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Political literacy und Medienrezeption im Kontext von Flucht und Asyl

"Mare Nostrum" by Massimo Sestini, 2014 (Verwendung unter Erlaubnis des Urhebers)

"Mare Nostrum" by Massimo Sestini, 2014 (Verwendung der Abbildung unter Erlaubnis des Urhebers)

Projektleitung

Studie

Flucht und Asylpolitik nehmen in der aktuellen medialen Berichterstattung einen zentralen Stellenwert ein. Dabei ist davon auszugehen, dass die Art und Weise, wie globale Fluchtbewegungen und politische Reaktionen auf selbige in den Medien dargestellt werden, in einem Zusammenhang mit subjektiven Sinngebungsprozessen seitens der RezipientInnen steht.  Aus Perspektive der (migrations-)politischen Bildungsforschung wirft sich die Frage auf, unter welchen Bedingungen der medialen Repräsentation politische Artikulationen evoziert werden, die im Sinne von political literacy Flucht als Spielart von Migration nicht als individuelles Schicksal deuten, sondern als Reaktion auf transnational wirkende politische und ökonomische Entwicklungen.

Methodik

Zu zwei Zeitpunkten (2015/2016) nahmen insgesamt 1.146 Studierende der Universitäten Augsburg und München an einer Online-Befragung teil. Über die Messung des Faktenwissens der TeilnehmerInnen rund um die Thematik Flucht und Asyl sowie die Erfassung ihrer sozialen Kompetenz und ihres Regelbewusstseins auf Basis zweier Skalen der revidierten Fassung des 16-Persönlichkeits-Faktoren-Tests hinaus, wurden die Befragten mit stimulusgestützten offenen Fragen  zur freien Texteingabe konfroniert. Zunächst wurden alle TeilnehmerInnen mit der obigen Fotografie eines Flüchtlingsbootes auf hoher See konfrontiert und gebeten, ihre Eindrücke dazu niederzuschreiben. Daran anschließend wurde jedeR TeilnehmerIn per Randomisierung zur Lektüre einer von vier Variationen einer Pressemitteilung aufgefordert. Die unterschiedlichen Variationen beschäftigen sich allesamt mit politischen Reaktionen auf den geplanten Neubau von Flüchtlingsunterkünften in einer bayerischen Gemeinde, unterscheiden sich aber inhaltlich und semantisch. In Anlehnung an W. Kempfs Friedensjournalismus-Ansatz wurden die Versionen als ‚pro‘, ‚deeskalierend‘, ‚eskalierend‘ und ‚kontra‘ eingestuft. Aufgabe der TeilnehmerInnen war es, den Inhalt der jeweiligen Mitteilung wiederzugeben und sich selbst dazu zu positionieren.

Die quantitative Inhaltsanalyse mittels statistischer Item-Response-Modelle ermöglicht die Identifikation typischer Muster im Positionierungsverhalten zu unterschiedlichen medialen Repräsentationen von Flucht als exemplarische Momente des asylpolitischen Diskurses.

ProjektmitarbeiterInnen

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  • News
    Noch nie waren in Österreich so viele forensische Patient*innen untergebracht wie zum Stichtag 1. Oktober 2020. Eine Entlastung des Maßnahmenvollzugs, also die Behandlung geistig höhergradig abnormer Rechtsbrechender, ist dringend erforderlich und unumgänglich.
    In der sozialpädagogischen Praxis sehen sich Mitarbeiter*innen (Akteur*innen) mit vielerlei Herausforderungen in komplexen, offenen sozialen Problemsituationen konfrontiert, denen es „fachlich“ und „qualitätsvoll“ zu begegnen gilt.
    Das Chinazentrum veranstaltet zu diesem Thema ein Online-Symposion am 12. und 13. November 2020. Menschen mit sichtbarer asiatischer Herkunft sind in Europa und den USA – vor allem seit COVID19 – verstärkter Diskriminierung ausgesetzt. Doch was steckt hinter dieser Angst und wie kann diese Form des Rassismus wirkungsvoll bekämpft werden?
    DO 9.30-SA 13h // Was haben Homer, Francisco de Goya und Maria Theresia von Paradis gemeinsam? Sie sind ein Dichter, ein Maler und eine Musikerin, deren Werke kaum losgelöst vom Gebrechen des/der Künstler*in rezipiert wird. Vorstellungen, die sich um die Gebrechen von Kunstschaffenden gruppieren, stehen im Fokus dieser Tagung. // https://w-k.sbg.ac.at/figurationen-des-uebergangs/
    Die Digitalisierung hat zu einer enormen Verbreitung verschiedener Formen mobilen Arbeitens geführt. Corona hat hier einen zusätzlichen Schub gebracht und Homeoffice in Bereichen und für Tätigkeiten eingeführt, die vorher kaum vorstellbar waren.
    Die virtuelle internationale Tagung „Die Medialität des Briefes – diplomatische Korrespondenz im Kontext frühneuzeitlicher Briefkultur” findet am 29./30./31. Oktober mittels Webex statt.
    Im Rahmen eines sechsjährigen Laserscan-Monitorings in den Hohen Tauern haben Geowissenschaftler aus Österreich, Deutschland und der Schweiz (GEORESEARCH, Universität Salzburg, TU München, Universität Bonn, Universität Lausanne) den Zusammenhang zwischen aktuellem Gletscherrückgang und Steinschlagaktivität untersucht.
    Buchneuerscheinung der MINT und Medien Didaktik der Universität Salzburg beim Waxmann Verlag.
    Der Fachbereich Slawistik lädt zusammen mit dem Kulturzentrum DAS KINO und dem Russlandzentrum zur fünften Kinoreihe mit ost- und mittelosteuropäischen Filmen ein. Im Rahmen des Filmklubs „Slawistyka, Slavistika, Cлавистика“ werden preisgekrönte aktuelle polnische, russische und tschechische Filme mit gesellschaftlicher und politischer Thematik gezeigt.
    Bis zum 31. Oktober ist die Bewerbung auf zwei Dissertationspreise (dotiert mit jeweils 2.000 Euro) möglich:
    Frequently Asked Questions (FAQ) zum Corona-Semester
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