Organisationskommunikation

Organisationskommunikation

Die Begriffe „Kommunikationsmanagement“ und „strategische Kommunikation“ haben in den letzten Jahren stark identitätsbildend auf die PR-Wissenschaft gewirkt. Daraus resultiert allerdings eine problematische Engführung PR-wissenschaftlicher Forschung auf kommunikative Managementfragen von zumeist ökonomischen Organisationen sowie eine Reduktion der Forschungsanstrengungen auf die Mikro- und Mesoebene. Weitgehend ausgeblendet bleiben in der PR-Wissenschaft bisher die makrosozialen Einflussfaktoren im gesellschaftlich-öffentlichen Umfeld, welche die Organisationen und ihre Kommunikation wesentlich bedingen. Ein Beispiel: Der aktuelle Boom um die „Corporate Social Responsibilty“ (CSR) bzw. um die Gesellschaftsverantwortung der Unternehmen ist ohne die massive moralische Aufladung der medienvermittelten Kommunikation im öffentlichen Umfeld und neuerdings auch in den Social Media nicht zu erklären. Die Abteilung Organisationskommunikation fasst ihren Gegenstand deshalb breit und definiert Organisationskommunikation als die Kommunikation von, in und über Organisationen. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir darauf, den Wandel der Organisationskommunikation systematisch mit dem Wandel im gesellschaftlich-öffentlichen, d.h. makrosozialen, Umfeld in Beziehung zu setzen. Konkret interessiert uns die Frage, wie der allgemeine Medienwandel und der gesellschaftliche Wertewandel die Organisationen und ihre Kommunikation beeinflussen bzw. wie umgekehrt die Organisationen auf den Wandel im gesellschaftlich-öffentlichen Umfeld einwirken.

Profil der Forschung

Ausgangspunkt unserer Forschungsanstrengungen ist die Prämisse, dass der Wandel der Fremdbeschreibungen der Organisationen im gesellschaftlich-öffentlichen Umfeld dazu führt, dass sich in der Folge auch die Selbstbeschreibungen der Organisationen ändern und sich die Organisationen möglicherweise auch strukturell verändern, indem sie als Folge der Herausforderungen im öffentlichen Umfeld neue Kommunikationsfunktionen, -abteilungen oder –rollen ausdifferenzieren. In Bezug auf unseren theoretischen Bezugsrahmen sind für uns deshalb kommunikationswissenschaftliche Medialisierungsansätze wichtig, welche Organisationen systematisch mit dem Wandel im gesellschaftlich-öffentlichen Umfeld in Verbindung bringen. Ebenfalls zentral sind Ansätze der neuen Wirtschaftssoziologie und des Neo-Institutionalismus, welche Organisationen als das Produkt gesellschaftlicher Erwartungsstrukturen modellieren. Einen Schwerpunkt in unserer Forschung legen wir auf den Wandel der Reputationskonstitution unterschiedlicher Organisationstypen. Uns interessiert, wie der allgemeine Gesellschafts- und Wertewandel die Logik der Reputationsbildung der Organisationen aus verschiedenen Handlungsfeldern (Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) verändert.

Profil der Lehre

Was wir unseren Studierenden bieten:

  • Sie erhalten ein umfassendes Bild der Organisationskommunikation in der Trias der Kommunikation von, in und über Organisationen. Sie erkennen, wie die Organisationskommunikation grundlegend vom gesellschaftlich-öffentlichen Umfeld beeinflusst wird und welche besonderen und u.U. neuartigen Herausforderungen dieser Wandel an die Organisationen aus verschiedenen Handlungsfeldern (Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft) stellt.
  • Sie erkennen, wie der allgemeine Medienwandel und neuerdings die fortschreitende Digitalisierung und die darin eingebundene Bedeutungssteigerung der sozialen Medien im Web 2.0 die Organisationskommunikation verändert.
  • Sie lernen theoretische Ansätze kennen, um Organisationen und ihre Kommunikation gezielt aus dem gesellschaftlich-öffentlichen Umfeld zu beleuchten (U.a. Medialisierungsansätze, neue Wirtschaftssoziologie, Neo-Institutionalismus).
  • Sie lernen den „weichen Faktor“ Reputation als Schlüsselgrösse der Organisationskommunikations-Forschung kennen; Sie wissen, wie die Grösse Reputation theoretisch modelliert werden kann, welche Funktionen sie für die Gesellschaft und ihre Träger erbringt und wie sie inhaltsanalytisch gemessen werden kann. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir darauf, den langfristigen Wandel der Reputationskonstitution zu modellieren (Stichworte: Wachsende Personalisierung, Moralisierung und Skandalisierung). Ebenso interessiert uns, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Reputationsbildung von unterschiedlichen Organisationstypen aus verschiedenen Handlungsfeldern und ländervergleichend zu erfassen.
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    Salzburg Summer School “European Private Law” Vom 2.-14. Juli 2018 fand an der Universität Salzburg die 19. Summer School „European Private Law“ unter der Leitung des Dekans der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Prof. DDr. DDr. h.c. Michael Rainer statt. Mehr als 40 Gastprofessoren und Gastsprecher vermittelten im Rahmen von Vorlesungen Grundkenntnisse in 30 verschiedenen Rechtssystemen, die in Workshops und Podiumsdiskussionen weiter vertieft wurden.
    Der Salzburger Biowissenschaftler Robert R. Junker wird für seine Arbeiten zur Biodiversität mit einer 1,2 Millionen dotierten START- Förderung ausgezeichnet. Ein Ziel von Junkers Projekt „Sequentielle Entstehung von Funktionaler Multidiversität“ ist es, ein umfassendes Verständnis für die Ökosystemprozesse zu erlangen, um so zukünftige Naturschutzmaßnahmen besser planen und ergreifen zu können.
    Die Salzburger Hochschulwochen finden unter dem Titel „ANGST?“ vom 30. Juli bis 5. August in der Großen Aula sowie in Hörsälen der Theologischen Fakultät statt.
    Ass. Prof. Dr. Susanne Auer-Mayer vom Fachbereich Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Universität Salzburg wurde von Bundespräsident Alexander van der Bellen mit dem Herbert Tumpel Preis für ihre Habilitationsschrift „Mitverantwortung in der Sozialversicherung“ gewürdigt. Der Preis wird im Rahmen des Theodor Körner Fonds vergeben.
    Tanja Angelovska und Dietmar Roehm (beide von der PLUS) sind als einzige österreichische Wissenschaftler als assoziierte Mitglieder des internationalen Forschungszentrums CARILSE (Centre for Applied Research and Innovation in Language Sciences and Education) an der University of Portsmouth nominiert worden.
    Im Jahr 2018 fördert die Europäische Kommission über alles Wissenschaftsdisziplinen hinweg 42 Masterstudiengänge im Programm Erasmus+. Fünf davon werden von österreichischen Universitäten koordiniert, gleich zwei von der Universität Salzburg: Digital Communication Leadership und Digital Earth
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    Die 6. Salzburg Summer School findet vom 3. bis 4. September 2018 statt. Zwei Tage lang wird ein umfassendes pädagogisches Sommerfortbildungsprogramm für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende aller Schulformen und Unterrichtsfächer angeboten. Anmeldungen sind möglich.
    Vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung. Eine Ausstellung des Verbandes Botanischer Gärten 2018
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