Geschichte

ZUR GESCHICHTE DES ISPR / FB LINGUISTIK
Das Institut für Sprachwissenschaft wurde 1965 mit der Berufung von Otto Haas zum Ordinarius für Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft gegründet und 1973 durch die Berufung von Gaberell Drachman um ein Ordinariat für Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft erweitert. Die Sprachwissenschaft hat die prinzipielle Beschreibung und Erklärung der Vielfalt von Sprachen zum Gegenstand, ihre Anwendung in der Gesellschaft und ihren Wandel im Laufe der Zeit. 

Das Bachelor- und Masterstudium der Linguistik bietet Schwerpunktbildungen an: "Allgemeine und historisch-vergleichende Linguistik" sowie "Psycholinguistik".  Sprachwissenschaft ist ein Ein-Fach-Studium. Viele Studierende wählen aber ein Doppelstudium. Beliebte Fächer für ein zweites Studium sind Philologien wie Germanistik, Anglistik und Romanistik, aber auch Fächer wie Publizistik und Psychologie. Das Institut bietet fallweise auch Sprachkurse aus einer Reihe von Sprachen an, die in Salzburg nicht als eigene Philologien vertreten sind und nicht vom Sprachenzentrum angeboten werden. Wer bei uns regulär studieren und absolvieren will, muss Latein während des Studiums an der Universität nachholen, falls er/sie diese Sprache(n) nicht in der Schule bereits ausreichend gelernt hat. Ein auf das Masterstudium aufbauendes Doktoratstudium umfasst weitere sechs Semster.

Kurzcharakteristik unserer Schwerpunkte:

  • Die allgemeine und historisch-vergleichende Linguistik beschäftigt sich mit den allgemeinen Eigenschaften der natürlichen (von Menschen gesprochenen) Sprachen, mit der Untersuchung der Grundlagen der menschlichen Sprachfähigkeit, sowie mit Sprachwandel belegter Sprachstufen und rekonstruiert verschollene Sprachstadien. Außerdem gibt es Lehrveranstaltungen zu verschiedenen Anwendungsfeldern der Sprachwissenschaft.
  • Die Psycholinguistik behandelt Anwendungsfelder der Linguistik, wobei in Salzburg die Schwerpunkte auf Psycholinguistik und klinischer Linguistik liegen.

Unsere Lehrveranstaltungen fördern Fachdiskussionen zwischen Lehrenden und Studierenden. Für praktische Übungen werden das institutseigene Labor und unsere Workstation eingesetzt. Besonderes Gewicht liegt auf der Zusammenarbeit mit anderen Instituten (v.a. Klassische Philologie, Germanistik, Anglistik, Psychologie), die in Lehrangeboten, z.T. auch in gemeinsamen Lehrveranstaltungen und Forschungsprojekten ihren Ausdruck findet.
Eine Besonderheit des FB Linguistik in Salzburg ist seit den 70er Jahren die regelmäßige Abhaltung von Blockveranstaltungen am Beginn jedes Semesters. Zur Abhaltung dieser „Blöcke" konnten wir schon viele renommierte -WissenschaftlerInnen aus dem In- und Ausland gewinnen.

Zu den Berufsfeldern unserer Absolventen zählen neben der wissenschaftlichen Tätigkeit an Universitäten und Forschungsinstituten Berufe in der Computerbranche, in der Werbung, bei Medien und Verlagen, im Bibliothekswesen und in der psychosozialen Versorgung (Sprachförderung und Sprachunterricht). Das Studium der Linguistik kann als Grundlegung für die oben erwähnten Berufe dienen, eine berufsspezifische Weiterbildung bzw. Einarbeitung ist aber in fast allen der genannten Fälle erforderlich. Auch für Übersetzer, Dolmetscher und Lehrer für Deutsch als Fremdsprache (Lektoren) bietet das Studium der Sprachwissenschaft eine solide Grundlage.

Zur Forschung: Im Bereich der allgemeinen Sprachwissenschaft untersuchen wir Syntax, Morphologie und Phonologie bzw. Phonetik. Größere Forschungsprojekte beziehen sich derzeit auf Grammatiktheorie, deutsche Syntax, kognitive Linguistik, grammatische Beschreibung des (Neu)-Griechischen und ein Wörterbuch zum ältesten alt-indischen Text, dem Rigveda. Im Zentrum unserer Forschungen zur angewandten Sprachwissenschaft stehen Sprachpathologie (Sprachentwicklung bei Kindern mit Cochlea-Implantat), (computergestützte) Akustik-Analyse, Erst- und Zweitspracherwerb sowie „Sprache und Politik". Schwerpunktsprachen in der allgemeinen und angewandten Forschung sind (je nach Fragestellung) europäische (v.a. Deutsch, Englisch) und ostasiatische Sprachen (derzeit v.a. Japanisch). In der Indogermanistik forschen wir in den Bereichen Mykenologie (Linear B), lateinische Sprachgeschichte, Etymologie, Komposition, Toponomastik, vedische Texte, indogermanische Syntax und untersuchen allgemein historische Sprachentwicklungen.

Wir haben internationale Kontakte zu zahlreichen Instituten in Europa und Übersee. Enge Kooperation besteht mit der Linguistik an der Universität Stuttgart, mit den Organisationen SLE (Societas Linguistica Europaea), GLOW (Generative Linguistics in the Old World) und GGS (Generative Grammatik Süd). Im historisch-vergleichenden Fachbereich wird eng mit der „Indogermanischen Gesellschaft" und dem "Internationalen Comité für Mykenische Studien" zusammengearbeitet. Erwähnenswert sind auch unsere vielen persönlichen Kontakte zu Fachkollegen und –kolleginnen in Osteuropa, in den USA und Japan. Auch am europäischen Professorenaustausch ist das Institut maßgeblich beteiligt.

Wir nehmen teil am ERASMUS/ SOKRATES-Programm. Die "credits" für Studierende im Rahmen dieses Austauschprogramms sind hinter der jeweiligen Lehrveranstaltung angeführt.

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    Die Österreichische Forschungsgemeinschaft, getragen von Bund und Ländern, gibt sowohl der Wissenschaftsförderung als auch der Wissenschaftspolitik in Österreich neue Impulse und dient der Zukunftsorientierung und Qualitätssicherung von Forschung und Lehre in Österreich.
    Assoc.Prof. Dr. Kerstin Hödlmoser vom Centre for Cognitive Neuroscience wurde am 16. November der Kardinal-Innitzer-Förderungspreis für ihre Habilitation „Functional Impact of Sleep on Declarative and Motor memory over the Lifespan“ verliehen.
    Materialchemiker Dipl.-Ing. Miralem Salihovic vom Fachbereich Chemie und Physik der Materialien erhält für die Fortführung seiner Dissertation ein DOC-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).
    Als Mitglied des Netzwerks UniKid-UniCare Austria forciert auch die Universität Salzburg die Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie: Mit einem Kurzfilm der KabarettistInnen Kaufmann & Herberstein geht das Netzwerk augenzwinkernd neue Wege.
    Die Tagung wird organisiert vom Österreichischen Institut für Menschenrechte und findet in der Edmundsburg am Mönchsberg, Europasaal, 16 bis 19 Uhr, statt. Eintritt frei! Anmeldung erforderlich unter menschenrechte@sbg.ac.at.
    Die SchülerUNI "Hormone & Gehirn: Wie arbeiten sie zusammen?" stieß auf großes Interesse. Das Team rund um DDr. Belinda Pletzer vom Centre for Cognitive Neuroscience (CCNS) gab Einblick in den Forschungsalltag.
    Die jährlich stattfindende interdisziplinäre Fachtagung des Wissensnetzwerks Recht, Wirtschaft und Arbeitswelt findet dieses Jahr am Donnerstag, 21.11.2019, zum Thema "Die Arbeit ist immer und überall - Mobiles Arbeiten und seine Folgen" auf der Edmundsburg statt.
    DONNERSTAG, 21.11.: VORTRÄGE (8.30-19.00h) bei Wissenschaft & Kunst, Bergstr. 12a, KunstQuartier, Atelier 1.OG // FREITAG, 22.11.: EXKURSION (8.30-16.00h) Gedenkstätte Konzentrationslager Ebensee, Gedenkstätte Mauthausen. Abfahrt: 8.30 Uhr Unipark Nonntal, Erzabt-Klotz-Straße 1
    Johann Scheutz und Stephan Elspass, beide Germanisten, referieren am MO 25.11. in der Panoramabar in Lehen darüber, wie sich die gesprochene und geschriebene Sprache in Österreich verändern.
    Bühne frei für Ideen und Projekte, die Studierenden an der Uni Salzburg am Herzen liegen! Eine Vernetzungsangelegenheit der besonderen Art bietet jetzt das Career Center am 25.11.2019 beim Fair & Creative Matching Event.
    Im Rahmen der Vortragsreihe Geschichte im Gespräch sowie der Vorlesung "Grundlagen der Mittelalterlichen Geschichte (Christina Antenhofer)" hält Thorsten Hiltmann (Münster) am 26. November 2019 um 09 Uhr im HS 380 einen Vortrag zum Thema Mittelalterliche Heraldik zwischen Kulturgeschichte und neuen digitalen Methoden
    Der Fachbereich Slawistik möchte Sie zusammen mit dem Kulturzentrum DAS KINO sehr herzlich zum vierten Teil unserer erfolgreichen Kinoreihe der ost- und mittelosteuropäischen Filme einladen. Im Rahmen des Filmklubs „Slawistyka, Slavistika, Cлавистика“ werden preisgekrönte aktuelle polnische, russische und tschechische Filme mit gesellschaftlicher und politischer Thematik gezeigt.
    28. bis 30. November 2019 - Unipark Nonntal, Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Salzburg, Abteilung Musik- und Tanzwissenschaft, Tanzstudio, Raum 2.105, 2. OG
    Am 29. November 2019 findet die Tagung "Verantwortlichkeit digitalisierter Unternehmen" an der Universität Salzburg statt. Der Fokus liegt dabei auf den ethischen und rechtlichen Auswirkungen des Einsatzes künstlicher Intelligenz.
    Am MO 2.12. findet im Unipark Nonntal ein Empfang anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit (IMAREAL) statt. Die Begrüßungsworte spricht Rektor der Universität Salzburg Prof. Dr. Dr. h.c. Hendrik Lehnert.
    Elektroakustische Musik mit Sounddesigner Martin Löcker (a.k.a. Murmler) gibt es am Dienstag, 3. Dezember 2019, 19.30 Uhr, Fünfzigzwanzig (Residenzplatz 10, 2. OG, 5020 Salzburg).
    Der Fachbereich Linguistik ist Veranstalter der 45. Österreichische Linguistiktagung, die am 6. und 7.12.19 im Unipark Nonntal stattfindet.
  • Veranstaltungen
  • 21.11.19 Massen sterben – landschaftliche, architektonische und materielle Erinnerungen an zwei Weltkriege. Wege des Erinnerns in europäischer Perspektive
    21.11.19 Interdisziplinäre Tagung "Die Arbeit ist immer und überall ... - mobiles Arbeiten und seine Folgen"
    21.11.19 Salzburger Museen und Sammlungen Geschichte vor Ort. Vom Museum des Bürgertums zum Museum in und für die Gesellschaft
    21.11.19 How News Use is Changing Across the World
    22.11.19 Exkursion: Massen sterben – landschaftliche, architektonische und materielle Erinnerungen an zwei Weltkriege. Wege des Erinnerns in europäischer Perspektive
    23.11.19 W&K-Forum: Dafür-Sein als Widerständigkeit
    25.11.19 MATCHING EVENT "FAIR & CREATIVE"
    25.11.19 Klever Dance Company beim Dialoge Festival: Tanztheater im Dialog mit der Gesellschaft
    26.11.19 Geschichte im Gespräch
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