Kinderrechte in der Reproduktionstechnologie Co-parenting Websites and Chrildren’s Rights in Assisted Reproductive Technology

Projektstart: 04. Mai 2020
Fördergeber: FWF

Projektleiterin: Prof.in Dr.in Angelika Walser
Projektmitarbeiterin: Mag.a Bernadette Breunig

Das beim FWF beantragte Drittmittelprojekt widmet sich dem Phänomen der Co-Parenting Websites: Diese Websites, die in der angloamerikanischen Welt bereits seit ca. 20 Jahren existieren (Details siehe Antrag), werden nun auch auf dem deutschsprachigen Markt angeboten. Sie ermöglichen Personen, die auf freundschaftlicher Basis eine Familie gründen wollen, ein Kennenlernen per Internet. Im Rahmen eines persönlichen Treffens können private Abmachungen bezüglich der Erwartungen und Rollenvorstellungen der zukünftigen Eltern vereinbart werden (Vater/Mutter in Vollzeit- oder Teilzeitfunktion). Ethisch gesehen erscheinen solche Möglichkeiten zunächst einmal als eine Erweiterung reproduktiver Autonomie für die beteiligten Erwachsenen. Auf der anderen Seite weisen erste Studien in Belgien oder England (siehe Projektantrag) – abgesehen von gravierenden juridischen Problemen – auf die von vornherein bestehende Fragilität der Bindungen in solchen Familienkonstellationen hin, so dass aus ethischer Perspektive die Frage nach den Interessen der Kinder und nach ihrem Wohl gestellt werden muss.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen möchte das beantragte Drittmittelprojekt anhand der ersten deutschsprachigen Website "www.familyship.org" in einer empirischen Studie erstens die Motivation, die Wertvorstellungen und Lebenskonzepte der Provider und UserInnen dieser Website genauer erforschen. Zweitens bringt es die Ergebnisse dieser Studie in Zusammenhang mit der theologisch-ethischen Frage nach Kindeswohl und Kinderrechten in der Reproduktionstechnologie. Sie ist bislang in der Literatur wenig erörtert worden, insofern Familiengründung gemeinhin als Privatsache erachtet und grundsätzlich eher unter einer beziehungsethischen Perspektive diskutiert wird. Angesichts der Novellierung des Fortpflanzungsmedizingesetzes in Österreich (2015) und der demnächst zu erwartenden Novellierung des Embryonenschutzgesetzes in Deutschland soll darüber hinaus nun diskutiert werden, inwiefern bei zukünftigen Familiengründungen durch Co-Parenting Websites aus einer normativ-ethischen Perspektive staatliche Maßnahmen zur Sicherung des Kindeswohls bzw. der Kinderrechte einzufordern sind, wie diese genauer aussehen sollten und wie sie ethisch begründet werden könnten. Mit beiden Forschungszielen, sowohl der empirischen Studie als auch der Frage nach den Kinderrechten in der Reproduktionsmedizin, betritt das Forschungsprojekt Neuland.

  • ENGLISH English
  • News
    Am 9. Oktober 2020 findet die Lange Nacht der Forschung erstmals digital statt.
    Der Africa-UniNet Projekt-Call 2020 ist ab sofort geöffnet (Projektstart: 01. März 2021)!
    Arbeitsgruppen der Didaktik Physik und Schulentwicklung, Mathematik und Stadt- und Landschaftsökologie an der PLUS und Pädagogischen Hochschule Salzburg sind am interdisziplinären Projekt „CO2BS - Coole Bäume und Sensoren“ beteiligt.
    Die Salzburger Biologinnen Anja Hörger und Stephanie Socher werden im Rahmen des neuen „1000-Ideen-Programms“ des Wissenschaftsfonds FWF für ihre mutige Projektidee mit 150.000 Euro gefördert. In ihrem Projekt „Unsterbliche Titanen“ wollen die Nachwuchswissenschaftlerinnen in den nächsten zwei Jahren das riesige Genom der Titanenwurz, der größten Blume der Welt, analysieren. Mit dem „1000-Ideen-Programm“ soll Hochrisiko - Forschung unterstützt werden, um Österreichs Innovationskraft zu steigern.
    Farid Hafez, Senior PostDoc Fellow an der Abteilung Politikwissenschaft, erhielt den ‘Islam on the Edges’-Grant der Shenandoah University/USA.
    Die Fachwerkstätte der Naturwissenschaftlichen Fakultät hat mit Roman Wild einen neuen Leiter. Herr Wild hat bereits 5 ½ Jahre in der Fachwerkstätte mitgearbeitet und war zuvor als Produktzuständiger (im Bereich Kundendienst und Reparaturbearbeitung) bei Fa. Hale electronic tätig.
    Wir laden Sie ganz herzlich zu unseren virtuellen Sprechstunden am Fachbereich Slawistik ein. In diesen Sprechstunden, die online als Webex-Meetings abgehalten werden, können Sie alle Fragen zu den am Fachbereich Slawistik angebotenen Studien - BA Slawistik, BA Sprache-Wirtschaft-Kultur (Polnisch, Russisch, Tschechisch) und Lehramt Unterrichtsfach Russisch - stellen.
    Die „smarte Sommerfrische“, zu der die Salzburger Hochschulwochen seit 1931 einladen, kommt COVID-19-bedingt als „smarte Sommerbrise“ daher. Das Thema fesselt analog wie digital: „Du musst Dein Ändern leben!“ Die Salzburger Hochschulwochen beginnen am Montag, den 3. August und dauern bis Sonntag, 9. August 2020.
    Gerade in Zeiten von Corona hat sich gezeigt, wie wichtig die digitale Unterstützung der Studierenden im Uni-Alltag ist. Das Projekt „On Track“ – auf dem Weg bleiben vereinigt digitale und soziale Welten. Es startet zum richtigen Zeitpunkt!
    Sie wollen ein Lehramtsstudium an der Universität Salzburg beginnen und ziehen dabei in Betracht, eine (oder gar zwei) romanische Sprache(n) zu wählen, doch es beschäftigen Sie Fragen, Unklarheiten oder Zweifel hinsichtlich der Möglichkeiten und der universitären Ausbildung am Fachbereich Romanistik?
    Ab Oktober 2020 bietet die Universität Salzburg den neuen Bachelorstudiengang „Medizinische Biologie“ an. Der Studiengang will Inhalte der vielfältigen biowissenschaftlichen Fachdisziplinen vermitteln und ermöglicht daher ein facettenreiches, biologisches Verständnis für Themen, die für die Medizin wesentlich sind. Die Studieninhalte reichen vom kleinteiligen Aufbau der Zelle über Organe und Organsysteme bis hin zur Biologie von komplexen zwischenmenschlichen Interaktionen.
    Ab Oktober 2020 bietet die Universität Salzburg den neuen Bachelorstudiengang „Materialien und Nachhaltigkeit“ an. Der Studiengang richtet sich an all jene materialwissenschaftlich Interessierten, die sich den aktuellen Herausforderungen zu Klimawandel, Ressourcen-Verknappung und Nachhaltigkeitsthemen stellen wollen und sich über ihre naturwissenschaftlichen Neigungen hinaus auch für Recht, Wirtschaft und Gesellschaftswissenschaften interessieren.
    150 Teilnehmerinnen haben die Chance schon genutzt und sich zu den über 50 Lehrveranstaltungen rund um die IT und Digitalisierung der ditact_womens IT summer studies der Universität Salzburg, welche von 01.09.-12.09.2020 stattfindet, angemeldet. Die Anmeldung ist noch bis 12. Juli möglich. Danach ist die Restplatzbörse geöffnet.
    Frequently Asked Questions (FAQ) zum Corona-Semester
  • Veranstaltungen
  • Alumni Club
  • PRESSE
  • Uni-Shop
  • VERANSTALTUNGSRÄUME
  • STELLENMARKT
  • Facebook-Auftritt der Universität Salzburg Twitter-Auftritt der Universität Salzburg Instagram-Auftritt der Universität Salzburg Flickr-Auftritt der Universität Salzburg Vimeo-Auftritt der Universität Salzburg