Forschungsprojekte, personenbezogen in alphabetischer Reihung

Behensky, Susanne

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Degenhart, Jasmin

Partikeln an der Schnittstelle zwischen Pragmatik und Semantik im Russischen am Beispiel von ved’ und že

Mag. Jasmin Degenhart geht in ihrem Dissertationsprojekt „Partikeln an der Schnittstelle zwischen Pragmatik und Semantik im Russischen am Beispiel von ved’ und že“ der Frage nach, inwiefern sich ved’ und že im Laufe der Zeit hinsichtlich ihrer semantischen und pragmatischen Funktion verändert haben.

 

 

 

Deutschmann, Peter

Nach Schema F? – Handlungsverläufe im Drama

Als gestaltete Konstruktionen sind fiktionale Handlungsverläufe in erhöhtem Maße durch mediale und genretypische Regularitäten bedingt, trotzdem erscheinen sie in ihrer schieren Fülle mannigfaltig oder überraschend. Das auf eine längere Dauer angelegte Projekt ist auf die Ermittlung von „typischen“ Handlungsverläufen ausgerichtet. Dabei werden einerseits produktionsästhetische und poetologische Reflexionen von Handlungskonstruktionen (z.B. Tragödien- und Komödienschema) auf ihr generatives Potenzial hin untersucht, andererseits soll im Ausgang von konkreten Dramentexten eine standardisierte Abstraktion von deren Handlungsverläufen entwickelt werden, die mit Mitteln der Digital Humanities sowohl ständige Erweiterung erlauben und wie auch laufend typologische Vergleiche ermöglichen soll. In einer ersten Etappe (2019-20) sollen die Grundlagen einer von konkreten Dramenhandlung abstrahierenden Analyse entwickelt werden.

 

 

 

Donska, Mariya

Das Potential der Metaebene. Explizite Metareferenz und ihre Entwicklung (am Beispiel des Werks von Saša Sokolov)

„Так, но с чего же начать, какими словами?“ („So, doch womit soll man anfangen, mit welchen Worten?“) – von diesem markanten ersten Satz des ersten Romans Škola dlja durakov an (‚Die Schule der Dummen‘), erschienen 1976, bis zu seinem letzten 2011 publizierten Buch Triptich (‚Triptychon‘) lässt sich im gesamten Schaffen des zeitgenössischen russischen Schriftstellers Saša Sokolov (geb. 1943) ein explizit metareferentieller Charakter erkennen. Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Formen- und Wirkungspotential der Metaebene in einem literarischen Text sowohl theoretisch als auch analytisch zu erfassen sowie ihre Entwicklung im Werk Sokolovs zum ersten Mal nachzuzeichnen. Der Fokus der Untersuchung liegt auf der expliziten Metareferenz – den auf der Oberfläche des Textes beobachtbaren selbstreflexiven Aussagen. Die Geschichte des Begriffs ‚Metareferenz‘ wird zunächst mit einem Schwerpunkt auf den Hintergrund des Präfixes ‚meta-‘ nachgezeichnet, wobei die wesentliche Rolle der polnischen Logiker bei der Entstehung des modernen Konzepts der Metaebene hervorgehoben wird. Der Begriff ‚Metareferenz‘ wird mit alternativen Termini und mit der russischen Forschungstradition beginnend mit den russischen Formalisten verglichen. Die Klassifikation der Metareferenz wird anhand von Beispielen der russischen Literatur aus unterschiedlichen Epochen diskutiert. Die mannigfaltigen Funktionen der Metaebene werden mit der Theorie der Fiktionalität, der Performativität und der Illusionsbildung in Verbindung gebracht. Die ausgearbeitete Theorie und Methodologie, die sich auf narratologische und fiktionstheoretische Ansätze stützt, wird an zwei klassischen Texten von Puškin und Gogol' exemplifiziert und schließlich für die Analyse des Werks von Saša Sokolov appliziert.

In allen analysierten Werken ist die Tendenz zur Sujetreduktion zumindest ansatzweise zu verzeichnen; kontextbezogen erfüllt die Metareferenz, die ironisch die ‚Schwächen‘ der Sujetführung preisgibt, eine ernsthafte polemische Absicht, die künstlerische Autonomie gegen die prodesse-Forderungen zu verteidigen. Die Metareferenz besitzt in allen Texten von Sokolov eine starke ludische Ausrichtung. Für seine Poetik ist das Spiel mit den Möglichkeiten der Sprache und der Metareferenz charakteristisch. Er nutzt sowohl die Kohärenzstiftung und die scheinbare Unmittelbarkeit, die durch Metareferenz erzeugt werden, als auch die Illusionsdurchbrechung, die Ironie oder die Verwirrung des Lesers. Durch Metalepsen, paradoxe Selbstnegation oder Selbstverschiebung problematisiert er die Identität des Textes und nutzt das Potential der Metaebene, Paradoxien zu erzeugen. In seinem letzten Werk Triptich, das sich durch eine ausgeprägte antimimetische Poetik auszeichnet, nimmt die Metareferenz an Bedeutung zu, was eine kompensatorische Funktion in Bezug auf die weitgehend fehlende Referenz entstehen lässt. In Triptich zeigt die Metareferenz auch eine beeindruckend große thematische Vielfalt – die Identität des Textes, die Abwesenheit von Handlung und Thema, der Stil, die rhetorischen Mittel, die Rezeption und die Nützlichkeit des Werks werden metareferentiell reflektiert. Die unklaren wechselnden Stimmen erzeugen ein subjektloses Sprechen, welches als einzig möglich wahrnehmbare Realität im Werk dargestellt wird und durch die Metareferenz mehrheitlich auf sich selbst bezogen ist. Sokolov, der seine postmoderne Poetik auch in den 2000er-Jahren weiterführt und radikalisiert, erscheint heutzutage als Exzentriker. Allerdings verdeutlicht sein Schreiben konsequent das Potential der Metaebene und lässt in seinen späten Texten die Metareferenz zum konstitutiven Merkmal des Werks aufsteigen.

 

 

 

Hargaßner, Julia

Die Geschichte des Unterrichtsfaches Russisch in Österreich seit 1947 bis zur Gegenwart

Die Studie verortet sich im Forschungsfeld historischer Fachdidaktikforschung. Primär geht es um die Geschichte des Unterrichtsfaches Russisch im österreichischen Schulwesen. Rückblickend werden Entwicklungen, dominierende Theorien und institutionelle Rahmenbedingungen sowie Lehr-/Lernmaterialien des Schulfaches mit dem Ziel analysiert, ein Verständnis der heutigen Situation auf der Grundlage der historischen Entwicklung zu schaffen.

 

 

 

Hausbacher, Eva

Transkulturelle Schreibweisen in den slawischen Literaturen

Transkulturalität als ein die Verfasstheit heutiger Kulturen charakterisierendes Konzept bietet einen produktiven analytischen Rahmen für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen slawischen Literaturen im Spannungsfeld von Nationalismus, Migration und Globalisierung. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts werden eine kritische Bestandsaufnahme der Theorie- und Begriffsbildung innerhalb dieses Forschungsfeldes vorgenommen sowie Fallstudien zu zeitgenössischen transkulturellen AutorInnen aus den ost-, west- und südslawischen Kulturräumen erstellt, wobei der Fokus auf den Gegenwartsliteraturen liegt. Die thematische Ausrichtung der Teiluntersuchungen beleuchtet Phänomene der Translingualität bzw. Mehrsprachigkeit, die Bedingungen des Schreibens in bilingualen Kulturen, Literaturverflechtungen und -transfers sowie die Spezifik transkultureller Erinnerungsnarrative. 

Hausbacher, Eva und Rebrova, Irina

Erzählformen kultureller Identität im zeitgenössischen russischen Diskurs von Metropole und Diaspora

Das Forschungsprojekt wird als Joint Project mit einem Team des Lehrstuhls für Russisch als Fremdsprache und Methodik des Unterrichtens der Staatlichen Universität St. Petersburg unter der Leitung von Prof. Tatʼjana I. Popova durchgeführt. Das Projekt analysiert zeitgenössische Texte der russischen Literatur im Hinblick auf Besonderheiten der Erzählweise in der Darstellung kultureller Identität. Im Zentrum der Analysen steht die Frage nach den Differenzen und  Verschiebungen kultureller Identitätscodes im Vergleich zu früheren Phasen der russischen Literatur und im Vergleich der Verortung der Texte im innerrussisch metropolitanen (Petersburger Forschungsgruppe) oder transkulturell diasporischen Diskurs (Salzburger Forschungsgruppe). Neben den literarischen Texten werden in die Analysen diverse Formen von Ego-Dokumenten (z.B. Homepages, Blogs) und AutorInneninterviews einbezogen. Dabei werden Werthierarchien und Wissensprioritäten offengelegt, wie sie nicht nur in der Literatur, sondern auch im kollektiven Unbewussten der russischen Kultur präsent sind

Kaysers, Philipp

Über das Erinnern im Russischen Futurismus

Im Rahmen der Dissertation soll sich dem Phänomen des Erinnerns im russischen Futurismus genähert werden. Die Fragestellung der Dissertation ergibt sich aus dem Widerspruch, dass der Futurismus als literarische Strömung sich der Zukunft verschrieben habe, was auch die Selbstbezeichnungen budetljane (‚Zukünftler‘) oder auch futuristy (‚Futuristen‘) der Künstler verdeutlichen, sich jedoch die Kunstwerke der Futuristen vielfach auf die Vergangenheit beziehen. Die im Entstehen begriffene Arbeit soll sich daher den Formen des Erinnerns im Futurismus widmen, jedoch über das bis hier skizzierte Verfremden als Erinnern hinausgehen. Das Aufgreifen historischer Sujets und Textsorten soll anhand eines ausgewählten Textkorpus untersucht werden. Dieser Rückgriff auf Historisches im Futurismus, so die zugrundeliegende Annahme, geht dabei über einen reinen Archaismus oder (Neo-)Primitivismus hinaus. Untersucht werden dabei die Werke verschiedener Autoren, die zu den russischen Futuristen zählen. Das Augenmerk liegt vor allem auf unbekannteren Schriftstellern u.a. Vasilij Kamenskij.

 

 

 

Maslennikova, Natalia

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Mendoza, Imke

Differentielle Argumentmarkierung

Die differentielle Argumentmarkierung, d.h. die formale Markierung von Argumenten in Abhängigkeit von seinen semantischen und diskurspragmatischen Merkmalen, spielt in den slawischen Sprachen eine besondere Rolle. Zum einen rufen bestimmte semantische Eigenschaften wie Partitivität und Definitheit, aber auch das Vorliegen einer Negation eine Variation zwischen Genitiv und Akkusativ oder Genitiv und Nominativ hervor, zum anderen sind Belebtheit und in manchen slawischen Sprachen auch Personalität als grammatische Kategorien fest in der Grammatik verankert. Das Projekt befasst sich in synchroner und diachroner Hinsicht mit der differentiellen Argumentmarkierung. Dabei geht es zum einen darum, was die slawischen Daten zur theoretischen und typologischen Diskussion beitragen können, zum anderen um die Wechselwirkung von externen und internen Faktoren sowohl bei der Entstehung als auch beim Rückgang von differentieller Argumentmarkierung.

Bisherige Publikationen: „Überlegungen zur Entstehung des Nominativobjekts im Altrussischen“. In: Peter Kosta und Daniel Weiss (Hg.), Slavistische Linguistik 2006/2007. München 2008, 299-317. „Differentielle Argumentmarkierung im Nordslavischen (am Beispiel des Russischen, Polnischen, Tschechischen und Obersorbischen)“. Wiener Slawistischer Almanach 77 (2016), 265-286.

 

Sprachwandel und Registerwandel

Lassen sich in einem Korpus über einen längeren Zeitraum hinweg systematische sprachliche Veränderungen beobachten, nimmt man in der Regel an, diese Veränderung seien dem Sprachwandel geschuldet. Das ist aber nicht ganz so selbstverständlich wie es zunächst scheinen mag. Wenn es sich um Veränderungen in einem Korpus handelt, das einen einheitlichen Texttyp oder eine Textsorte darstellt bzw, können sie auch auf Wandelprozesse innerhalb des Texttyps zurückzuführen sein. Das läßt sich gut am Beispiel der altrussischen Birkenrindenbriefe illustrieren, die einen Zeitraum von über 450 Jahren abdecken. Das Projekt untersucht v.a. anhand dieses Korpus das Zusammenspiel von Sprachwandel und Registerwandel auf allen sprachlichen Beschreibungsebenen.

 

Syntaktische Oszillierung in den slawischen Sprachen (mit Barbara Sonnenhauser, Zürich und Björn Wiemer, Mainz)

Den Begriff „(syntaktische) Oszillierung“ wenden wir auf polyprädikative Strukturen an, bei denen das gegenseitige Verhältnis der einzelnen Prädikationen sowohl auf der inhaltlich-semantischen als auch auf der strukturellen Ebenen unbestimmt oder „vage“ ist. Der Begriff „Oszillierung“ unterscheidet sich dabei vom Begriff der Ambiguität, weil sich oszillierende Strukturen nicht bei entsprechender kontextueller oder situativer Zusatzinformation „auflösen“ lassen. Wir wollen zunächst oszillierende Strukturen in den slawischen Sprachen identifizieren und klassifizieren, um dann zu untersuchen, welche Rolle oszillierende Strukturen beim syntaktischen Wandel und insbesondere bei Reanalyse-Prozessen spielen.

Bisherige Publikationen: Imke Mendoza 2017. „Unbestimmtheit und Eindeutigkeit in der Syntax von Afanasij Nikitin“. In: Anna-Maria Meyer et al. (Hg.), Im Rhythmus der Linguistik. Festschrift für Sebastian Kempgen zum 65. Geburtstag. Bamberg, 347-360.

 

 

Muilwijk, Bob

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Theißen, Ulrich

STUDIEN ZUM NICHTKANONISCHEN WORTSCHATZ DES ALTKIRCHENSLAWISCHEN/ALTBULGARISCHEN

Unsere Vorstellung vom Charakter und semantischen Umfang des Altkirchenslavischen/Altbulgarischen ist traditionsbedingt von dessen Funktion als „Sakralsprache“ geprägt, die (zunächst) vorwiegend für Missionierungszwecke und zur Wiedergabe von im weitesten Sinne christlichen Inhalten konzipiert war. Die Feststellung eines aus der ältesten Zeit stammenden „Kanons“ an Handschriften, die Fixierung auf phonologische Details vor dem 12. Jahrhundert sowie das Ausklammern des Wortschatzes nachweislich aus der Preslaver Zeit stammender („weltlicher“) Literaturdenkmäler (nur weil die Textzeugen aus späteren Jahrhunderten und lokalen „Redaktionen“ stammen) haben den Blick auf eine umfassende lexikalische Präsentation des AKS/ABG lange verstellt. Dass in der Paläoslavistik lange Zeit die Handschriftenkunde und die statistische Erfassung sprachlicher Formen wichtiger war als die Semantik der Wörter, zeigen die meisten Indices zu Ausgaben literarischer Texte aus der Preslaver Schule. Das Projekt hat zum Ziel, die Grenze zwischen „Kanonisch“ und „Nichtkanonisch“ zu überwinden, um zu einer ganzheitlicheren Vorstellung vom Wortschatz des AKS/ABG als einer nicht nur sakralen, sondern umfassend und auch im Alltag verwendeten Sprache zu gelangen.

 

PHYTONYME IN SLAVISCHEN SPRACHEN – Etymologie und Benennungsmotivation

In Fortsetzung der Studien für die Habilitationsschrift und weitere Publikationen wird die Beschäftigung mit der Herkunft der Namen für Heilpflanzen in slavischen Sprachen fortgesetzt. Die Analysen erfolgen dabei im Vergleich mit der Benennungssituation im deutschen Sprachraum. Von großem Belang sind dabei auch Fragen des Sprach- und Kulturkontakts, der Lehnbeziehungen und – als interdisziplinärer Aspekt - der naturmedizinischen und volkskundlichen Relevanz bestimmter Pflanzen.

 

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    Gemeinsam mit 400 Alumni verbrachten Rektor Heinrich Schmidinger, der künftige Rektor Hendrik Lehnert, die vier Dekane und der Senatsvorsitzende einen Sommerabend auf der „schönsten Terrasse Salzburgs“ im Restaurant M32 am Mönchsberg.
    Das Zentrum zur Erforschung des Christlichen Ostens (ZECO) der Universität Salzburg hielt vom 20. bis 27. Juni 2019 einen der größten internationalen Wissenschaftskongresse Kasachstans ab.
    Insgesamt 50 Personen von unterschiedlichen renommierten chinesischen Institutionen, die sich mit den Menschenrechten auseinandersetzen und unter der Leitung von Herrn Prof. Kaminski, Chinaexperte aus Wien, und Herrn LU Guangjin, Generalsekretär der China Society for Human Rights Studies in Peking besuchten am 20. Juni die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Salzburg.
    Die Anmeldung zu den Kursen der ditact_women´s IT summer studies ist in vollem Gange. Noch bis 08. Juli läuft die erste Anmeldefrist, danach wird die Restplatzbörse geöffnet.
    Der Botanische Garten lädt ein zu einer kostenlosen Führung! Treffpunkt: Eingang zum Botanischen Garten. Dauer: ca. zwei Stunden. Die Führung findet bei jedem Wetter statt. Botanischer Garten, Hellbrunnerstrasse 34.
    Die 7. Salzburg Summer School findet vom 02. bis 03. September 2019 statt. Es wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
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