WM-Finale, 27.4.2007

Diplomklausur aus Straf- und Strafverfahrensrecht (27.4.2007)

 

I.

 

A öffnet die versperrte Tür zur Wohnung des B, indem er den Schlossmechanismus mit einer eigens dazu angefertigten Plastikkarte geschickt überwindet. B ist nicht zu Hause, weil er sich – was dem A bekannt ist – bei seiner Freundin befindet. A dringt in die Wohnung des B ein, um sich am großen Flachbildfernseher des B das Fußball WM-Finale anzusehen. Er schaltet den Fernseher ein und macht es sich auf dem Fernsehsessel des B gemütlich. Nach einiger Zeit wird A plötzlich durstig und nimmt drei Flaschen Bier aus dem Kühlschrank des B. Als er sich wieder in das Wohnzimmer begibt, entdeckt er die auf dem Wohnzimmertisch liegende Bankomatkarte des B, die mit einem aufgeladenen Quick-Chip (im Betrag von 300 €) versehen ist. Als er das Quick-Chip-Logo auf der Bankomatkarte sieht, geht er davon aus, dass der Quick-Chip aufgeladen ist. Das kommt ihm gelegen; denn A beabsichtigt, mit der Bankomatkarte des B am nächsten Tag Einkäufe zu tätigen. A steckt die Bankomatkarte in seine Hosentasche.

B kommt nach einem Streit mit seiner Freundin früher als geplant nach Hause und traut seinen Augen nicht, als er den gemütlich in seinem Wohnzimmer vor drei leeren Bierflaschen sitzenden A bemerkt. B fordert A lautstark auf, sofort seine Wohnung zu verlassen. Da A dieser Aufforderung nicht nachkommt, versetzt B ihm von hinten einen Stoß. A fällt derart unglücklich auf die Tischkante, dass er sich eine Schädelprellung zuzieht. Erschrocken über diese Folge ruft B die Rettung.

Wie haben sich A und B strafbar gemacht?

 

 

II.

 

1. Das zuständige Gericht verurteilte E wegen Erpressung (§ 144 StGB) zu einer Freiheitsstrafe von 9 Monaten. Von diesen 9 Monaten Freiheitsstrafe verhängt das Gericht 4 Monate unbedingt; 5 Monate sieht es für eine Probezeit von 3 Jahren bedingt nach.

            Ist das Urteil anfechtbar?

 

2. Während der Hauptverhandlung gegen F wegen schweren Betrugs (§ 147 Abs 3 StGB) stellt sich heraus, dass der Zeuge Z im Zuge der verfahrensgegenständlichen Machenschaften ebenfalls einen schweren Betrug begangen hat. Daraufhin stellt der eifrige Staatsanwalt den Antrag, die Verhandlung und das Urteil auch auf den schweren Betrug des Z auszudehnen. Das zuständige Gericht verurteilt neben F auch Z wegen schweren Betrugs nach § 147 Abs 3 StGB.

            Ist das Urteil anfechtbar?

 

3. Der Bezirksanwalt bringt gegen G einen Strafantrag beim zuständigen Gericht ein. Darin wird G vorgeworfen, einen Diebstahl zum Nachteil seines Onkels O begangen zu haben. Erst in der Hauptverhandlung stellt sich heraus, dass G den Diebstahl während eines 4wöchigen gemeinsamen Hotelaufenthalts von G und O im Rahmen eines Urlaubs begangen hat.

Was hat das Gericht zu tun?

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