Abgeschlossene Dissertationen

Details zur Dissertation
Titel Qhapaq Ñan: Strassen- und Kommunikationssystem zur touristischen Nutzung im globalen Zeitalter. Potenziale nachhaltiger Tourismusprodukte in den Anden Perus
Inhalt Der Qhapaq Ñan bezeichnet das System von Straßen aus dem alten Inkareich, welches den gesamten geografischen Besiedlungsraum der Inka überspannte. Mit einer Länge von ca. 55.000 Kilometern ist der Qhapaq Ñan eine bauliche Meisterleistung, deren Spuren bis dato – mehr oder weniger gut – erhalten sind. Obwohl in weiten Teilen zerstört, hat der Qhapaq Ñan für die andine Bevölkerung nach wie vor eine wichtige funktionale und symbolische Bedeutung. Gerade in entlegenen Gebirgsregionen des Landes, wo die Bevölkerung in bitterer Armut lebt, finden sich noch sehr gut erhaltene, jedoch ebenfalls von Zerstörung bedrohte Wegstücke, die im Rahmen ihrer nachhaltigen touristischen Nutzung einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung dieser strukturschwachen Gebiete leisten könnten. Abseits der Hauptstadt Lima und der Provinz Cuzco – welche auch den bekannten Inka Trail und die UNESCO-Welterbestätte Machu Picchu beheimatet – gibt es in Peru bislang keine nennenswerte touristische Infrastruktur. Die andinen Bergbewohner kämpfen, organisiert in traditionellen Dorfgemeinschaften, ums tägliche Überleben, indem sie meist Landwirtschaft für den Eigenbedarf betreiben. Damit Tourismus in diesen Regionen zu einer Quelle wirtschaftlicher Wertschöpfung für die Andenbewohner werden kann, braucht es allerdings ein sorgfältig durchdachtes Konzept, das die Ausgewogenheit zwischen „Nützen und Schützen“ dieser sensiblen Gebiete garantiert, sowie eine Strategie zur Inwertsetzung dieser einzigartigen Landschaft und Kultur, welche ausreichend Bedacht auf die Kriterien für nachhaltiges Wirtschaften legt. Von den geschätzten 55.000 Kilometern des gesamten Inkastraßennetzes sind bisher nur wenige Kilometer als Trekking-Routen genutzt. Der wohl bekannteste Abschnitt ist der Inka Trail, der im Rahmen einer viertägigen Wanderung durch die Region Cuzco zu den Inkaruinen Machu Picchu führt. Längst ist dieser Weg nicht nur zu Südamerikas berühmtester Trekking-Route geworden, sondern er zählt inzwischen auch zu den beliebtesten und etabliertesten Wanderrouten weltweit. Der Inka Trail dient in dieser Arbeit als Beispiel und Ausgangspunkt für Überlegungen im Hinblick auf die mögliche touristische Nutzung anderer Streckenabschnitte und Gebiete entlang der Inkastraßen Perus.  Forschungsleitendes Interesse und aktueller Forschungsstand Meine These, die ich der vorliegenden Untersuchung voranstelle, ist, dass sich ausgewählte Teilstrecken des Qhapaq Ñan in Peru durchaus für eine touristische Erschließung eignen, vorausgesetzt, dass sie „sanft“ und „basisdemokratisch“ sowie nach Kriterien der Nachhaltigkeit erfolgt. Nicht Massentourismus, wie auf dem Inka Trail, sondern innovative Kleinprojekte, welche weitgehend von den einheimischen Kommunen betrieben werden, könnten der richtige Weg sein. Die damit verbundene Zielvision ist, dadurch einen Prozess in Gang zu setzen, der Dreierlei bewirkt: erstens eine positive ökonomische und soziale Entwicklung in den wirtschaftsschwachen und dünn besiedelten Andenregionen Perus; zweitens die Wiedererschließung und künftige Bewahrung des wertvollen kulturellen Erbes aus der Inkazeit zum Wohle der gesamten Menschheit – immer unter dem Aspekt des „Schützens und Nützens“; und schließlich drittens die Inwertsetzung dieses einmaligen Kulturgutes verbunden mit der Zuschreibung einer neuen, zeitgemäßen Symbolik für die alten Inkastraßen, welche sich im direkten Austausch zwischen Einheimischen und Besuchern vollzieht. Um möglichst viele, aussagekräftige Informationen zu meiner These, dass sich ausgewählte Teilstrecken des Qhapaq Ñan in Peru durchaus für eine touristische Erschließung eignen, sammeln zu können, bin ich sowohl an das Literaturstudium als auch an die Feldstudie direkt herangegangen. Der empirische Teil der Studie stützt sich zum einen
BetreuerIn
StudentIn Mag.phil. Dr.phil. Pointecker, Marco
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    Am 05. März 2021 hält Univ. Prof. John W. C. Dunlop einen Vortrag zum Thema "Swarming Behaviour in Confinement - How curved surfaces influence pattern formation in biology." Der Vortrag findet um 14 Uhr online via Webex statt. Der Fachbereich Biowissenschaften lädt herzlich dazu ein!
    Im Rahmen des Masterstudiums Literatur- und Kulturwissenschaft wird im SS unter der Leitung von Prof. Eva Hausbacher und Prof. Susanne Winter die Ringvorlesung „Kanonische Texte von Frauen“ durchgeführt. Die Vorträge werden von den Lehrenden des Schwerpunktfachs Komparatistik gehalten. Sie stellen in exemplarischer Weise Hauptwerke kanonisierter Autorinnen verschiedener Literaturen vor und konfrontieren diese mit Fragen der Kanonbildung und Kanonkritik.
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    Der Fachbereich Anglistik und Amerikanistik der Universität Salzburg freut sich, über eine wegweisende Publikation unseres Kollegen Ass.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Görtschacher gemeinsam mit Prof. David Malcolm von der SWPS University of Social Sciences and Humanities in Warschau informieren zu dürfen.
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    Programmleitung und Gesprächsführung: Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner
    Das Projektförderprogramm für Forschungen zwischen PLUS und südostasiatischen Partneruniversitäten, ASEA-UNINET Call 2021-2022 (Projektdurchführungszeitraum: 1. Oktober 2021 - 30. September 2022) ist ab sofort geöffnet!
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    Anmeldung zur Online-Tagung: Corona - eine Katastrophe?
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    Prof. Dr. Hildegund Müller, Notre Dame University, Gastvortrag am Fachbereich Altertumswissenschaften, Klassische Philologie, 24. März 2021, 17.30 (Webex)
    Das Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen veranstaltet gemeinsam mit der Universität Fribourg eine interdisziplinäre online-Tagung vom 16.-17. April 2021 (Start am 16. April 2021 um 14:15 Uhr).
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    Am Mittwoch, den 17. März 2021 veranstaltet die PLUS einen virtuellen Tag der offenen Tür und lädt interessierte Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen herzlich ein. Alle Informationen dazu finden sich online unter www.uni-salzburg.at/openday.
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  • 05.03.21 Swarming Behaviour in Confinement How curved surfaces influence pattern formation in biology.
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