Klara Lindnerova

Fachbereich Kunstgeschichte
Hauptbetreuerin Univ. Prof. Dr. Renate Prochno-Schinkel
Nebenbetreuerin Dr. Nadja Koch
Kontakt klara.lindnerova(at)sbg.ac.at
Thema der Dissertation Jan van Eyck und die Antike
Abstract Ziel des Dissertationsvorhabens ist, Einflüsse der antiken Kunst und Kultur auf die künstlerische Produktion Jan van Eycks (um 1390-1441) systematisch zu untersuchen. Als Vorarbeit gilt es das in Zusammenhang mit dem aufkommenden Frühhumanismus neugewonnene Interesse für antike Kultur und die damit einhergehende Nachahmung antiker Vorbilder im soziokulturellen Umfeld des flämischen Malers näher zu beleuchten. Ausgehend von franko-flämischen Gelehrten, die nach dem Vorbild der italienischen Humanisten die Antike zum normativen Maßstab erhoben, wird der Blick auf die Hofkultur Philipps des Guten gelenkt. Der burgundische Herzog, der Jan van Eyck 1425 als Kammerherrn und Hofmaler in seinen Dienst berief, zog antike Modelle für die herrschaftliche Selbstdarstellung heran. Jedoch nicht nur in den elitären Zirkeln des burgundischen Hofes kam der flämische Maler mit der antiken Kultur in Berührung, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach auch über seine nicht-höfischen Auftraggeber. Einige von ihnen hatten mannigfaltige Bezüge zu Italien, waren humanistisch gebildet oder standen in Kontakt zu führenden Humanisten. Vor dieser intellektuell-kulturellen Folie lässt sich Jan van Eycks Werk neu interpretieren. Das große Interesse an antiker Kultur war nicht nur für die Produktion des Künstlers, sondern auch für die Werkrezeption von Bedeutung. Sowohl der Künstler als auch (gelehrte) Rezipienten waren mit der literarischen Überlieferung antiker Themen vertraut und an einer Bild- und Formansprache, die vom zeitgenössischen Stilvokabular abweicht, interessiert. Parallele Entwicklungen sind zeitglich in Italien nachzuweisen. Zur Analyse von Jan van Eycks Antikenrezeption werden seinen Werken einerseits antike, mittelalterliche und frühneuzeitliche Texte und andererseits antike Objekte, beziehungsweise solche, die als antike Erzeugnisse galten, als Vergleichsbeispiele gegenübergestellt. Sie waren meiner These nach Modelle für die Selbstinszenierung des Malers, die bahnbrechende Mimesis seiner Bilder, wie auch für moralische Bildinhalte oder Darstellungen antikisierender Architektur. Zum ersten Mal wird hier Jan van Eycks Antikenrezeption umfassend betrachtet, womit nicht nur eine neue Sichtweise auf das Werk des Ausnahmekünstlers geschaffen wird, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur vieldiskutieren Bedeutung der Antike in der frühneuzeitlichen Kultur nördlich der Alpen geleistet wird.
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