Fächerübergreifend denken - forschen - lehren

Ziel der 2016 gegründeten AG kooperierender KGWT-Fachdidaktiken ist die nachhaltige Vernetzung von Forschung und Lehre im Bereich der Kultur- und GeistesWissenschaftlichen sowie der philologischen und Theologischen Lehramtsstudien.

Forschungs- und Entwicklungsbereich 3:

Visual Literacy und Critical Media Literacy:
Visuelle Kompetenz und Medienerziehung als Kernaufgaben der KGWT-Didaktiken

Im Zuge des "visual turn" begannen sich in den 1990er-Jahren viele Wissenschaftsdisziplinen jenen visuellen Darstellungsformen zuzuwenden, die unseren Alltag in zunehmenden Maße überschwemmen. Um die Art und Weise besser rationalisieren zu können, wie Bilder unsere Wahrnehmung, unsere Kommunikation und unsere Weltvorstellungen beeinflussen, wurde verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit eingefordert und in der Folge auch in vielen kultur- und geisteswissenschaftlichen Fachdidaktiken umgesetzt (z.B. Geschichtsdidaktik, Fremdsprachendidaktik).

Multimodale Texte erfordern nicht nur eine Dekodierung der einzelnen Kanäle (Bild, Ton, Schrift etc.), sondern deren komplexes Zusammenspiel. In Alltagsgesprächen (Mimik, Gestik, Sprache etc.) oder bei der Filmrezeption (Bild, Musik, Dialog etc.) passiert diese Integration automatisch. Da aber die gesamte Bandbreite an verfügbaren Informationen nur über Medienformate zugänglich ist - zunehmend in digitaler Form - braucht es dafür eine aktivere und kritische Auseinandersetzung mit den Quellen unseres Wissens.  Diese Kompetenz wird im Grundsatzerlass zum Unterrichtsprinzip Medienerziehung (2014) näher kommentiert und ist für alle Fächer gleichsam relevant - fachspezifische Besonderheiten und Herausforderungen sind allerdings noch zu klären (Schwerpunkt 3a).

Da Unterricht immer auf mediatisierte Formen der Wissensvermittlung zurückgreifen muss, ist Pädagogik immer auch Medienpädagogik. Der visuellen Kompetenz kommt dabei eine zentrale Rolle zu, weil Medientexte im digitalen Zeitalter problemlos Bilder und Filme integrieren können und deren Anteil dadurch zugenommen hat. Sie ist dabei nicht nur als Teil der Medienkompetenz zu verstehen, sondern spielt in allen Fächern auch außerhalb der kritischen Medienanalyse eine Rolle. So sind (audio)visuelle narrative Medien (Film, Comic, Bilderbuch, Bühne), in denen Bilder als Teile einer fortlaufenden Erzählung wahrgenommen und rezipiert werden, anders zu verstehen als Pressefotographie, Landkarten, religiöse Darstellungen, historische Quellen, Selbstdarstellungen in den sozialen Medien, Zeitungscartoons oder Infographiken. Trotz übergreifender Konzepte in der Bildbetrachtung ergeben sich in jedem Anwendungsfeld spezifische Herausforderungen für die Fachdidaktiken (Schwerpunkt 3b).

Wie die meisten Schulbücher und Lehrmaterialien verdeutlichen, ist die Ausbildung visueller Kompetenz jedoch nur ansatzweise umgesetzt. Viel zu oft fungieren Bilder als Illustrationen oder Impulse für Aktivitäten ohne als eigenständige Kommunikationsmittel und Informationsträger wahrgenommen zu werden. Während der Grundsatzerlass wichtige Ziele vorgibt, bleibt die Umsetzung einzelnen Lehrkräften überlassen. Hier besteht für die transdisziplinäre Gruppe der kooperierenden KGWT-Fachdidaktiken die Möglichkeit, Lehrpersonen in der Realisierung dieser Zielvorgaben zu unterstützen (Schwerpunkt 3c).              

 

Bundesministerium für Bildung und Frauen. "Unterrichtsprinzip Medienerziehung: Grundsatzerlass". Wien: BMBF, 2014. https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/unterricht/uek/medienerziehung_5796.pdf

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