantik im Russischen am Beispiel von ved’ und že“ der Frage nach, inwiefern sich ved’ und že im Laufe der Zeit hinsichtlich ihrer semantischen und pragmatischen Funktion verändert haben.

 

 

 

Deutschmann, Peter

Nach Schema F? – Handlungsverläufe im Drama

Als gestaltete Konstruktionen sind fiktionale Handlungsverläufe in erhöhtem Maße durch mediale und genretypische Regularitäten bedingt, trotzdem erscheinen sie in ihrer schieren Fülle mannigfaltig oder überraschend. Das auf eine längere Dauer angelegte Projekt ist auf die Ermittlung von „typischen“ Handlungsverläufen ausgerichtet. Dabei werden einerseits produktionsästhetische und poetologische Reflexionen von Handlungskonstruktionen (z.B. Tragödien- und Komödienschema) auf ihr generatives Potenzial hin untersucht, andererseits soll im Ausgang von konkreten Dramentexten eine standardisierte Abstraktion von deren Handlungsverläufen entwickelt werden, die mit Mitteln der Digital Humanities sowohl ständige Erweiterung erlauben und wie auch laufend typologische Vergleiche ermöglichen soll. In einer ersten Etappe (2019-20) sollen die Grundlagen einer von konkreten Dramenhandlung abstrahierenden Analyse entwickelt werden.

 

 

 

Hargaßner, Julia

Die Geschichte des Unterrichtsfaches Russisch in Österreich seit 1947 bis zur Gegenwart

Die Studie verortet sich im Forschungsfeld historischer Fachdidaktikforschung. Primär geht es um die Geschichte des Unterrichtsfaches Russisch im österreichischen Schulwesen. Rückblickend werden Entwicklungen, dominierende Theorien und institutionelle Rahmenbedingungen sowie Lehr-/Lernmaterialien des Schulfaches mit dem Ziel analysiert, ein Verständnis der heutigen Situation auf der Grundlage der historischen Entwicklung zu schaffen.

 

 

 

Hausbacher, Eva

Transkulturelle Schreibweisen in den slawischen Literaturen

Transkulturalität als ein die Verfasstheit heutiger Kulturen charakterisierendes Konzept bietet einen produktiven analytischen Rahmen für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen slawischen Literaturen im Spannungsfeld von Nationalismus, Migration und Globalisierung. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts werden eine kritische Bestandsaufnahme der Theorie- und Begriffsbildung innerhalb dieses Forschungsfeldes vorgenommen sowie Fallstudien zu zeitgenössischen transkulturellen AutorInnen aus den ost-, west- und südslawischen Kulturräumen erstellt, wobei der Fokus auf den Gegenwartsliteraturen liegt. Die thematische Ausrichtung der Teiluntersuchungen beleuchtet Phänomene der Translingualität bzw. Mehrsprachigkeit, die Bedingungen des Schreibens in bilingualen Kulturen, Literaturverflechtungen und -transfers sowie die Spezifik transkultureller Erinnerungsnarrative. 

Hausbacher, Eva und Rebrova, Irina

Erzählformen kultureller Identität im zeitgenössischen russischen Diskurs von Metropole und Diaspora

Das Forschungsprojekt wird als Joint Project mit einem Team des Lehrstuhls für Russisch als Fremdsprache und Methodik des Unterrichtens der Staatlichen Universität St. Petersburg unter der Leitung von Prof. Tatʼjana I. Popova durchgeführt. Das Projekt analysiert zeitgenössische Texte der russischen Literatur im Hinblick auf Besonderheiten der Erzählweise in der Darstellung kultureller Identität. Im Zentrum der Analysen steht die Frage nach den Differenzen und  Verschiebungen kultureller Identitätscodes im Vergleich zu früheren Phasen der russischen Literatur und im Vergleich der Verortung der Texte im innerrussisch metropolitanen (Petersburger Forschungsgruppe) oder transkulturell diasporischen Diskurs (Salzburger Forschungsgruppe). Neben den literarischen Texten werden in die Analysen diverse Formen von Ego-Dokumenten (z.B. Homepages, Blogs) und AutorInneninterviews einbezogen. Dabei werden Werthierarchien und Wissensprioritäten offengelegt, wie sie nicht nur in der Literatur, sondern auch im kollektiven Unbewussten der russischen Kultur präsent sind

Kaysers, Philipp

Über das Erinnern im Russischen Futurismus

Im Rahmen der Dissertation soll sich dem Phänomen des Erinnerns im russischen Futurismus genähert werden. Die Fragestellung der Dissertation ergibt sich aus dem Widerspruch, dass der Futurismus als literarische Strömung sich der Zukunft verschrieben habe, was auch die Selbstbezeichnungen budetljane (‚Zukünftler‘) oder auch futuristy (‚Futuristen‘) der Künstler verdeutlichen, sich jedoch die Kunstwerke der Futuristen vielfach auf die Vergangenheit beziehen. Die im Entstehen begriffene Arbeit soll sich daher den Formen des Erinnerns im Futurismus widmen, jedoch über das bis hier skizzierte Verfremden als Erinnern hinausgehen. Das Aufgreifen historischer Sujets und Textsorten soll anhand eines ausgewählten Textkorpus untersucht werden. Dieser Rückgriff auf Historisches im Futurismus, so die zugrundeliegende Annahme, geht dabei über einen reinen Archaismus oder (Neo-)Primitivismus hinaus. Untersucht werden dabei die Werke verschiedener Autoren, die zu den russischen Futuristen zählen. Das Augenmerk liegt vor allem auf unbekannteren Schriftstellern u.a. Vasilij Kamenskij.

 

 

 

Mendoza, Imke

Differentielle Argumentmarkierung

Die differentielle Argumentmarkierung, d.h. die formale Markierung von Argumenten in Abhängigkeit von seinen semantischen und diskurspragmatischen Merkmalen, spielt in den slawischen Sprachen eine besondere Rolle. Zum einen rufen bestimmte semantische Eigenschaften wie Partitivität und Definitheit, aber auch das Vorliegen einer Negation eine Variation zwischen Genitiv und Akkusativ oder Genitiv und Nominativ hervor, zum anderen sind Belebtheit und in manchen slawischen Sprachen auch Personalität als grammatische Kategorien fest in der Grammatik verankert. Das Projekt befasst sich in synchroner und diachroner Hinsicht mit der differentiellen Argumentmarkierung. Dabei geht es zum einen darum, was die slawischen Daten zur theoretischen und typologischen Diskussion beitragen können, zum anderen um die Wechselwirkung von externen und internen Faktoren sowohl bei der Entstehung als auch beim Rückgang von differentieller Argumentmarkierung.

Bisherige Publikationen: „Überlegungen zur Entstehung des Nominativobjekts im Altrussischen“. In: Peter Kosta und Daniel Weiss (Hg.), Slavistische Linguistik 2006/2007. München 2008, 299-317. „Differentielle Argumentmarkierung im Nordslavischen (am Beispiel des Russischen, Polnischen, Tschechischen und Obersorbischen)“. Wiener Slawistischer Almanach 77 (2016), 265-286.

 

Sprachwandel und Registerwandel

Lassen sich in einem Korpus über einen längeren Zeitraum hinweg systematische sprachliche Veränderungen beobachten, nimmt man in der Regel an, diese Veränderung seien dem Sprachwandel geschuldet. Das ist aber nicht ganz so selbstverständlich wie es zunächst scheinen mag. Wenn es sich um Veränderungen in einem Korpus handelt, das einen einheitlichen Texttyp oder eine Textsorte darstellt bzw, können sie auch auf Wandelprozesse innerhalb des Texttyps zurückzuführen sein. Das läßt sich gut am Beispiel der altrussischen Birkenrindenbriefe illustrieren, die einen Zeitraum von über 450 Jahren abdecken. Das Projekt untersucht v.a. anhand dieses Korpus das Zusammenspiel von Sprachwandel und Registerwandel auf allen sprachlichen Beschreibungsebenen.

 

Syntaktische Oszillierung in den slawischen Sprachen (mit Barbara Sonnenhauser, Zürich und Björn Wiemer, Mainz)

Den Begriff „(syntaktische) Oszillierung“ wenden wir auf polyprädikative Strukturen an, bei denen das gegenseitige Verhältnis der einzelnen Prädikationen sowohl auf der inhaltlich-semantischen als auch auf der strukturellen Ebenen unbestimmt oder „vage“ ist. Der Begriff „Oszillierung“ unterscheidet sich dabei vom Begriff der Ambiguität, weil sich oszillierende Strukturen nicht bei entsprechender kontextueller oder situativer Zusatzinformation „auflösen“ lassen. Wir wollen zunächst oszillierende Strukturen in den slawischen Sprachen identifizieren und klassifizieren, um dann zu untersuchen, welche Rolle oszillierende Strukturen beim syntaktischen Wandel und insbesondere bei Reanalyse-Prozessen spielen.

Bisherige Publikationen: Imke Mendoza 2017. „Unbestimmtheit und Eindeutigkeit in der Syntax von Afanasij Nikitin“. In: Anna-Maria Meyer et al. (Hg.), Im Rhythmus der Linguistik. Festschrift für Sebastian Kempgen zum 65. Geburtstag. Bamberg, 347-360.

 

 

Muilwijk, Bob

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Theißen, Ulrich

STUDIEN ZUM NICHTKANONISCHEN WORTSCHATZ DES ALTKIRCHENSLAWISCHEN/ALTBULGARISCHEN

Unsere Vorstellung vom Charakter und semantischen Umfang des Altkirchenslavischen/Altbulgarischen ist traditionsbedingt von dessen Funktion als „Sakralsprache“ geprägt, die (zunächst) vorwiegend für Missionierungszwecke und zur Wiedergabe von im weitesten Sinne christlichen Inhalten konzipiert war. Die Feststellung eines aus der ältesten Zeit stammenden „Kanons“ an Handschriften, die Fixierung auf phonologische Details vor dem 12. Jahrhundert sowie das Ausklammern des Wortschatzes nachweislich aus der Preslaver Zeit stammender („weltlicher“) Literaturdenkmäler (nur weil die Textzeugen aus späteren Jahrhunderten und lokalen „Redaktionen“ stammen) haben den Blick auf eine umfassende lexikalische Präsentation des AKS/ABG lange verstellt. Dass in der Paläoslavistik lange Zeit die Handschriftenkunde und die statistische Erfassung sprachlicher Formen wichtiger war als die Semantik der Wörter, zeigen die meisten Indices zu Ausgaben literarischer Texte aus der Preslaver Schule. Das Projekt hat zum Ziel, die Grenze zwischen „Kanonisch“ und „Nichtkanonisch“ zu überwinden, um zu einer ganzheitlicheren Vorstellung vom Wortschatz des AKS/ABG als einer nicht nur sakralen, sondern umfassend und auch im Alltag verwendeten Sprache zu gelangen.

 

PHYTONYME IN SLAVISCHEN SPRACHEN – Etymologie und Benennungsmotivation

In Fortsetzung der Studien für die Habilitationsschrift und weitere Publikationen wird die Beschäftigung mit der Herkunft der Namen für Heilpflanzen in slavischen Sprachen fortgesetzt. Die Analysen erfolgen dabei im Vergleich mit der Benennungssituation im deutschen Sprachraum. Von großem Belang sind dabei auch Fragen des Sprach- und Kulturkontakts, der Lehnbeziehungen und – als interdisziplinärer Aspekt - der naturmedizinischen und volkskundlichen Relevanz bestimmter Pflanzen.

 

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    Mittwoch, 30. September, 13:00 findet ein Online-Vortrag zu den Ergebnissen der Lehrenden-Befragung zum Distance Teaching statt.
    Uni soll zukunftsfit werden / Wissenschaft und Bildung als Investition in die Zukunft - Das neue Rektorat der Paris Lodron Universität Salzburg unter der Leitung von Hendrik Lehnert hat ein schlüssiges Konzept für eine neue Universitätsstruktur vorgelegt, die sich derzeit in interner Abstimmung befindet.
    Forscher*innen des Fachbereichs Geoinformatik an der PLUS arbeiten seit mehreren Jahren in nationalen und internationalen Forschungsprojekten an Themen wie humanitärem Management, Flüchtlingsmanagement, Naturkatastrophen sowie COVID-19. Sie analysieren und werten Milliarden von georeferenzierten Social-Media-Daten aus. Die Ergebnisse dienen Stakeholdern als wichtige Entscheidungsgrundlage.
    Gabriele Spilker, Professorin für Methoden der Politikwissenschaft an der Universität Salzburg wurde gestern Abend in Wien mit dem Ars Docendi Staatspreis für exzellente Lehre an Österreichs Hochschulen ausgezeichnet. Der Preis wird in fünf Kategorien vergeben und ist mit je 7.000 Euro dotiert. Spilker ist die Gewinnerin in der Kategorie „Lernergebnisorientierte Prüfungskultur und deren Verankerung in der Lehrveranstaltung“.
    Gattungstheorie. Herausgegeben von Paul Keckeis und Werner Michler. Berlin: Suhrkamp 2020 (= stw 2179) (erschienen 14.9.2020)
    Mit der Zusammenführung der Bereiche Career und Startup erweitern wir unser bewährtes Career Center Angebot, mit dem Ziel Gründungsinteresse zu wecken und Gründungsinteressierte zu begleiten.
    Bis zum 31. Oktober ist die Bewerbung auf zwei Dissertationspreise (dotiert mit jeweils 2.000 Euro) möglich:
    Die 6. Jahrestagung zur Migrations- und Integrationsforschung in Österreich fand heuer vom 16.9. bis 18.9. an der Universität Salzburg – teilweise in Präsenz, teilweise online - statt. Verabschiedet wurde eine Resolution für die Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria.
    Im Rahmen seines Profils „Räume und Identitäten“ wurde am 30. Jänner 2020 am Fachbereich Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht der Universität Salzburg die dritte Jahrestagung abgehalten. Die Tagung mit dem Titel „Lebensende in Institutionen“ griff eine brisante soziale Thematik auf.
    Die Starting Grants werden seit 2007 jährlich vergeben und ermöglichen herausragenden Forscher/innen die Durchführung innovativer Forschungsvorhaben. Die Förderpreise werden in hochkompetitiven Wettbewerben vergeben und stellen für die geförderten Forscher/innen eine bedeutende wissenschaftliche Auszeichnung dar. Dieses Jahr gingen 11 ERC Starting Grants nach Österreich, Forster erhielt den einzigen im Bereich Informatik. 13,3% aller Einreichungen wurden heuer vom ERC gefördert.
    Wichtige Termine und Informationen zur Anmeldung für die Kurse am Sprachenzentrum im Wintersemester 2020/21
    Auch historioPLUS musste sich, so wie viele andere auch, an die veränderten Umstände aufgrund von Covid-19 anpassen. Aus diesem Grund erscheint heuer der aktuelle Jahrgang etwas später als in den vergangenen Jahren.
    Seit fast 20 Jahren ist das Sprachenzentrum im Bereich Interkomprehensionsdidaktik tätig – Anlass genug, um namhafte Expert*innen im Bereich Mehrsprachigkeitsdidaktik zu vereinen, um den aktuellen Forschungsstand im Bereich Interkomprehension darzustellen. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der Sammelband „Lehr- und Lernkompetenzen für die Interkompehension. Perspektiven für die mehrsprachige Bildung“ (Band 10 der Salzburger Reihe zur Lehrer/innen/bildung).
    Programmleitung und Gesprächsführung: Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner
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