Dominik Nießl

Fachbereich Germanistik
Hauptbetreuerin Assoz. Prof. Dr. Kathrin Bleuler
Nebenbetreuer Univ. Prof. Dr. Manfred Kern
Kontakt dominikandreas.niessl(at)stud.sbg.ac.at
Thema der Dissertation Die Kleine Heidelberger Liederhandschrift. Diplomatische Abschrift mit nhd. Übersetzung, Kommentar und Untersuchung des Sammlungsaufbaus
Abstract Als im 19. Jahrhundert die ersten kritischen Ausgaben der Texte mittelhochdeutscher Lyrik erstellt wurden, richteten die Herausgeber ihren Fokus auf die „besten“ Autoren dieser Zeit, nämlich auf jene der Blütezeit der mittelhochdeutschen Lyrik. „Des Minnesangs Frühling“ (1957) bildet eben diese Auswahl ab. Es folgten weitere Editionen, beispielsweise von „schweizer“ Autoren (Bartsch 1886) oder von wiederum einer Auswahl jener Autoren, die nicht in „Des Minnesangs Frühling“ enthalten waren (KLD 1952). Dabei blieben weiterhin vor allem viele Autoren, bei denen man keine deutsche Herkunft vermutete, unbehandelt, während große OEuvres (Walther von der Vogelweide, Neidhart) in Einzeleditionen erschienen. Dieses Vorgehen verzerrte den Blick auf historische Sammlungszusammenhänge und ließ Sammelprinzipien mittelalterlicher Handschriften sowie das literaturgeschichtliche Wissen, das sich darin abbildet, unbeachtet bei Seite.Diese Dissertation zielt auf eine textphilosophische und inhaltlich interpretierende Untersuchung der ältesten, uns bekannten, deutschsprachigen Liederhandschrift – der Handschrift A – ab, wobei sie den Textbestand der Liederhandschrift in seiner Ganzheit als Sammlung präsentieren, die Texte durch eine normalisierte Lesefassung und eine Übersetzung mitsamt Sachkommentar zu Strophenbestand und Autoren zugänglicher machen und damit ebenso die Verwendung dieser Publikation für den akademischen Unterricht ermöglichen wird. Denn bislang liegt lediglich eine diplomatische Abschrift aus Mitte des 19. Jahrhunderts vor, deren Aufbereitung des Textmaterials heutigen wissenschaftlichen Standards längst nicht mehr entspricht. Ein analytischer Teil der Arbeit richtet den Fokus auf den Aufbau der Sammlung, wobei hier jüngere codicologische und paläografische Untersuchungen miteinfließen werden, die bereits redaktionelle Entscheidungen und Prozesse im Zuge der Herstellung der Handschrift aufzeigen. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden der Sammlungsaufbau sowie der Gestaltungswille erstmals aus literaturwissenschaftlicher Perspektive untersucht und ausgewertet.
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