Papyrologie

Die Papyrologie ist eine relativ junge wissenschaftliche Disziplin, die aber unser Wissen über die antike griechisch-römische Kultur, Literatur, Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Rechtspraxis und Religion ganz wesentlich bereichert. Die ältesten Zeugnisse europäischer Literatur sind ebenso auf Papyrus erhalten wie die frühesten Handschriften des Neuen Testaments. Die große Mehrheit der etwa 700.000 erhaltenen Fragmente enthalten Texte aus dem antiken Alltag (Dokumente privaten und öffentlichen Inhalts vor allem in griechischer, lateinischer oder koptischer Sprache). Durch Ausgrabungen in Ägypten und im Nahen Osten kommen jährlich weitere Papyri und Ostraka (beschriebene Tonscherben) hinzu. Ediert wurden bisher etwa 55.000 Dokumente.
Die größten Papyrussammlungen der Welt befinden sich heute in Oxford, Wien (Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek) und Berlin.


Lehrveranstaltungen für Papyrologie
werden in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen von Ao.Univ.-Prof. Dr. Peter Arzt-Grabner angeboten und am FB Bibelwissenschaft und Kirchengeschichte oder am FB Altertumswissenschaften abgehalten.

Zielgruppe sind insbesondere Studierende der Altertumswissenschaften, Sprachwissenschaft, Theologie und Religionspädagogik. Griechischkenntnisse sind erwünscht.


Angeboten werden:

- VL mit KO: Einführung in die Papyruskunde (mit wechselnden Schwerpunkten, z.B. Privatbriefe, Geburt - Ehe - Tod, Sklaverei, Wirtschafts- und Arbeitswelt)

- SE: Edition unpublizierter Papyri (für Absolventinnen und Absolventen einer Einführungs-Lehrveranstaltung)

- SE oder VL mit KO: Literarische Papyri (mit wechselnden Schwerpunkten, z.B. Sappho, Alkaios, Menander)


Nähere Auskünfte bei:
Ao.Univ.-Prof. Dr. Peter Arzt-Grabner, Tel. 0662 8044-2921
peter.arzt-grabner@sbg.ac.at

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    Wichtige Termine und Informationen zur Anmeldung für die Kurse am Sprachenzentrum im Wintersemester 2020/21
    Auch historioPLUS musste sich, so wie viele andere auch, an die veränderten Umstände aufgrund von Covid-19 anpassen. Aus diesem Grund erscheint heuer der aktuelle Jahrgang etwas später als in den vergangenen Jahren.
    Seit fast 20 Jahren ist das Sprachenzentrum im Bereich Interkomprehensionsdidaktik tätig – Anlass genug, um namhafte Expert*innen im Bereich Mehrsprachigkeitsdidaktik zu vereinen, um den aktuellen Forschungsstand im Bereich Interkomprehension darzustellen. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der Sammelband „Lehr- und Lernkompetenzen für die Interkompehension. Perspektiven für die mehrsprachige Bildung“ (Band 10 der Salzburger Reihe zur Lehrer/innen/bildung).
    Programmleitung und Gesprächsführung: Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner
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