Seit die planetarische Umwelt- und Klimakrise in das Zentrum des kollektiven Bewusstseins drängt, beherrscht auch der Nachhaltigkeitsbegriff zunehmend die Debatte in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Sowohl als normatives gesellschaftliches Leitbild als auch als Zielsetzung eines umfassenden sozioökonomischen Wandels, ist Nachhaltigkeit geradezu omnipräsent.  

Immer neue Formen ‚nachhaltiger‘ Produkte und Praktiken treten auf den Plan und versprechen positive Umwelteffekte, ohne dabei grundlegend von etablierten Handlungsmustern abrücken zu müssen. Im Bereich der Mobilität wird etwa die Nutzung von Elektrofahrzeugen als nachhaltige Mobilitätspraxis präsentiert. Fair Trade-Label und Bio-Zertifizierungen verknüpfen kulinarische Genüsse mit einem guten ökologischen Gewissen und auch im Bereich der Bekleidung wird mit nachhaltig und fair produzierten Produkten geworben. Die Rede von Nachhaltigkeit suggeriert hier die prinzipielle Lösbarkeit der ökologischen Widersprüche des Kapitalismus.  

Konstruktionen von Nachhaltigkeit bewegen sich jedoch innerhalb der Strukturen eines globalen Kapitalismus und sind eng mit seinen spezifischen Denk- und Handlungsmustern verbunden. Nachhaltigkeitsstrategien im Sinne der ökologischen Modernisierung halten an der kapitalistischen Produktionsweise fest und bleiben dabei strukturellen Wachstums- und Dynamisierungsimperativen verpflichtet. In Reaktion auf die ökologische Krise entwickelte Nachhaltigkeitskonzepte tasten dadurch u.a. Aspekte der Menschenrechte, der Verteilungsgerechtigkeit oder der Land- und Ressourcennutzungsrechte an.  

Werden also im Zuge der Orientierung an Nachhaltigkeit bestehende soziale Kosten, ökologische Schäden und weitere negative Nebenfolgen der kapitalistischen Produktionsweise reproduziert oder entstehen gar neue? Entlang ausgewählter empirischer Wirklichkeitsausschnitte wird in diesem Forschungsschwerpunkt die Frage nach den sozial-ökologischen Implikationen von Nachhaltigkeitskonstruktionen diskutiert. Weiterhin wird der Zusammenhang zwischen Handlungsmustern und Lebensstilen der Nachhaltigkeit und globalen Strukturen sozialer Ungleichheit beleuchtet.

Kornelia Hahn & Laurenz Bub

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