Forschungsschwerpunkte

Forschungsschwerpunkte

Ausgangspunkt meiner jüngeren Forschungsarbeiten ist die Bedeutungszunahme des Finanzkapitals seit Ende der 1970er Jahre. Das liquide Anlagekapital in Form von Pensionsfonds, Anlagefonds und Hedge Funds übt eine wesentliche Gestaltungsmacht über weite Teile der Ökonomie und Gesellschaft aus. Mein Interesse konzentriert sich darauf, wie das Anlagekapital einerseits industrielle Restrukturierungsprozesse, globale Unternehmensstrategien und Innovationsprozesse beeinflusst, und andererseits, wie es sich zunehmend neue Felder wie natürliche Ressourcen und die Wissensproduktion erschließt. Die Durchsetzung von Eigentumrechten und die Schaffung von handelbaren Eigentumstiteln nimmt hierbei eine Schlüsselrolle ein.

Finanzialisierung der Ökonomie und industrielle Restrukturierungen


Mit der Durchsetzung des Shareholder value Konzepts streben die finanziellen Anleger einen höheren Ertrag auf ihr angelegtes Kapital an. Das wiederum erhöht den Restrukturierungsdruck und beeinflusst das Investitionsverhalten sowie die Forschungsausgaben. Die Konfiguration des Finanzsektors und die staatlichen Regulierungen haben also einen erheblichen Einfluss auf die Organisation der Produktion, die Arbeitsverhältnisse und die internationale Arbeitsteilung. Diese Restrukturierungsprozesse gehen mit umfassenden Veränderungen der räumlichen Organisation der Produktion industrieller Güter und von Dienstleistungen einher wie das die Konzepte der global production networks und global value chains aufzeigen. 

Die Art und Weise der Finanzierung beeinflussen Innovationsprozesse und die Technologieentwicklung sowie ihre räumliche Organisation. Intellektuelle Eigentumsrechte haben an Bedeutung gewonnen und sind Gegenstand finanzieller Anlagestrategien geworden. Die Dynamik von Innovationssystemen und die Bedeutungszunahme der wissensbasierten Ökonomie sind also in den Kontext des finanzdominierten globalen Kapitalismus zu stellen. Diese Fragen bearbeite ich im Rahmen meiner Untersuchungen über Innovationsprozesse in technologischen Feldern der Biotechnologie. 

Ressourcengeographie und nachhaltiges Ressourcenmanagement 

Viele Rohstoffe und natürliche Ressourcen werden knapper. Diese Entwicklung stellt sowohl die reichen Länder als auch die Entwicklungsländer vor umfassende gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen. Die Verknappung natürlicher Ressourcen durch erhöhten Verbrauch und Zerstörung, aber auch durch institutionelle Eingriffe (zum Beispiel die im Rahmen des Kyoto-Protokolls von 1997 zur Reduktion des CO2-Ausstoßes vorgesehenen „Emissionsrechte“) eröffnen dem Anlagekapital zahlreiche Möglichkeiten, neuartige Wertpapiere und Finanzprodukte anzubieten. Diese Entwicklung wird sich auf weltweite Werteflüsse auswirken. Der Handel mit ressourcenbasierten Wertpapieren und CO2-Emissionszertifikaten wird neue Kapitalströme sowohl zwischen den reichen Metropolenländern als auch zwischen Ländern im Norden und Süden induzieren. Zu diesen Fragen bereite ich ein Forschungsprojekt vor.

 

  • News
    Tom Rosenstiel, einer der anerkanntesten Denker zur Zukunft der Medien, spricht am 23. Mai um 19.00 Uhr im HS 380 der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät (Rudolfskai 42) über die Zukunft der Demokratie im Zeitalter von Fake News, den Aufstieg der russischen Trolle im Internet und wie Journalismus in Zukunft aussehen wird.
    Von Essen bis Wickeln: Die Natur bestimmt den Rhythmus vieler Jungeltern. Damit Familienfreundlichkeit auch bei allen ankommt, hier einige Infos, wie und wo an der Universität Salzburg der Alltag mit Kleinkind leichter fällt.
    Zum Auftakt des 20. Österreichischen Juristentags findet am 23. Mai 2018 um 18 Uhr an der Universität Salzburg in der Reihe „Rechtspanorama“ eine Podiumsdiskussion zum Thema „Gefährden Facebook & Co die Demokratie?“ statt. Veranstalter sind die Tageszeitung „Die Presse“ und die Universität Salzburg.
    Ab sofort bis 3. Juli ist die Anmeldung zur ditact_women’s IT summer school der Universität Salzburg, die von 20. August bis 1. September am Unipark Nonntal und an der Fachhochschule Salzburg stattfindet, möglich.
    Renaud Dehousse is President of the European University Institute, a position held since 1 September 2016. Before coming to the EUI, he was Professor and Jean Monnet chair in EU law and European Policy Studies at Sciences Po Paris from 2005 to 2016, where he founded and directed the Centre d'études européennes.
    Vortragsreihe Erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung in vergleichender Perspektive, Auftakt am 17. April 2018, 17.15–18.45 Uhr, HS Thomas Bernhard (Unipark)
    Veranstaltungsreihe zum 80-Jahr Gedenken an die Bücherverbrennung in Salzburg
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